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Kampfsport-Interessierten wird die Ultimate Fighting Championship (kurz UFC) wohl ein Begriff sein, hierzulande ist dieses knallharte Kräftemessen jedoch eher unbekannt. Aber die Fangemeinde wächst auch in Deutschland und das dürfte der Grund sein, weshalb dieses Spiel auch den Weg hierher gefunden hat. Für Nichtkenner ist diese Sportart schnell erklärt: zwei Kontrahenten prügeln bzw. treten drei Runden lang auf sich ein, bis einer aufgibt oder der Ringrichter den Kampf für entschieden erklärt. Das Ganze klingt nicht nur extrem brutal, sondern ist es auch, darum werden nicht alle Spieler gefallen daran finden. Was viele aber nicht wissen: Diese Sport besitzt einen unglaublichen (taktischen) Tiefgang und genau das vermittelt diese Spielumsetzung bestens.
Doch beginnen wir zuerst mit den vorhandenen Spielmodi. Neben dem Tutorial, was absolut Pflicht ist, können in UFC 2009 auch Schaukämpfe ausgetragen oder auch klassische Matches nachgespielt werden. Insgesamt enthält dieses Spiel 80 Originalkämpfer, auf fünf unterschiedliche Gewichtsklassen verteilt. Man kann aber auch seinen eigenen Kämpfer erstellen, dieser ist beim Herzstück dieses Spiels, dem Karrieremodus, sogar zwingend erforderlich. Da es sich bei dieser Sportart um einen Mix aus diversen Kampfstilen handelt, muss dies bei der Charaktererstellung natürlich festgelegt werden. Von Judo über Boxen bis hin zu Muay Thai oder Jiu-Jitsu ist hier alles vertreten. Das deutet auch schonmal die Komplexität dieses Titels an. Ist der eigene Kämpfer dann letztlich erstellt, kann die Karriere auch schon losgehen. Ziel ist natürlich die Weltspitze, damit dies allerdings gelingt, bleibt der Spieler nicht von harten Trainingseinheiten, nervigen PR-Terminen und blutigen Ringkämpfen verschont. Die größte Herausforderung stellt allerdings das Kampfsystem dar. Die Steuerung wirkt ziemlich überladen, denn jeder Stick und jeder Button des Controllers ist bei diesem Spiel belegt. Selbst nach dem hilfreichen Tutorial werden viele verzweifelt im Ring zu Boden gehen, denn die unzähligen Moves (inkl. Konter und Würfe) müssen erst gemeistert werden. Aber keine Sorge: Hat man erst einmal den Dreh heraus, ist der Sieg ein Leichtes. Der Weg bis dahin ist jedoch ziemlich lang und stellenweise frustrierend. Zu einer waschechten Kampfsportsimulation gehört natürlich auch ein passender Multiplayermodus. Dieser ist wahlweise on- oder offline vorhanden. Den Onlinemodus sollte man aber mit Vorsicht genießen, denn im Internet sind größtenteils nur sehr geübte Spieler anwesend.
Die Grafik von UFC 2009 Undisputed ist ziemlich beeindruckend. Die Kämpfer sehen ihren Originalen zum Verwechseln ähnlich, sind dazu auch noch bestens animiert und sogar mit Schweißtropfen versehen. Das Publikum trägt zu einer guten Atmosphäre bei und wirkt, verglichen mit einigen Wrestlingspielen, überraschend detailreich. Hinzu kommen eine flüssige Performance und eine gute TV-Präsentation, bei welcher aber definitiv noch Verbesserungspotenzial vorhanden ist. Gleiches gilt für die Arenen, denen hätte ein wenig Abwechslungsreichtum auch sehr gut getan. Vielleicht sollten sich die Entwickler aus dem Hause Yuke’s da etwas von EAs Fight Night-Reihe abschauen. In Puncto Sound bekommt der Spieler eine astreine, englische Synchronisation und einen etwas gewöhnungsbedürftigen Soundtrack geboten. Positiv anzumerken ist, dass das gesamte Spiel ins Deutsche übersetzt wurde, was bei hierzulande eher unbekannten Sportarten (siehe Madden) keine Selbstverständlichkeit ist. Die Dolby Digital Tonspur sorgt für ein atmosphärisches Ring-Feeling, ist aber alles andere als referenzverdächtig.
Fazit: Mit UFC 2009 Undisputed hat THQ eine astreine, sehr realistische Kampfsportsimulation auf den Markt gebracht, die sowohl die Brutalität, als auch den taktischen Tiefgang dieser kontroversen Sportart vermittelt. Hinzu kommen eine sehr überzeugende Technik und ein spaßiger Mehrspielerpart. Einzig die Steuerung wirkt zu überladen und was die Präsentation und Arenen betrifft, ist eindeutig noch Luft nach oben vorhanden. Ansonsten aber kann an dieser Stelle eine klare Kaufempfehlung ausgesprochen werden, nicht nur für Fans dieser Sportart.
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