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Es heißt Nachahmung sei die höchste Form der Anerkennung. Wenn dem wirklich so ist, dürften sich die Schöpfer von "God of War" und "Ninja Gaiden" ziemlich geehrt fühlen. Denn für "Ninja Blade" haben die Entwickler von FromSoftware sich kräftig bei diesen beiden Perlen unter den Spielereihen bedient. Hört sich in der Theorie ganz vielversprechend an, aber ob der Titel den Erwartungen auch in der Praxis gerecht werden kann, haben wir einmal genauer unter die Lupe genommen.



Das Spiel erzählt die Geschichte von Ken Ogawa, der auffallende Ähnlichkeiten zu Ryu Hayabusa aus "Ninja Gaiden" aufweist und wie sein augenscheinliches Vorbild todesmutig aus Helikoptern springt, sich in bester Ninja Manier nahezu unsichtbar machen kann und dabei gegen allerlei fiese Kreaturen kämpft. Und dies ist auch dringend erforderlich, da Tokyo von einer Parasitenattacke erschüttert wird, die alle Wesen in zerstörungswütige Monster und somit die Welt in ein Trümmerfeld verwandelt. Natürlich ist Ken die letzte Hoffnung dieses Schicksal von der Menschheit abzuwenden.

Dabei wird das Geschehen mithilfe zahlreicher Zwischensequenzen und Quick-Time-Events erzählt, in denen der Spieler die auf dem Bildschirm aufleuchtenden Tasten zur rechten Zeit drücken muss, um mit besagten Zwischensequenzen interagieren zu können. Nicht gänzlich neu, diese Idee - aber erstens scheint der Anspruch der Entwickler sowieso nicht auf bahnbrechende Innovation, sondern eher auf die Erschaffung eines deftigen Actionspektakels gerichtet zu sein. Und zweitens sorgen diese Quick-Time-Events dafür, die Aufmerksamkeit des Spielers auch während der Cutscenes zu fesseln.

Wer "Ninja Blade" spielt, sollte dies nicht wegen der Einzigartigkeit seines Gameplays tun, sondern wegen seiner übertriebenen, fast schon aberwitzigen Action, durch die beinahe jedes Level besticht. Denn Ken Ogawa tötet seine Widersacher nicht einfach, er beendet ihre Existenz in einem Stil, der normalerweise gute B-Movies auszeichnet. Wie tötet man am besten eine Riesenspinne? Natürlich mit der Abrissbirne. Und genauso sind umherfliegende Autos und Metallteile nicht einfach nur Schrott. Man muss sie wie Plattformen nutzen und darüber hinweg hüpfen. Viele Finishing-Moves, die Ken beherrscht, sorgen daher bei einem Zockerabend mit Freunden durch ihren schieren Irrwitz für kollektives Gröhlen auf der Couch.

Dummerweise besteht das Spiel aber nicht nur aus Finishing Moves. Der Rest von "Ninja Blade" kann leider nicht so überzeugen. Und daraus resultiert, dass der Titel über weite Strecken durch eintöniges Leveldesign und mittelmäßige Hack'n'Slay Passagen Langeweile verursacht. Prinzipiell sind nämlich fast alle Level gleich im Aufbau: gegelegentliche Baller-Abschnitte, in denen ihr ein Turret bemannt, Hack'n'Slay Passagen, in denen Ken die Gelegenheit hat, sein sehr überschaubares Arsenal an Schwertern und einem magischen Wurfstern gegen seine Gegner einzusetzen und Plattformhüpfereien in Form von Quick Time Events. Abgerundet werden die Abschnitte jeweils durch einen Zwischengegner und teilweise auch einen überdimensionalen Endgegner. Während ihr euch durch das Spiel hindurch schnetzelt, sammelt ihr Rote Orbs, die ihr - wer hätte das gedacht - gegen Waffenupgrades und neue Moves eintauschen könnt. Aufgrund der mangelhaften KI kann jeder Gegner, sogar die meisten Endgegner, auf simpelste Art und Weise besiegt werden, wenn man einmal den Dreh raus hat.

Man bekommt einfach zu oft das Gefühl, dass die Entwickler bei dem Versuch "Ninja Blade" zu einem Actionreißer zu machen, zu sehr ein geschmeidiges Gameplay außer Acht gelassen haben. Auch grafisch variiert das Spiel zwischen sehr ansehnlich und geradewegs schlecht. Ken und seine Gegner sind beispielsweise fast durch die Bank weg wirklich nett animiert, während die Umgebung und Leveldesign total uninspiriert und detailarm wirken und eher an "Ninja Gaiden" für Arme erinnern. Und zu allem Überfluss wiederholen sich sowohl die Gegnertypen, als auch die Levelabschnitte, als hätte man keine Lust gehabt, sich noch mehr unterschiedliche Kreaturen auszudenken.


FAZIT: "Ninja Blade" ist kein schlechtes Hack'n'Slay. Vielmehr würde dem Spiel stellenweise etwas mehr Feintuning gut zu Gesicht stehen. Beispielsweise hätte man beim Leveldesign etwas mehr Detailtreue an den Tag legen können, die Kollisionsabfrage könnte genauer sein und auch die KI sorgt bezeiten für einen faden Beigeschmack. Andererseits sorgen die schicken Animationen der Finishing Moves und die riesigen Endgegner für Aha-Erlebnisse. Dennoch schadet es sicherlich nicht, das Spiel vor dem Kauf erst einmal zu testen, da es sicherlich nicht jeden Spieler mitreißen kann.




Bewertung
Gameplay : 70% Sound : 65% Grafik : 60% Steuerung : 65% Multiplayer : -%
Gesamt-Bewertung


Erstellt am : 21.06.2009      Autor : Marc Gillessen          © EVO-X.DE & XBLIVE.DE
GAME-FACTS
Publisher : Microsoft
Entwickler : From Software
Release : 03.04.2009

Genre : Action
Player : 1
USK Einstufung

ab 16 Jahre
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Titel : Ninja Blade      Publisher : Microsoft      Release : 03.04.2009
Titel : Ninja Blade      Publisher : Microsoft      Release : 03.04.2009
Titel : Ninja Blade      Publisher : Microsoft      Release : 03.04.2009
Titel : Ninja Blade      Publisher : Microsoft      Release : 03.04.2009
Titel : Ninja Blade      Publisher : Microsoft      Release : 03.04.2009
Titel : Ninja Blade      Publisher : Microsoft      Release : 03.04.2009
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