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In der riesigen Großstadt ist die Nacht eingebrochen und ihr sitzt fest in eurem, bis zum Anschlag getunten Fahrzeugen. Hochglanzpolierte Felgen und edle Designlackierungen runden die hoch gezüchteten Boliden ab. Der Hip-Hop Song „Keep it Gangster“ dröhnt aus dem Radio und für euch gibt es nur ein Ziel: Siegen um jeden Preis. Schnallt euch an, denn ihr spielt gerade Midnight Club 3: Dub Edition.


Die Karriere “Hey Baby - nicht überall kann man sich hoch schlafen“

Wie bei vielen anderen Rennspielen startet ihr mit einem geringen Startkapital und müsst euch dafür am Anfang erstmal ein mehr oder weniger langsameres Auto mit wenig „Pimp-Faktor“ kaufen. Wenn ihr dann auf den Straßen der ersten Stadt „ San Diego“ cruisend unterwegs seid, sucht ihr euch einen Rivalen, um diesem dann bei einem Checkpointrennen die Moneten aus der Tasche zu ziehen. Von dem gewonnenen Geld könnt ihr euch dann entweder eine neue Karosse kaufen, oder eure aktuelle nach allen Regeln der Kunst aufmotzen. Beim Tuning sind euch was Teileauswahl und Möglichkeiten angeht fast keine Grenzen gesetzt. Angesichts der übermächtigen Konkurrenz „Need for Speed Underground 2“ oder Titeln wie Forza Motorsport und Burnout 3 liegt die Meßlatte ja schon ordentlich hoch. Mit den insgesamt 66 Vehikeln, darunter Marken wie Lamborghini, Hummer, Kawasaki, Aprilia um nur einige zu nennen, könnt ihr aber nicht nur durch San Diego rasen. Im Verlauf der Karriere schaltet ihr zusätzlich Detroit und Atlanta frei. Der bedeutendste Unterschied zwischen Midnight Club 3 und den zuvor genannten Games ist die komplette Freiheit. Wie man das vom großen Bruder GTA gewohnt ist, kann man seinen kompletten Weg selbst auswählen. Sowohl während einer Tour, als auch während der Rennen bleibt es euch überlassen, wie ihr zum Ziel gelangt. Das man da die ein oder andere Abkürzung mitnimmt um den Gegner auszuhebeln ist selbstverständlich. Insgesamt ist der Karrieremodus in Folge der riesigen Städte und des umfangreichen Tuningmodus sehr gut gelungen. Lediglich der teils doch recht dichte Verkehr treibt den Spieler oftmals zur Weißglut, besonders wenn man gerade dabei ist ein Rennen zu gewinnen. Glücklicherweise gibt es neben dem Einsatz von „Nitro“ auch die Möglichkeit den so genannten „Roar“ Modus zu benutzen, der den kompletten Verkehr vor eurer Nase „wegpustet“ und euch in einer Notsituation den Weg ebnet. Verziert wird das Ganze noch durch ein weiteres cooles Feature: Der Renneditor, in dem der Spieler die Möglichkeit hat die Checkpointrennen in den Städten selbst zu gestalten.


Ein Effektfeuerwerk

Grafisch passt das Spiel perfekt ins Genre. Die grandiosen Licht- und Verwischeffekte sorgen nicht nur für eine perfekte Streetracing Atmosphäre, sondern sie lassen Midnight Club 3 auch unglaublich rasant wirken. Trotz der traumhaften Spiegeleffekte kommen die Wagenmodelle aber qualitativ nicht an die des Genreprimus Forza Motorsport heran, dafür ist der Detailgrad einfach zu niedrig und ein bisschen mehr Kantenglättung würde der Optik nicht schaden. Die Städte in der charakteristische Nachtdarstellung sind schön in Szene gesetzt und wirken authentisch. Das Effektfeuerwerk hat aber auch seine Schattenseiten. Ab und an treten Slowdowns und Ruckler auf, die aber wegen ihrer Seltenheit fast gar nicht ins Gewicht fallen.


