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Mit „Call of Duty – World at War“ verfolgte man bei den Treyarch Studios das Ziel das Genre der Zweiten Weltkriegs-Shooter neu zu definieren. Als wir bei der Vorstellung des Titels auf der Games Convention nachfragten, wie genau dies vonstatten gehen solle, konnte man uns keine richtige Antwort geben. Lediglich das intensivste Weltkriegs-Feeling, das man je erleben konnte, versprach man uns. Nun ist die Vollversion erhältlich und wir haben geschaut, inwiefern diese Versprechungen der Wahrheit entsprechen.



Im fünften Teil der Call of Duty-Reihe sollt ihr an zwei unterschiedlichen Schauplätzen den zweiten Weltkrieg zugunsten der Alliierten entscheiden. Zum einen in der Rolle von Private Miller, der im Kampf gegen die Japaner mit seiner Einheit der US-Truppen im Südpazifik einen Brückenkopf auf der Halbinsel Peleliu errichten muss, zum anderen in der Rolle des russischen Soldaten Dimitri Petrenko, der Stalingrad von den Deutschen zurückerobern, sowie am Sturm auf Berlin teilnehmen muss. Beide Szenarien sind, wie WWII-erfahrenene Shooter-Veteranen wissen werden, nicht gänzlich neu, und irgendwo schon mal da gewesen.

Die Kampagne selbst spielt sich wieder ähnlich actionreich und spannungsgeladen, wie bereits die Vorgänger. Es herrscht eine sehr dichte Atmosphäre und die Missionen sind grandios gescriptet. Man kommt streckenweise kaum zum Luft holen. Genau wie im Multiplayer kann man auch in der Kampagne an Bord von Panzern gehen und muss auch Fahrzeug-Abschnitte absolvieren.  Eine Sniper-Mission ist ebenfalls wieder dabei. Erstmals kann man auch eine Light-Version der Kampagne im Koop-Modus spielen. Allerdings fehlen einige Missionen und bei der Splitscreen-Variante ist der Bildschirm so ungünstig aufgeteilt, dass fast ein Viertel des Bildschirms nicht genutzt wird. Aber egal, ob man nun alleine oder im Koop-Modus spielt, spielt sich die Kampagne sehr abwechslungsreich, auch wenn man fast alles schon mal in irgendeinem anderen Spiel oder „Call of Duty“-Teil schon mal gesehen hat. Mit fünf bis sechs Stunden Spielzeit ist die Kampagne allerdings noch kürzer als beim Vorgänger.

Grafisch hat man Feintunig betrieben. Die Feuereffekte,  wenn man beispielsweise mit dem Flammenwerfer Palmen abfackelt oder Bunker ausräuchert sind sehr ansehnlich. Die Levels bieten größtenteils schöne Texturen, die Charakter sind nett animiert. Leider kann man immer noch keine Gebäude zerstören oder Mauern sprengen, wie zum Beispiel bei Battlefield. Doch macht das Spiel technisch einen guten Eindruck.

Die Soundkulisse trägt einiges zu der tollen Atmosphäre des Titels bei. Besonders die Artillerieschläge sorgen akkustisch für Angst und Schrecken. Die Synchronsprecher machen einen guten Job, wobei das Spiel natürlich im Originalton authentischer wirkt. Generell ist die deutsche Fassung des Spiels um einige Aspekte beraubt. Alle Hakenkreuze sind durch Eiserne Kreuze ersetzt worden, der Zombie-Modus, bei dem Mann Wellen von Nazi-Zombies bekämpfen muss, wurde ersatzlos gestrichen und einige weitere Details zum Nachteil der deutschen Spieler geändert. Deshalb ganz klar die Empfehlung zur UK- oder US-Version zu greifen.

Das eigentliche Prunkstück des Spiels ist aber der Multiplayer Modus. Hier können bis zu 18 Spieler online in vielen verschiedenen Spielmodi auf insgesamt 13 verschiedenen Karten gegeneinander antreten. Das Lobby- und Rangsystem des vierten Teils hat man dafür beibehalten und lediglich um ein paar Details verändert. Es gibt neue Perks, eine eigene Fahrzeug-Perk-Klasse. Nach und nach könnt ihr mit eurem Profil im Rang aufsteigen und dadurch neue Waffen, Spielmodi und Herausforderungen freispielen. Als neuer Spielmodus ist „Capture the Flag“ hinzu gekommen.  Wie man nichts anderes erwarten durfte, dienen wieder mal die altbekannten zweiten Weltkriegswaffen als Argumentationsverstärker und anstelle eines Kampfhubschraubers kann man nach sieben Kills in Serie die Hunde auf die Gegner loslassen.




FAZIT: Mit dem fünften Teil haben die Treyarch Studios ein Stück solide Programmierarbeit abgeliefert. Der Titel bietet eine ansehnliche Grafik, teilweise bombastischen Sound, eine spannende und actiongeladene, aber dennoch zu kurze Kampagne und einen sehr umfangreichen Multiplayer-Modus. Aber schon wieder zweiter Weltkrieg? Das hatte man schon zu oft und so hinterlässt „Call of Duty – World at War“ trotz der Tatsache, dass es keine großen Mankos aufweist, den Eindruck, fast alles an anderer Stelle schon mal gesehen zu haben. Wer sich noch mal auf den zweiten Weltkrieg einlassen möchte, bekommt ein gutes Spiel mit ordentlichem Umfang. Alle anderen werden wohl mit CoD 4 gücklicher.



Bewertung
Gameplay : 79% Sound : 89% Grafik : 87% Steuerung : 79% Multiplayer : 87%
Gesamt-Bewertung


Erstellt am : 02.12.2008      Autor : Marc Gillessen          © EVO-X.DE & XBLIVE.DE
GAME-FACTS
Publisher : Activision
Entwickler : Treyarch
Release : 13.11.2008

Genre : Ego Shooter
Player : 1
USK Einstufung

keine Jugendfreigabe
Homepage
callofduty.com
Titel : Call of Duty 5 - World at War      Publisher : Activision      Release : 13.11.2008
Titel : Call of Duty 5 - World at War      Publisher : Activision      Release : 13.11.2008
Titel : Call of Duty 5 - World at War      Publisher : Activision      Release : 13.11.2008
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