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Dank Nintendos Wii hat sich das für tot erklärte Light- bzw. Railgun-Shootergenre wieder etwas erholt und Arcadefans bekamen gute Genrevertreter wie Umbrella Chronicles, Ghost Squad oder House of the Dead: Overkill spendiert. Für jüngere Spieler sind all diese Spiele aber aufgrund ihres hohen Gewaltgrades ungeeignet. Mit Nerf N-Strike veröffentlichte EA nun einen gewaltfreien Shooter. Ob aber auch ältere Spieler damit etwas anfangen können, verrät dieser Testbericht.


Nerf N-Strike basiert auf der gleichnamigen Spielzeuglizenz aus dem Hause Hasbro. Kinder erfreuen sich schon seit mehreren Jahrzehnten an den Schaumstoffprojektil-verschießenden Spielzeugwaffen und im Grunde genommen ist diese Lizenz auch eine perfekte Grundlage für einen gewaltfreien Shooterspaß für Kids. Vor allem, weil das Spiel mit einer originalen Nerf Switch Shot EX-3 ausgeliefert wird. Diese kann wahlweise als Wii-Zapper-Ersatz oder auch echtes Spielzeug verwendet werden und macht ihren Job überraschend gut. All das bringt natürlich wenig, wenn das eigentliche Spiel für die Tonne ist. Im Falle von Nerf N-Strike trifft das leider bedingt zu, denn mit gerade einmal fünf verschiedenen Spielvarianten und einem sehr kurzen Karrieremodus mangelt es hierbei sichtlich am Umfang. Zumal sich die Spielvarianten nicht wirklich unterscheiden und es eigentlich nur darum geht, Robotereinheiten oder Blöcke abzuknallen. Kindern wird dieses Manko aber nicht wirklich auffallen. Sie erfreuen sich wohlmöglich an dem großen Nerf Waffenarsenal und sind motiviert den Highscore zu jagen. Nett ist hingegen die Möglichkeit, das Waffenarsenal durch Codes, die sich auf den Verpackungen der neuen Nerf-Produkte befinden, zu erweitern.

Nerf N-Strike besitzt genau genommen zwei Punkte, an denen auch ältere Spieler gefallen finden könnten. Das wäre zum einen die, wie eben bereits erwähnt, tolle Nerf Switch Shot EX-3 und zum anderen der halbwegs spaßige Mehrspielerpart mit bis zu vier Spielern. Highscoreduelle zwischen jung und alt machen selbst bei einem so durchwachsenen Spiel Spaß. Kids freuen sich über die diversen Herausforderungen, die sie zu viert absolvieren können. Auf Onlinefeatures wurde komplett verzichtet, nichtmal Highscores können hochgeladen werden. Vermutlich war das, in Anbetracht der Zielgruppe, auch nicht notwendig.

In Sachen Technik kann Nerf N-Strike leider auch nicht überzeugen. Optisch erinnert das Spiel ein wenig an Dreamcastzeiten. Die Level sehen alle sehr einfallslos aus und besitzen allesamt diesen öden Raumschifflook. Die Texturen sind alles andere als zeitgemäß und die Roboter nicht gut gelungen. Einzig die Nerf Waffen sehen ganz gut aus und von Ruckeleinlagen bleibt man selbst bei hohem Gegneraufkommen verschont. Die Zwischensequenzen, die im Comiclook gehalten sind, dürften aber auch ein Lächeln in die Gesichter der Kinder zaubern. Beim Sound hat man sich viel vorgenommen, das Spiel wurde sogar komplett ins Deutsche synchronisiert. Leider hinterlassen die jungen Synchronsprecher aber einen sehr lustlosen Eindruck. Da hätte man sich das Ganze auch gleich sparen können. Obwohl wir uns im Jahr 2009 befinden, kommt Nerf N-Strike, mit Ausnahme des Hauptmenüs, vollkommen ohne Hintergrundmusik aus. Das ist heutzutage auch eine absolute (traurige) Seltenheit.

Fazit: Nerf N-Strike ist ein umkomplizierter und gewaltfreier Shooterspaß für Kids, der sich präzise steuern lässt, technisch leider nur Mittelmaß ist, dafür aber über einen gelungenen Mehrspielermodus verfügt. Ältere Spieler werden mit diesem Titel allerdings weniger Freude haben, dafür wird das Spiel aufgrund der Nerf-Lizenz und der mitgelieferten Nerf Pistole Kinderherzen höher schlagen lassen.


Bewertung
Gameplay : 55% Sound : 50% Grafik : 60% Steuerung : 80% Multiplayer : %
Gesamt-Bewertung


Erstellt am : 18.03.2009      Autor : Tim Berwian          © EVO-X.DE & XBLIVE.DE
GAME-FACTS
Publisher : Electronic Arts
Entwickler : EA Games
Release : 08.07.2009

Genre : Party Action
Player : 1-4
USK Einstufung

ab 12 Jahre
Homepage
http://www.electronic-arts.de/
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