Let’s rock

Wenn sechs Motoren von auf getunten Schlitten kurz vor einem Start aufheulen, ist das für jeden Rennfan einfach das Größte. Midnight Club 3 stellt dieses Szenario mit voller Dolby Digital Unterstützung besonders gut dar. Die satten Motorensounds von Hummer und Co., die quietschenden Reifen und der vorbeizischende Verkehr lassen das Spielerherz höher schlagen. Weiterhin dröhnt ein satter Sound aus eurem Radio. Über 100 Tracks von Hip-Hop bis Hardrock haben es in das Spiel geschafft und demjenigen dem diese Titel trotz der großen Auswahl nicht reichen, ist die Custom Soundtrack Funktion ans Herz zu legen, in der man seine eigenen Soundtracks einspielen kann.


Ran ans Lenkrad

Midnight Club 3 ist ein eher arcadelastiger Titel, welches sich an der Steuerung sofort fest machen lässt. Die Befehle gehen einfach von der Hand und überfordern zu keinem Zeitpunkt. So driftet ihr euer Fahrzug nahezu ohne große Bremsmanöver um die Kurven. Falls die Schleuder doch mal ausbrechen sollte, lässt sie sich ganz leicht wieder einfangen. Besonders die Steuerung der zweirädrigen Fahrzeuge wurde überarbeitet. So lassen sich nun die Motorräder einfacher steuern und es kommt nicht mehr so schnell zu einem Sturz wie beim Vorgänger. Ihr müsst die Karre schon frontal gegen einen anderen Verkehrsteilnehmer fahren um über den Lenker zu fliegen. Wem die Standardsteuerung nicht gefällt, der hat die Möglichkeit sie nach eigenen Wünschen zu konfigurieren. Ein sehr gutes Feature das man bei vielen aktuellen Titeln leider oft vermisst. Für Fans von Rüttelpartien ist natürlich auch gesorgt. So hat das Spiel Lenkradunterstützung mit vollem Force-Feedback Support.


Duell gefällig?

Wer gerne mal mit einem Freund oder gleich mehreren Leuten auf der Netzwerkparty seine Runden drehen möchte, ist bei Midnight Club 3: Dub Edition genau richtig. An einer Xbox lässt sich das Spiel im Splitscreen-Mode mit zwei Leuten spielen, im System Link kann man mit bis zu acht Leuten zocken. Die drei Städte sind auch hier frei befahrbar und das Spiel läuft auch zu mehreren Leuten stets flüssig und macht dank der großen Fahrzeugauswahl und der absoluten Freiheit viel Spaß.


Midnight Club 3 Live

Spieler die sich gerne Online mit anderen Leuten messen möchten haben bei MC 3 die Gelegenheit dazu. Auch Online lässt sich zu acht mit den getunten Karren völlig frei durch die virtuellen Städte cruisen. Wer als Erster alle Checkpoints kassiert, gewinnt. Das mit Xbox Live 3.0 ausgestattete Spiel läuft meist lagfree und dank der erweiterten Ranglisten weiß man sofort wo man im Rennolymp von Xbox Live steht. Die Möglichkeit der „Downloadable Contents“ sieht das Spiel ebenfalls vor, aber ob diese auch folgen werden steht noch in den Sternen. Insgesamt ist der spaßige Onlinemodus von Midnight Club 3 immer für eine kleine Runde zwischendurch mal gut.


Fazit

Midnight Club 3 steht dem großen Konkurrenten von Electronic Arts in nichts nach. Die Bewegungsfreiheit in der Stadt ist besser realisiert, die Grafik sieht noch einen Tick besser aus, Tuningmöglichkeiten und Fahrzeugwahl lassen keine Wünsche offen und das Geschwindigkeitsgefühl kommt fast an das von Burnout 3 ran. Meine Empfehlung lautet: Wer auf Arcade-Racer mit gutem Onlinemodus und auf prollige Schlitten steht sollte auf jeden Fall zugreifen.

 Facts
Publisher : Take2USK : 6
Entwickler : Rockstar San DiegoRelease-Date : 24.05.2005
Global Sound/Bild Steuerung XBOX-Live
Offline Players1-2
Systemlink1-8
Xbox ExklusivNein
THX SoundNein
Dolby 5.1Ja
TV-Format16:9
LenkradJa
Arcade StickNein
Light GunNein
Online MultiplayerJa
Content DownloadsJa
  


Bewertung
Gameplay : 87% Sound : 90% Grafik : 80% Steuerung : 90% Multiplayer : 85%
Gesamt-Bewertung


Erstellt am : 24.06.2005      Autor : Ansgar Babucke          © EVO-X.DE & XBLIVE.DE
PACKSHOT
         
         
         
         
         
         
         
         
         
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