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Videospieleumsetzungen von bekannten Brettspielklassikern sind längst keine Seltenheit mehr. Klassiker wie Risiko, Scrabble oder Monopoly haben bereits ihren Weg auf die heimischen Konsolen gefunden. Mit Trivial Pursuit veröffentlicht EA nun ein weiteres virtuelles Brettspiel. Inwiefern die Umsetzung gelungen ist, verraten die folgenden Zeilen.


Trivial Pursuit zählt wohl zu den bekanntesten Brettspielen überhaupt, daher dürfte den meisten auch das Spielprinzip bekannt sein. Im Grunde geht es nämlich einfach nur darum, seine Allgemeinbildung mit anderen Gegenspielern zu messen. Hierzu müssen Wissensfragen zu insgesamt sechs verschiedenen Kategorien beantwortet werden. Erdkunde (blau), Unterhaltung (pink), Geschichte (gelb), Kunst und Literatur (violett), Wissenschaft und Technik (grün) und Sport und Vergnügen (orange) lauten die enthaltenen Themengebiete. Doch wie gewinnt man dieses Spiel? Nun, zu jeder Kategorie gibt es eine so genannte Wissensecke und wer zuerst alle Wissensecken erobert hat, zum Startbereich (Zentrum) zurückkehrt und eine finale Masterfrage beantwortet, hat die klassische Methode von Trivial Pursuit gewonnen. In EAs digitalisierter Fassung von Trivial Pursuit wird dies genauso gehandhabt. Mit dem winzigen Unterschied, dass es in der Konsolenfassung neben dem klassischen Modus auch noch einen Tempo- und einen Partymodus gibt. Die Modi Party und Klassik unterscheiden sich nur geringfügig voneinander. Beide sind grundsätzlich nur im Mehrspielermodus spielbar, verglichen mit dem klassischen Modus steht die Punktezahl im Partymodus jedoch viel mehr im Vordergrund. Zudem kann man im Wissensecken-Duell dem Gegner eine heiß begehrte Ecke stibitzen. Einige lustige Bonusitems wie z.B. ein Teleporter, ein Multiplikator oder gar eine Bombe bringen dann zusätzliche Abwechslung in den Spielmodus. Der Tempomodus wurde speziell für Solisten geschaffen und kann demnach nur allein gespielt werden. Hier geht es darum, so viele Fragen wie möglich zu beantworten um den Multiplikator in die Höhe zu treiben. Wird eine Wissensecke erobert, verschwinden sämtliche Fragen dieser Kategorie und das Spielfeld verkleinert sich. Insgesamt 20 „Missionsziele“ (z. B. „Erreiche einen 5x-Multiplikator“) versuchen den Spieler auch längerfristig mit diesem Modus zu beschäftigen. Leider ist hier aber schnell die Luft raus und überhaupt kommt nur im Mehrspielermodus wirklich Spaß auf. Mit Freunden und Familie entfaltet sich das Spiel so richtig und spaßige Quizabende sind garantiert. Schade ist nur, dass es kein Onlinemodus ins fertige Spiel geschafft hat, schließlich haben Titel wie Buzz oder Scene-It dies erfolgreich vorgemacht. Zumindest in quantitativer Hinsicht sind die zu Beginn enthaltenen Fragen völlig ausreichend, denn es kommt nur äußerst selten zu wiederholten Fragen. Störend ist hingegen der viel zu niedrig angesetzte Schwierigkeitsgrad, welcher unter anderem auf das oft verwendete Multiple-Choice-Prinzip zurückzuführen ist. Immerhin sind die Fragentypen recht abwechslungsreich geworden. Neben normalen Fragen gibt es nämlich auch Bilderrätsel und manchmal müssen sogar Orte bzw. Länder auf einer Weltkarte markiert oder Jahreszahlen erraten werden. Außerdem möchte EA künftig neue Fragenpackete im XBOX Marktplatz und PSN Store anbieten. Den Anfang macht das Filmfragenpacket, welches sogar kostenlos verfügbar ist. Der Schwierigkeitsgrad ist hier sogar um einiges höher angesetzt und gerade Filmfans werden hiermit jede Menge Spaß haben! Hinsichtlich der Steuerung kann man den Jungs von EA ein großes Lob aussprechen. Trivial Pursuit steuert sich einfach nur perfekt und ist sehr einfach zu bedienen. Auf spezielle Buzzercontroller wurde verzichtet, völlig zurecht.

Optisch ist Trivial Pursuit natürlich keine Augenweide, dafür präsentiert sich der Titel aber ausreichend gut und steht der Quizkonkurrenz eigentlich in nichts nach. Das Spielfeld ist angenehm übersichtlich und schlicht gehalten und die Animationen hinterlassen einen charmanten Eindruck. Außerdem läuft Trivial Pursuit stets flüssig, weshalb es hier grafisch nichts zu bemängeln gibt. Beim Sound schaut dies leider etwas anders aus. Die Stimme des Sprechers ist zwar durchaus angenehm, jedoch wiederholen sich die Sprüche zu oft, wodurch viele Gags schnell an Reiz verlieren und mit der Zeit so richtig nerven. Gleiches gilt für die extrem eintönige Musik.

Fazit:
Trivial Pursuit ist ein solides, digitales Brettspiel geworden, welches für viele Spieler leider viel zu einfache Fragen enthält und Solisten nicht lange genug beschäftigen kann. Versammelt man sich aber regelmäßig mit Freunden und Familie vor dem heimischen Fernseher, avanciert Trivial Pursuit zu einem echten Partyhit. Wer bereits mit Titeln wie Buzz oder Scene-It Spaß hatte, der darf auch hier bedenkenlos zugreifen.


Bewertung
Gameplay : 70% Sound : 70% Grafik : 70% Steuerung : 85% Multiplayer : 85%
Gesamt-Bewertung


Erstellt am : 12.04.2009      Autor : Tim Berwian          © EVO-X.DE & XBLIVE.DE
GAME-FACTS
Publisher : Electronic Arts
Entwickler : EA Games
Release : 12.03.2009

Genre : Party
Player : 1-4
USK Einstufung

ohne Altersbeschränkung
Homepage
electronic-arts.de
Titel : Trivial Pursuit      Publisher : Electronic Arts      Release : 12.03.2009
Titel : Trivial Pursuit      Publisher : Electronic Arts      Release : 12.03.2009
Titel : Trivial Pursuit      Publisher : Electronic Arts      Release : 12.03.2009
Titel : Trivial Pursuit      Publisher : Electronic Arts      Release : 12.03.2009
Titel : Trivial Pursuit      Publisher : Electronic Arts      Release : 12.03.2009
Titel : Trivial Pursuit      Publisher : Electronic Arts      Release : 12.03.2009
Titel : Trivial Pursuit      Publisher : Electronic Arts      Release : 12.03.2009
Titel : Trivial Pursuit      Publisher : Electronic Arts      Release : 12.03.2009
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