Ähnlich wie auch The Broken Bond oder Rise of a Ninja besitzt Ultimate Ninja Storm neben einem ganz gewöhnlichen Kampfmodus auch einen Storymode. Dort werden die ersten 135 Episoden des Animes erzählt, was vor allem Neueinsteiger erfreuen dürfte. Kennern dürfte wohl aufgefallen sein, dass Ubisoft dafür sogar zwei Teile benötigt hat, weshalb leider abzusehen ist, dass Ultimate Ninja Storm nur das gröbste der Handlung wiedergibt. Anfänger bekommen einen guten Überblick, während Fans der Serie schnell merken werden, was hier alles übersprungen und ignoriert wurde. Spielerisch ähnelt Ultimate Ninja Storm sehr seiner Konkurrenz, denn auch hier gilt es, Aufträge anzunehmen, die größtenteils aus Kampf- und Suchmissionen bestehen. Zusätzlich müssen oft auch bestimmtes Moves ausgeführt werden. Die Missionen sind in zwei verschiedene Arten unterteilt: Nebenmissionen erhöhen die Erfahrungspunkte, welche benötigt werden, um weitere Storymissionen absolvieren zu können. Demnach ist der Spieler, anders als in The Broken Bond, quasi dazu gezwungen teils nervige Nebenmissionen zu bestreiten. Der Missionsablauf ist hierbei leider sogar noch abwechslungsarmer ausgefallen als in den Ubisoft Titeln. Hier liegt der Schwerpunkt noch mehr auf den Kämpfen. Diese sind dafür aber um einiges intensiver und das Kampfsystem ist zwar leicht erlernbar, entpuppt sich später aber auch als unheimlich komplex und tiefgängig. Insgesamt betrachtet ist Ultimative Ninja Storm nicht so spannend inszeniert, wie die beiden Vorgänger, aber dafür können sich vor allem die Bosskämpfe wahrlich sehen lassen. Durch unzählige Quick Time Events fühlt man sich hier aber eher wie in einem God of War Game, als wie in einem Beat 'em Up. Nach ca. zwölf Stunden dürfte jeder den Storymodus beendet haben und spätestens dann sollte man sich dem Kampfmodus zuwenden. Hier wurden dem Spieler 25 verschiedene Kämpfer zur Verfügung gestellt und die verschiedenen Fähigkeiten kommen hier etwas deutlicher zur Geltung, als in anderen Narutotiteln. Der Multiplayermodus mit bis zu zwei Spielern zählt zu den spaßigsten im Genre, wodurch es äußerst merkwürdig ist, dass hier kein Onlinemodus integriert wurde. Nicht einmal ein Turniermodus fand den Weg ins fertige Spiel.
Im direkten Vergleich mit Naruto: The Broken Bond ist Ultimate Ninja Storm optisch ein wenig besser gelungen. Die Cel-Shading Optik haut jeden Animefan vom Hocker, denn technisch gleichen die Charaktere nicht nur ihrem TV-Original, stellenweise wird dies sogar dank der hochauflösenden und äußerst detaillierten Grafik übertroffen. Hinzu kommen blitzschnelle Kameraperspektiven und grandiose Spezialeffekte, welche die Kämpfe noch spannender gestalten lassen. In puncto Präsentation hinkt das Spiel jedoch trotzdem etwas hinterher. Hier gibt es nur wenige Ingame Zwischensequenzen, die die Story voran treiben, das meiste erfolgt über ellenlange Textpassagen. Die akkustische Untermalung ist in Naruto: Ultimate Ninja Storm dafür ein wenig besser als bei Naruto: The Broken Bond, während die Synchronisation absolut ebenbürtig ist. Auch hier darf sich der Spieler zwischen der englischen und der japanischen Synchronisation entscheiden. Allgemein versprüht Ultimate Ninja Storm aber nicht ganz so gut den Flair der Sendung, wie man es von den Ubisoft Games kennt, was an der eben bereits bemängelten Präsentation liegt.
Fazit:
Mit Naruto: Ultimate Ninja Storm gelingt Bandai Namco zwar nicht der ganz große Wurf, aber immerhin das beste aller Sony-exklusiven Naruto Games. Optisch spielt der Titel in der ersten Liga, hat dafür allerdings Defizite hinsichtlich der Präsentation. Das Kampfsystem ist unglaublich leicht zu erlernen, gleichzeitig aber komplex genug, um Kenner zufrieden zu stellen. Ähnlich wie bei den Konkurrenzprodukten mangelt es dem Spiel im Storymodus an Abwechslung, der sehr spaßige Multiplayermodus tröstet zwar darüber hinweg, aber der fehlende Onlinemodus hinterlässt einen faden Beigeschmack. Abschließend kann ich den Titel vor allem jenen empfehlen, die Wert auf ein gutes Kampfsystem legen. Narutofans, die viel Wert auf eine gute Erzählung und Inszenierung legen, sollten lieber zu Naruto: The Broken Bond bzw. Rise of a Ninja greifen.