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Der Spieler wird in das Jahr 1944 versetzt: Die größte Luftlandemission des WWII „Operation Market-Garden“ steht in ihren Anfängen. Die Kollegen Joe Hartsock, Matt Baker und der Rest der 101. Luftlandedivision haben nur ein Ziel: Den Hell‘s Highway zu durchbrechen und den Krieg schnellstmöglich zu beenden.
Das Problem: Die Wehrmacht ist überall - und sie ist wachsam. Bei zu auffälligen Bewegungen in der Nähe der Gegner heißt es sofort „In Deckung, wir werden angegriffen!“. Dabei klingen die deutschen Synchronsprecher für die gegnerischen Soldaten allesamt so, als würden sie den Nachnamen Hitler tragen. Ob das nun Absicht oder nur fehlendes Wissen über die deutsche Sprache seitens der Entwickler von Gearbox Software ist sei dahingestellt. Vielleicht denken die ja, wir reden alle so wie... Ach, lassen wir das mit den Vorurteilen.
Sind die Grau- und Braunkittelträger erstmal wachgerüttelt, verhalten sie sich gar nicht so dumm: Positionswechsel und Deckungssuche sind das Standard-Reportoire der KI. Glücklicherweise sind manche Objekte zerstörbar, so dass der Holztisch, hinter dem sich der Wehrmacht-Mensch versteckt, keine große Hilfe ist.
Genau wie bei den Vorgängern kommt man mit stupidem Geballer hier trotzdem nicht vorwärts. Alle Schauplätze bieten genügend Deckung, um die Kollegen durch die Gegend zu kommandieren und die Gegner so aus dem Hinterhalt auszuschalten. Das Spielprinzip ist sogar darauf ausgelegt, dass man alleine fast nichts ausrichten kann. Die Taktik steht im Vordergrund, das Hantieren mit verschiedenen Teams wie zum Beispiel MG-, Assault- oder Bazooka-Teams gehört zum Tagesgeschäft das BiA-Spielers. Um das Ganze nicht zu eintönig zu gestalten, muss man nicht nur gegnerische Truppen ausschalten, sondern hat es ab und an auch mal mit einem gepanzerten Fahrzeug zu tun, kann dafür aber auch selbst Hand an ein Stahl-Lenkrad legen.
Die Schauplätze sind sehr verschieden, die Grafik ist auf hohem Niveau. Mal gibt‘s eine fast zu grüne idyllische Landschaft mit ein paar Bauernhäusern, mal muss man sich über Bahnschienen vorarbeiten. Die Spielermodelle sind sehr lebensecht gestaltet, an den Animationen und Bewegungen hapert es aber noch etwas - diese wirken zu künstlich. Die Atmosphäre ist zwar gut, kommt aber nicht an die eines aktuellen Call of Duty Spiels heran. Dafür ist das Spiel einfach zu träge - das ist für den Strategieaspekt des Spiels auch unabdinglich.
Wer einen eisenharten Shooter erwartet, wird mit BiA: HH wohl enttäuscht werden, wer allerdings sowohl auf das Weltkriegsszenario als auch auf Strategie-Shooter a la Rainbow Six steht, findet in dem neuen Brothers in Arms sein Videospiel-Mekka.
Brothers in Arms: Hell‘s Highway wird mit Sicherheit kein schlechtes Spiel, bietet aber relativ wenig neues. Zumindest ein paar neue Truppen, Fahrzeuge und eine enorm viel bessere Grafik machen Spaß. Dank Multiplayer-Modus mit einer großen Spielerzahl verspricht das neue BiA aber online einiges. Brothers in Arms: Hell Highway erscheint hier zu Lande am 25. September 2008.
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