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Mit vollkommen zerstörbarer Spielumgebung und markigen Sprüchen versucht das Entwicklerteam von DICE im Kampf um die Gunst der Videospieler zu punkten und bringt mit "Battlefield: Bad Company" einen Titel, der sowohl in der Kampagne, als auch im Mehrspielermodus seinen Platz im dicht besiedelten Egoshooter-Genre zu finden. Wo dieser Platz ist, soll der folgende Test zeigen.



Geld regiert die Welt....jeder kennt wohl dieses Sprichwort und im neuesten Teil der Battlefield-Reihe wird es sogar zum Leitfaden des Spiels. Denn hier dreht sich alles um Gold. Und so verkommt der Einsatz eures vierköpfigen Squads, in dem ihr die Rolle des Neulings übernehmt, zu einer Jagd nach dem begehrten Edelmetall. Die Kampagne ist witzig und spannend erzählt, und ebenso abwechslungs- wie umfangreich. Zwar seid ihr in bester Ego-Shooter-Manier auch oft zu Fuß mit eurem Squad unterwegs, doch es gibt ebenso Missionen, in denen ihr euch hinter dem Steuer von Panzern, Jeeps, Booten oder Hubschraubern zum Sieg kämpfen müsst. Hierbei fällt in erster Linie die neue Frostbite-Engine auf, die es euch ermöglicht Fahrzeuge, Gebäude und die Umgebung zu zerstören und ganz neue taktische Vorgehensweisen zur Erreichung der Missionsziele eröffnet. Ihr wollt ein bestimmtes Gebäude betreten und findet die Tür nicht? Dann macht euch doch kurzerhand selbst eine....ein Schuss aus dem Granatwerfer genügt, um eine Häuserwand in ein klaffendes Loch zu verwandeln. Zwar gibt es bei den zerstörbaren Gebäuden lediglich Solbruchstellen, dennoch macht die Zerstörbarkeit der Umgebung einen tollen Eindruck und bereichert das Spiel um ein weiteres Gameplay-Element. Und auch wenn die Häuserwände immer an denselben Stellen brechen, tut dies dem Spielspaß und dem immer wieder grafisch beeindruckenden Spektakel keinen Abbruch.

In der Regel müsst ihr in der Kampagne Gebiete auskundschaften und strategisch wichtige Punkte erobern oder zerstören, zum Teil gehört es aber auch zu euren Aufgaben, Konvois zu schützen oder gefangene Kameraden befreien. Auf riesigen Karten, die ihr im Laufe der Missionen mehr und mehr erschließt, gibt es darüber hinaus allerlei Waffen und natürlich Gold zu finden. Dabei geht das Spielgeschehen zumeist sehr linear vonstatten, auch wenn durch die riesigen Areale eine gewisse Bewegungsfreiheit vorhanden ist. Neben den großartig inszenierten Explosionen macht auch die grafische Darstellung der russischen Landschaften einen hervorragenden Eindruck und so müsst ihr euch durch Täler, Wälder und Ebenen kämpfen oder auch schon mal einen Hügel einnehmen oder einem Flusslauf folgen. Doch was die Landschaft an Abwechslung bietet, fehlt den Gebäuden, die größtenteils aussehen, als würden sie seit Ewigkeiten leer stehen und nur um ihrer Zerstörung willen vorhanden sind.

Ein weiterer Pluspunkt des Spiels ist die Vielfalt an Waffen, die ihr entweder von erledigten Gegnern erbeuten oder versteckt auf der Karte finden könnt. Außerdem steht euch eine Auswahl an Utensilien zur Verfügung, z. B. ein Akkuschrauber, zur Reparatur beschädigter Fahrzeuge, Raketenwerfer, C4 oder Laserzielgeräte, mithilfe derer Luftschläge angefordert werden können. Doch welches Utensil ihr mit euch führt, will gut durchdacht sein, da ihr immer nur eine der Gegenstände neben eurer Waffe mit euch führen könnt. Neben einem Messer, das zur Standardausrüstung gehört, könnt ihr Dutzende verschiedener Waffen unterschiedlicher Kaliber und Feuerraten verwenden, nachdem ihr sie ausfindig gemacht oder erbeutet habt. Während eure Gegner zum Teil erstaunlich zielsicher sind, machen eure Teamkameraden manchmal den Eindruck, als würden sie aus wenigen Metern Entfernung nicht mal einen brennenden Möbelwagen treffen. Und so bleibt die ganze Arbeit wieder einmal an unserem Protagonisten Preston hängen, den ihr während der Kampagne spielt. Eure drei Squadmitglieder scheinen nur zur Belustigung eingebaut worden zu sein. Sie töten nichts, sterben aber auch nicht, selbst wenn sie von einem Panzer aufs Korn genommen wurden. Doch die Sprüche, die sie während der Zwischensequenzen oder im Kampfgeschehen von sich geben, haben teilweise echten Comedy-Charakter und sorgen immer wieder für Schmunzler. Die KI der Computergegner ist dagegen wirklich ordentlich. So suchen eure Gegner während der Feuergefechte immer wieder geschickt nach Deckungsmöglichkeit, versuchen euch zu flankieren oder schnellen aus ihren Verstecken hervor, um euch unter Feuer zu setzen.

