Möge die Macht mit Euch sein…
Soul Calibur 4 ist wie die Vorgänger ein waschechtes Beat´em Up
geworden. Man sucht sich aus einer ganzen Reihe von Charakteren den
heraus, den man am meisten mag und prügelt draufl os. Alle Kämpfe
finden in abgegrenzten Arenen statt, echte Levels mit nicht spielbaren
NPC Gegnern und Missionen gibt es nicht. Man kann aus einer Vielzahl an Spielmodi wählen, unter anderem
Training, einem Storymodus und einem sogenannten Turmmodus. Im
Trainingsmodus sucht man sich den gewünschten Charakter, seinen
Sparringspartner und die Arena heraus und kann durch ein ausführliches
Menü einstellen, was genau man üben möchte. Ob als reiner Sandsack oder
wehrhafter Gegner verwendet, im Training lassen die NPCs alles mit sich
machen. Im Storymodus gibt es zu jedem Charakter eine kleine, eigene
Geschichte, nach der man sich dann in einer Reihe von Runden gegen
andere Charaktere durchsetzen muss um Gold zu verdienen und am Ende
neue Kämpfer freizuschalten. Im Turmmodus schließlich kämpft man sich von Etage zu Etage gegen eine
Reihe an Kämpfern, ohne, dass sich die eigene Lebensanzeige wieder
auffüllt. Hier heißt es gut zu blocken und so weit zu kommen, wie
möglich. Das verdiente Gold schließlich kann man im Editor umsetzen, indem man
es in neue Rüstung und Waffen investiert. Damit kann man dann das
Aussehen der vorgegebenen Charaktere nach Belieben verändern, oder sich
gleich einen eigenen Helden aus einer großen Menge an verfügbaren
Attributen und Äußerlichkeiten selbst zusammenbasteln. Als Bonuscharaktere stehen Yoda auf der 360 und Darth Vader auf der
Playstation zur Verfügung. Allerdings ist davon auszugehen, dass der
fleißige Spieler eines Tages den zweiten Lichtschwertmeister
freischalten kann.
Mit Hammer, Schwert und Axt…
Die spielerische Besonderheit und das Markenzeichen der Serie von Soul
Calibur war immer schon der Einsatz von Waffengewalt. Auch im neuen
Teil steht dieser im Vordergrund. Jeder Charakter hat seine eigenen
Waffen und in Verbindung damit seine eignen Fähigkeiten und Special
Moves. Des Weiteren unterscheiden sich die verschiedenen Charaktere
durch bereits erwähnte Attribute, wodurch von Kämpfer zu Kämpfer ein
individuelles Spielgefühl entsteht. Egal ob man lieber die große Keule
schwingt, oder den schnellen Schnitt bevorzugt, sollte sich jeder
ambitionierte Prügelspieler vorher intensiv im Trainingsmodus mit den
Stärken und Schwächen seiner Spielfigur auseinandersetzen. Die Steuerung des ganzen geht Alles in Allem gut von der Hand und ist
einfach zugänglich. Man findet schnell hinein und teilt recht schnell
ordentlich aus. Ein kleiner Wehrmutstropfen ist der etwas geringe
spielerische Tiefgang. Wer am schnellsten und brutalsten auf die
Schlagtasten hämmert, geht zumeist als Sieger vom Platz. Großartige
Kombinationen und elegantes Gegnerzerlegen kommen leider etwas zu kurz.
Hier haben andere Genre Konkurrenten mehr zu bieten.
Von schicken Damen und harten Kerlen…
Grafisch ist Soul Calibur 4 ein echter Burner. Besonders die Charaktere
sind gestochen scharf und hervorragend animiert. Bis ins letzte Detail
animierte Rüstungen funkeln im Licht und Frisuren und Gewänder wehen im
Wind. Die grafische Qualität ist hier besonders hervorzuheben, wenn man
sich anschaut, wie detailgenau und aufwändig die Charaktere
programmiert sind. Auch die Effekte können sich sehen lassen und von
leuchtenden Schwertern und Magiegeschossen bis zu aufbrechenden Böden
und zerstörbaren Rüstungen wird einiges geboten. Lediglich die Arenen
und die sonstige Umgebungsgrafik hätte etwas besser integriert und
dargestellt werden können. Der Sound glänzt mit schönen Schlag und Effektgeräuschen und lässt eine
glaubwürdige Kampfatmosphäre entstehen. Jeder Charakter hat eine eigene
meist passende Sprachausgabe und gibt vor jedem Kampf kurze Statements
zum Besten. Die Musikuntermalung ist zwar Geschmackssache und
orientiert sich am klassischen Sound der Serie, kann aber mit der Zeit
leicht nervig werden.
Multiplayer
Das Prachtstück eines guten Beat´Em Up ist natürlich der Multiplayer
und das ist auch bei SC 4 nicht anders. In zahllosen Arenen kann man
sich mit individuell veränderten oder gleich komplett eigens kreierten
Kämpfern zeigen, wer der Herr im Haus ist. Natürlich stehen auch hier
eine Reihe an Spielmodi zur Auswahl und wer Lust hat, kann sich sogar
im Trainingsmodus nach völlig eigenen Regeln gegenseitig den Kiefer
korrigieren.
FazitSoul Calibur 4 sieht klasse aus, spielt sich gut und
einsteigerfreundlich und hat eine Menge Umfang und Langzeitmotivation
zu bieten. Viel zu meckern gibt es wirklich nicht und durch die
freischaltbaren Charaktere, den Editor und die Suche des zweiten Jedi
Ritters bindet der Multiplayer Hit auch alleine oder offline lange Zeit
an die Konsole. Fans der Serie und Alle, die noch ein gutes Next Gen
Prügelspiel suchen, greifen bedenkenlos zu. Veteranen anderer Genre
Titel sollten es erstmal anspielen.