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Allein die Musik im Hauptmenü vermittelt schon die Atmosphäre des neuen Settings: Afrika! Und sofort nach der Charakterauswahl heißt es Welcome to the Jungle und fasten your Seatbelts ...


Man startet als Söldner glücklich auf einem Jeep, weil man noch nicht weiß, dass Malaria bereits dabei ist, alles gegen das gute „Sommer, Sonne, Sonnenschein“-Feeling zu tun. Die nächsten Stunden erweisen sich als Qual, man wacht auf, hört Schüsse und versucht schnellstmöglich aus dem Haus zu flüchten, in dem man sich gerade befindet. Auch wenn sich der Haupteingang vermutlich nicht als die beste Alternative anbietet, gibt man per Thumbstick möglichst schnell Fersengeld und landet zu allem Überfluss sofort in einem Kampf zwischen rivalisierenden afrikanischen Gangs. Bevor man sich in Deckung hechten kann, wird der Bildschirm schwarz. Der erste demotivierende Moment - alles noch mal von vorne. Oder doch nicht? Die Tatsache, dass man nicht erneut im Hotel aufwacht, sondern bei einem Kleinkriminellen, der als Tarnung für Waffen- und Diamantenschmuggel einen Schlafthof nutzt, lässt die Motivationskurve schnell wieder ansteigen.

Der hellhäutige Mann redet sinngemäß etwas wie „ich habe dich gerettet, jetzt arbeitest du für mich“. Gesagt, getan... Nachdem man sich zwischen Schweinehälften und Waffen umgesehen hat, wartet bereits die erste kleine Mission: Repariere den Wagen im Hof, fahre dann dort hin, schau dir das und das an. Im Prinzip erklären einem die ersten Missionen, die uns von dem arroganten kriminellen Mann aufgetragen wurden, das Spielkonzept. Die Bedienung von Fahrzeugen, Waffen, Heilung, der Karte und das Währungssystem, welches lediglich aus Diamanten besteht. Und bereits nach dem ersten Metern, die man sich mit dem gelben Schrotthaufen von Auto vorwärts bewegt, werden die Dimensionen von Far Cry 2 klar: Man hat ein riesiges Areal von 50 Quadratkilometern vor sich und kann noch immer nicht realisieren, dass man diese frei begehen kann. Auch wenn man zumindest als Löwenabwehr immer eine Waffe dabei haben sollte.

Und irgendwo in diesem riesigen Stück Natur befindet sich das Ziel des Spiels: Der Waffenhändler Schakal, der die beiden sich rivalisierenden Gruppen APR und UFLL mit reichlich Schießgeräten beliefert. Folglich muss man sich mit vielen Bösewichten zusammentun, aber auch viele Ausschalten. Nebenbei hat man auch noch mit der Malaria-Krankheit zu kämpfen, für die man sich ab und zu eine Pille schmeißen muss. Das beeindruckende an FC2 ist aber nicht die Story.

Viel beeindruckender ist neben der größe des Spiels die Tatsache, dass Far Cry 2 unglaublich gut aussieht und Physik-Aspekte mitbringt, die das Spiel zu einer wahren Augenweide machen. Zuerst einmal hat man einen dynamischen Tag-Nacht-Wechsel sowie umschwingendes Wetter. Ist es trocken, sollte man nicht auf die Idee kommen, den Flammenwerfer nur zum Spaß zu benutzen: Man brennt ganze Landstücke und Bäume mit einem kleinen Flämmchen nieder - je nach dem wie der Wind steht, kann man sogar das Pech haben, von Flammen eingekreist zu werden. Aber da des einen Leid manchmal des anderen Freud ist, kann man diese Tatsache auch als strategischen Aspekt gegen seine Gegner nutzen. Neben den vielen Waffen gibt es unzähligen Fahrzeuge, die bei Überbeanspruchung auch mal eine persönliche Inspektion einfordern. Der Spieler hat immer einen Schraubenschlüssel dabei, der ein Fahrzeug ruck-zuck wieder flott macht. Sogar Waffen haben Defekte: Nach extremer Nutzung haben nicht nur gefundene, sondern auch gekaute Waffen Ladehemmungen und können kaputt gehen. Auch andere Objekte sind zerstörbar: Paletten, Fässer, Gasbehälter - es gibt viele Dinge, die viel „booom“ machen können. Zum Glück führen aber eine Menge Wege zum Missionsende: Anstatt alles in die Luft zu jagen, kann der Spieler sich den Problemen auch mit einem Sniper-Gewehr von einer Erhöhung im Land annehmen und dabei vermutlich weniger Schaden einstecken. Aber manche mögen es ja mit viel Krach und viel Chaos. Far Cry 2 bietet eben jedem das seine. Was mir allerdings im Inventar des Spielers noch fehlt, ist ein Picknick-Set, um die schönen afrikanischen Landschaften noch länger genießen zu können. Aber auch das ist vermutlich Geschmackssache.

Die Preview-Version von Far Cry 2 hat mir jedenfalls eine große meeeeeehr-Denkblase über den Kopf gezaubert und ich freue mich bereits jetzt auf den Tag, an dem die fertige Version im Postkasten landet und das Spiel aus dem Hause Ubisoft nur darauf wartet, im Review auf Herz und Nieren getestet zu werden - FC2 hat enormes Hit-Potential!


Bewertung
Gameplay : 97% Sound : 95% Grafik : 96% Steuerung : 90% Multiplayer : -%
Gesamt-Bewertung


Kommentar des Redakteurs
Diese Wertung bezieht sich auf das X360 Vorabmuster (PREVIEW) und kann sich mit der Rezensierung des Retailmusters noch ändern.
Erstellt am : 22.09.2008      Autor : Ansgar Babucke          © EVO-X.DE & XBLIVE.DE
GAME-FACTS
Publisher : Ubisoft
Entwickler : Ubisoft Montreal
Release : 24.10.2008

Genre : Ego Shooter
Player : 1
USK Einstufung

keine Jugendfreigabe
Homepage
farcry.de.ubi.com
Titel : Far Cry 2      Publisher : Ubisoft      Release : 24.10.2008
Titel : Far Cry 2      Publisher : Ubisoft      Release : 24.10.2008
Titel : Far Cry 2      Publisher : Ubisoft      Release : 24.10.2008
Titel : Far Cry 2      Publisher : Ubisoft      Release : 24.10.2008
Titel : Far Cry 2      Publisher : Ubisoft      Release : 24.10.2008
Titel : Far Cry 2      Publisher : Ubisoft      Release : 24.10.2008
Titel : Far Cry 2      Publisher : Ubisoft      Release : 24.10.2008
Titel : Far Cry 2      Publisher : Ubisoft      Release : 24.10.2008
Titel : Far Cry 2      Publisher : Ubisoft      Release : 24.10.2008
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