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ABC der Kämpfer: "Wie Schlag ich gleich?"
An der Arcade-Steuerung hat sich seit dem SNES- bzw. der
Spielhallen-Version nichts verändert. Wie wir jedoch alle bereits
wissen, ist der (originale) XBox Controller leider nicht der
Umgänglichste, was vor allem die Spezial-Attacken nicht gerade leicht
ausführbar macht.
Nicht selten kommt es vor, dass gerade zu Anfang
sechs oder sieben Tasten-Combos direkt hintereinander gedrückt werden müssen,
damit man die gewollte Attacke auch ausführt. Nichtsdestotrotz geht
die Steuerung nach kurzer Eingewöhnungszeit wieder sofort in die
Knochen über und die Schläge fliegen nur so über den Bildschirm.
Moves wie Schlagen, Treten, Werfen oder ein "Shinkuu
Hadoken" werden mit dem XBox Controller immer noch - wie einst - mit dem
des SNES Controller ausgeführt, "alte Hasen" wissen deshalb sofort wo's
lang geht.
Großes Zusammentreffen.
Insgesamt habt Ihr die Wahl zwischen 36 bekannten
Capcom- und SNK-Charakteren, wie Blanca, Kim oder Ryu, die Ihr in den
Kampf schicken könnt. Capcom hat seinen Kämpfern ein von Grund auf
neues Design spendiert, während die SNK-Fans sich mit dem altbewährten
Aussehen ihrer Lieblingscharaktere zufrieden geben müssen.
Ein ebenso altbekannter Begleiter der Serie ist auch in diesem Teil wieder einmal vorhanden: Der Schwierigkeitsgrad.
Ungeübte Spieler werden anfangs nur sehr schwer in das
Spiel finden und mäßigen Spaß an SVC Chaos: SNK vs. Capcom
haben. Zwar gibt es mehrere Schwierigkeitsgrade, jedoch selbst der
einfachste wird dafür sorgen, dass der Controller schon mal gegen die
Wand fliegt.
Eure Fighter könnt Ihr neben den bereits bekannten
Spielmodi wie Arcade, Versus, Survival oder Training dieses Mal außerdem in
den Online-Kampf schicken.
Multiplayer
Das Herzstück eines jeden Arcade-Prüglers dürfte der
Multiplayer Modus darstellen und so fehlt dieser natürlich auch nicht
bei SVC Chaos. Wie gewohnt könnt Ihr euch mit einem Freund im
Versus-Duell ordentlich eins über die Rübe hauen und ordentlich Dampf
ablassen. Das der Spaß dabei nicht zu kurz kommt, steht wohl außer
Frage. Ganz neu ist allerdings der Xbox-Live Online Multiplayer Modus.
In diesem habt Ihr die Möglichkeit euch mit den besten Kämpfern aus
aller Welt zu duellieren.
Grafik
Das alt bewährte 2-D Grafikdesign ist einfach immer
wieder auf seine Art und Weise genial. Während die einen die Grafik
eher als nicht zeitgemäß einstufen werden, werden sich Retro-Fans und
Anhänger der Serien wieder über dieses zeitlose Design erfreuen.
Ganz "retro" ist dann aber doch nicht alles, denn wie
bereits erwähnt wurden die Capcom-Charaktere noch mal ordentlich in
Schale geworfen.
Die Bewegungen der Charaktere sind alle liebevoll animiert und sorgen für ein spektakuläres und flüssiges Kampfgeschehen.
Eine weitere Neuerung ist der Farbeditor. In diesem
könnt Ihr Euren gewünschten Charakter farblich komplett umgestalten.
Leider auf eine etwas umständliche Art, denn Ihr müsst alle
Pixel-Partien einzeln umgestalten. Soll heißen: Ihr habt nicht einfach
die Auswahl zwischen zum Beispiel unterschiedlichen Hauttypen, sondern
müsst erst die Pixel für den Oberarm ändern. Anschließend für den
Unterarm und so weiter...
Wer Lust und Zeit dazu hat, sollte sich diesen Modus
unbedingt anschauen, denn wer würde den eigentlich coolen Ryu nicht
gerne mal in Pink umherhüpfen sehen?
Sound
Der Sound ist ebenfalls nicht "up-to-date". Nach Dolby
Surround oder gar DTS werdet Ihr vergebens suchen, SVC:SNK vs. Capcom
wird Euch im klassischen Stereoton serviert. Das mag zwar zuerst
negativ klingen, dürfte aber niemanden wirklich stören, denn der Sound fügt sich
nun mal dem Rest und fällt damit eigentlich gar nicht störend auf. Die
Schlag sowie Trittgeräusche sind immer noch dieselben wie in den guten
alten SNES bzw. Neo~Geo Zeiten und während den Kämpfen ertönt die
gewohnte Japano Techno-Mucke. Leider ist diese hier lange nicht so
abwechslungsreich wie in den Vorgängern.
Fazit
SVC Chaos: SNK vs. Capcom ist ein Spiel für echte Arcade
Fans. Grafik - und Soundfetischisten sowie Arcade-Neulinge, werden
angesichts der 2D-Optik und dem sehr hohen Schwierigkeitsgrad dem
Spiel vielleicht nicht gerade auf Anhieb zusagen. Wer aber mal wieder
richtig Lust hat sich mit Ryu und Konsorten die Ohren warm zu hauen,
sollte auf jeden Fall zuschlagen. Der Low-Budget Preis von 30 € dürfte
bei der Entscheidung noch mal um einiges nachhelfen.
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