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Spielerisch hat sich verglichen mit dem Vorgänger nur wenig geändert. Armored Core: For Answer ist eine eher arcade- und actionlastige Kampfrobotersimulation, die dennoch alles andere als einsteigerfreundlich ist. Deshalb werden Anfänger zu Beginn des Spiels auch mit dem umfangreichen und teilweise auch recht langweiligen Tutorial versorgt. Während erfahrene Spieler sich direkt zurecht finden werden, benötigen Neulinge viel Zeit um sich mit der komplexen Steuerung vertraut zu machen. In Armored Core: For Answer sind nämlich alle Knöpfe belegt und manche Buttons haben sogar mehrere Funktionen. Hat sich der Spieler dann endlich an die Steuerung gewöhnt, kann das Abenteuer auch endlich beginnen. Leider aber hinterlässt das Missionsdesign einen ziemlich eintönigen Eindruck. Auch wenn die Armored Core-Serie schon immer eher auf Action aus war, hätten sich die Entwickler ruhig abwechslungsreichere Missionsziele einfallen lassen können. Meistens muss der Spieler einfach nur bestimmte Einheiten zerstören, verbündete Einheiten beschützen oder die so genannten Kampfstationen infiltrieren. Hinzu kommen noch einige Nebenherausforderungen und Bosskämpfe. Letztere sind spielerisch das absolute Highlight dieses Titels, da sie wirklich spannend inszeniert sind, ganz im Gegensatz zum Rest des Spiels. Am Ende jeder Mission bekommt der Spieler dann das wohl verdiente Geld aufs Konto gutgeschrieben, womit die Kampfroboter dann aufgerüstet werden können. Die vielen Bauteile und Tuningoptionen stellen auch gleichzeitig den absoluten Pluspunkt dieses Spiels dar. Während dem Spieler in den Vorgänger ca. 300 Bauteile zur Verfügung standen, enthält Armored Core: For Answer nun satte 440 Teile. Und damit lässt sich so einiges anstellen. Teilweise ertappt man sich, wie man Stunden mit dem komplexen Editor verbringt. Die Mechs lassen sich nicht nur aufrüsten sondern auch komplett neu erbauen. Hierbei muss man allerdings beachten, dass man das richtige Gleichgewicht der unterschiedlichen Attribute beibehält. Die erbauten Kampfroboter können dann auch auf einem Trainingsgelände ausgiebig getestet werden.
Während bei Armored Core: For Answer im Singleplayerpart relativ schnell Langeweile aufkommt, macht der Multiplayermodus zum Glück einen wesentlich spaßigeren Eindruck. Erstmals ist es möglich, über 30 verschiedene Missionen kooperativ mit einem Freund zu zocken. Leider ist dies allerdings nicht via Splitscreen möglich, nur über System Link oder XBOX Live. Gleiches gilt auch für den stinknormalen Versusmodus. Via System Link oder XBOX Live können hier bis zu acht Kampfroboter gegeneinander antreten. Online läuft dies dann auch größtenteils angenehm flüssig ab, das Problem ist jedoch, dass man hier nur selten die passenden Spieler antrifft. Vor allem deutsche Spieler sucht man hier vergebens. Trotz dieser kleinen Community sollen weitere Downloadinhalte künftig auf dem XBOX Live Marktplatz veröffentlicht werden. Gerade für Technikfreaks könnte dies eine ganz interessante Angelegenheit werden, sollten zum Beispiel neue Bauteile nachgereicht werden.
Die Armored Core Serie war noch nie für ihre überragende Technik bekannt und dies sollte man auch nicht vom neuesten Teil erwarten. Am schlimmsten ist die miserable Kameraführung, die einen schlicht zum ausrasten bringt. Die Landschaften und Gebäude wirken leider immer noch extrem leb- und farblos und allgemein wurde das Spiel mit zu wenigen Texturen und Effekten versehen. Überzeugend sind hingegen die sehr ansehnlich gestalteten Kampfroboter und ordentlich animierte und inszenierte CGI-Zwischensequenzen. In Puncto Sound schlägt sich der Titel etwas besser, kommt aber auch nicht über den Durchschnitt hinaus. Bedauerlich ist hierbei vor allem, dass das Spiel lediglich in englischer Sprache vorhanden ist. Beherrscht man diese Sprache nicht, wird man es sehr schwer haben, da der Titel eigentlich recht textlastig ist.
Fazit: Bei Armored Core: For Answer handelt es sich definitiv um ein Nischenprodukt und daher wird der Titel wohl ausschließlich Fans der Serie ansprechen. Die bekommen dann auch genau das serviert, was sie erwartet haben. Sowohl technisch, als auch spielerisch hat sich der Titel nämlich nur geringfügig weiterentwickelt und kommt leider immer noch mit einem sehr eintönigen Missionsdesign daher. Immerhin enthält das Spiel nun einen noch komplexeren Mecheditor und einen unterhaltsamen Coopmodus, was alle Mechfans länger an der Stange halten wird. Neulinge werden es mit diesem Game leider überaus schwer haben, da es alles andere als einsteigerfreundlich ist.
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