Doch was wäre ein Battlefield-Spiel ohne Fahrzeuge. Auch im aktuellen Teil gibt es wieder eine Vielzahl an fahrbarem Kriegsgerät, zulande, zu Wasser und in der Luft, hinter deren Steuer ihr euch klemmen dürft und oftmals auch müsst, um die mitunter riesigen Distanzen innerhalb der gigantischen Areale zurückzulegen. Und natürlich ist auch die Feuerkraft eines Panzers oder Kampfhubschraubers ziemlich hilfreich, wenn die Gegnerschar wieder mal hoffnungslos in der Überzahl ist oder euch selbst mit Fahrzeugen aufs Korn nimmt. Durchaus positiv ist auch die Technik des Spiels zu bewerten. Denn trotz der nett anzuschauenden Grafik, der tollen opulent in Szene gesetzten Explosionen und der fast komplett zerstörbaren Umgebung, die es ermöglicht, sich mithilfe eines Granatwerfers oder Panzers als Holzfäller zu betätigen, läuft das Geschehen auf dem Bildschirm flüssig ab und selbst im dichtesten Kampfgeschehen geht die Grafikperformance nicht in die Knie. Ein nennenswerter Unterschied zwischen der Playstation 3- und der Xbox 360-Version ist grafisch nicht festzustellen.

Auch vom Sound her, hat "Battefield: Bad Company" einiges zu bieten. Waffengeräusche, Explosionen und die Sprachausgabe im Spiel sind hervorragend gelungen und dürften besonders Besitzer einer Dolby-Surround-Anlage verzücken. Die deutsche Synchronisation ist außerordentlich gut, so dass der schwarze Humor der Kommentare eurer Squadmitglieder auch in die komplett lokalisierte deutsche Versiondes Spiels transportiert werden konnte. Ein Aspekt, der darüber hinaus positiv hervorzuheben ist, stellt die wirklich exzellente musikalische Untermalung des Spiels dar. Sowohl in den Menüs, als auch bei Schlüsselstellen während des Spiels sorgt der neueste Teil der Battlefield-Reihe für einen Ohrenschmaus. An Bord der Fahrzeuge könnt ihr sogar zwischen verschiedenen Musiksendern wählen, um euch die Fahrt zu versüßen.

Der Multiplayer-Modus des Spiels bietet ohne Updates via PSN oder Xbox Live lediglich einen Spielmodus, in dem es darum geht die Goldvorräte des Feindes zu zerstören, bzw. die eigenen Goldkisten gegen den Feind zu verteidigen. Zu diesem Zweck wählt ihr vor dem Einstieg auf der Karte eine der Soldatenklassen aus, um euch dann beispielsweise als bis unter die Zähne bewaffneter Panzergrenadier, mit C4 ausgerüsteter Spezialist oder Versorgungssoldat in die Schlacht um das God zu stürzen. Dadurch, dass Angreifer und Verteidiger an festgelegten Punkten auf der Karte um die Goldkisten kämpfen, ist für genügend Action gesorgt. Die zur Verfügung stehenden Mehrspielerkarten variieren dabei zwischen kleineren für Infanterie-Schlachten prädestinierten, sowie größeren Karten, die den Einsatz von Fahrzeugen erfordern. Die unterschiedlichen Soldatenklassen machen einen fairen, gut ausbalancierten Eindruck. Orden, Ränge und freischaltbare Waffen sorgen in bester Battlefield-Tradition für Langzeitmotivation und auch die Achievements der Xbox 360-Version tun ihr übriges, um den Spieler für eine Weile an den Tite zu fesseln. Lediglich der Umstand, dass ein einziger Mehrspielermodus doch etwas mau ist, trübt den guten Eindruck, den der Multiplayer-Part von "Battlefield: Bad Company" vermittelt. Doch das Entwicklerteam von DICE war sich dessen offenbar bewusst und hat mittlerweile einen zusätzlichen Multiplayer-Spielmodus per Update nachgeliefert, so dass man nun auch in Territorialkämpfen gegeneinander antreten darf und so schnell wie möglich, so viele Checkpoints wie möglich einnehmen und gegen die feindlichen Truppen verteidigen muss. Dieser Modus sollte Battlefield-erfahrenen Spielern bereits bestens aus den Vorgängern bekannt sein und bereichert den Multiplayer merklich.

FAZIT:

Angefangen mit dem tollen grafischen Eindruck, in erster Linie durch die neue, besonders bei Explosionen sehr effektvolle Frostbite-Engine hervorgerufen, über den großartigen Sound, bis hin zu den neuen Gameplay-Elementen, die durch die Zerstörbarkeit der Umgebung hinzukommen, bietet "Battlefield: Bad Company" eine tolle Spielerfahrung, die sowohl im Mehrspielermodus, als auch in der überraschend umfangreichen Einzelspielerkampagne für viele Stunden Spielspaß sorgen dürfte. Zwar erfindet man das Shootergenre mit dem neuesten Battlefied-Teil nicht neu, aber dennoch bekommen Shooter-Fans viel Inhalt, sowie kompromisslose, actiongeladene Shooter-Kost geboten, die kaum Wünsche offen lässt.



Bewertung
Gameplay : 88% Sound : 86% Grafik : 88% Steuerung : 86% Multiplayer : 84%
Gesamt-Bewertung


Erstellt am : 13.08.2008      Autor : Marc Gillessen          © EVO-X.DE & XBLIVE.DE
GAME-FACTS
Publisher : Electronic Arts
Entwickler : dice
Release : 25.06.2008

Genre : Ego Shooter
Player : 1
USK Einstufung

ab 16 Jahre
Homepage
badcompany.ea.com
Titel : Battlefield: Bad Company      Publisher : Electronic Arts      Release : 25.06.2008
Titel : Battlefield: Bad Company      Publisher : Electronic Arts      Release : 25.06.2008
Titel : Battlefield: Bad Company      Publisher : Electronic Arts      Release : 25.06.2008
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