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In den meisten Videospielgenres herrscht auf dem Markt ein reges Konkurrenzleben: Adventures hier, Rennspiel da, Shooter überall. Beispielsweise im Strategiesektor hingegen ist jeder neue Titel ein großes Licht am Ende des Tunnels. Unter den Publisher-Fittichen von Sega haben sich die Entwickler von Petroglyph auf dieses Terrain gewagt und versorgen den PC und die Xbox 360 mit ihrem Echtzeit-Strategie-Titel Universe at War. Dabei legen mit Petroglyph nicht irgendwelche Neulinge hand an, sondern niemand geringeres als Veteranen der Westwood-Studios, die nicht von EA übernommen wurden.


Also wie Command & Conquer?

Das die ehemaligen Westwood-Jungs ein Spiel im C&C-Stil entwickeln liegt nahe. Fans der Reihe werden aber enttäuscht sein, dass zumindest Story und Optik des Stragietitels nicht mehr viel mit Command & Conquer gemein haben. Die Anmutung des Spiels erinnert eher an Starcraft oder die Hits der ebenfalls von Westwood entwickelten Dune-Reihe. Wie der Beititel "Earth Assault" verrät, ist der Schauplatz des Spiels die Erde. wo drei verschiedene Alien-Rassen aufeinander treffen: Die Novus, die Hierarchy und die Masari buhlen um unseren Planeten. Während die Hierarchie eher Nomaden des Weltalls sind und versuchen, sich immer neue Planeten unter den Nagel zu reißen, sind die Masari ein konventionelles Volk, die Novus sind die Erzfeinde der Hierarchy und stehen auf der Seite der Menschen. Natürlich macht sich das Ganze auch in der kompletten Spielmechanik bemerkbar.

Die Novus setzen auf Massenproduktion und schnelle Angriffe, die Masari werden erst am Ende eines Spiels mit der kompletten Basis so richtig stark und die Hierarchy kommen ohne großes Basismanagement sehr mobil und schnell ins Spiel. So hat man man als Hierarchy-Spieler fast keine statischen Gebäude, sondern mobile Einsatzzentralen, die Walker genannt werden. Die drei Alien-Rassen spielen sich zumindest im Aufbau und im Management der Einheiten relativ unterschiedlich, die Bedienung auf dem Schlachtfeld ist natürlich identisch. Positiv fällt auf, dass nach einigem Spielen keine Rasse als besonders stark oder übermächtig hervortritt, das Balancing der drei Rassen ist zumindest auf den ersten Blick ausgewogen. Dabei hat jede Rasse trotzdem ihre Rafinessen, die Novus können beispielsweise getarnte Energietürme auf der Map platzieren, zwischen denen man sich blitzschnell auf der Karte fortbewegen kann.

Der Mensch hingegen spielt in UaW fast gar keine Rolle. Während des Tutorials, welches man als Mensch spielt, wartet man nur darauf, dass der Krieg zwischen den Alien-Rassen ausbricht und ist ab diesem Moment ein Teil der Geschichte der Erde.

Die Missionen sind zum größten Teil sehr typisch und linear gehalten: Gehe dahin, zerstöre dies, eskortiere diese Person dort hin. Immerhin gibt es jede Menge Einheiten und Forschungsmöglichkeiten, die im Laufe der Kampagne zu den Möglichkeiten des Spielers hinzugefügt werden - so wird das Spiel trotz der etwas eintönigen Missionen nicht langweilig. Abwechslung zum Standard-Strategie-Trott bringen auch die charismatischen Helden, die Spezialfähigkeiten wie zum Beispiel Heilung oder stärkere Angriffsmöglichkeiten haben. Auch wenn es im Kampf teilweise etwas hektisch zugeht, können die Fähigkeiten der Helden den ein oder anderen Spieß im Kampf umdrehen.

Apropos hektik: Größter Kritikpunkt an Konsolen-Strategie-Games ist meistens das Steuerungskonzept mit dem Controller. Bereits nach dem Steuerungs-Tutorial ist man beruhigt. Petroglyph zeigt, dass Strategie-Spiele durchaus angenehm auf einer Konsole spielbar sind, wobei die Bedienung in keinem Falle so intuitiv ist, wie mit der Tastatur-Maus-Kombo. Wenn man ein paar Tage lang nicht gespielt hat, bewegen sich die Finger nicht mehr so eifnfach über den Controller und man braucht einige Zeit, um sich wieder in das Spiel hineinzudenken. Es gibt einfach jede Menge Befehle und Funktionen, die man auf Anhieb nicht alle im Kopf haben kann.

Wenn man sich denn mit der Steuerung vertraut gemacht hat, kann man natürlich auch seine ersten Schritte in den Xbox-Live-Modus des Spiels wagen. Besonders viele Mitspieler finden sich hier zwar nicht, aber auf den über 20 Karten kommt - wenn man denn ein Spiel finden sollte - eine Menge Action auf. Je nach Gegner muss man sich hier aber in Acht nehmen: Wenn man nicht aufpasst, wird man schneller als einem Lieb ist dem Erdboden gleich gemacht. In der Theorie kann man sogar mit bis zu vier Spielern online spielen, in der Praxis kommen solche Spiele aber eher selten zu Stande.

Wie siehts aus?

Auch wenn die Optk für ein Strategiespiel eher zweitrangig ist, heißt das nicht, dass nicht zu erwähnen ist, dass Universe at War: Earth Assault einen grundsoliden Eindruck macht. Die Grafik wirkt wie aus einem Guss, es gibt jede Menge große Objekte. Die Schauplätze sind wunderschön umgesetzt und die Lichteffekte der Explosionen und verschiedenen Lichtquellen sorgen für eine grandiose Spielatmosphäre. Natürlich ist die Optik eines Strategiespiels auf Grund der vielen darzustellenden Objekte nicht mit der eines Shooters oder eines Rennspiels zu vergleichen, "Wow-Momente" hat der Spieler jedenfalls nicht zu erwarten. Schade ist, dass die Engine bei vielen ausgewählten und angezeigten Einheiten in die Knie geht. Je mehr Units auf dem Bildschirm rumwuseln, desto weniger schnell läuft das Spiel.

Die deutsche Synchronisation klingt ein Bisschen merkwürdig, da gibt es schon so ein paar Worte, die der Übersetzer vielleicht zweimal hätte nachschlagen sollen. Die restliche Vertonung des Spiels geht in Ordnung, ist aber auch nichts besonderes.


Bewertung
Gameplay : 85% Sound : 80% Grafik : 80% Steuerung : 80% Multiplayer : 85%
Gesamt-Bewertung


Kommentar des Redakteurs
Universe at War ist ein grundsolides Strategiespiel, welches mit einem netten Konsolen-Steuerungskonzept, drei sehr verschiedenen Rassen und jede Menge Einheiten mit sich bringt. Wenn man keinen PC zur Hand hat, kann man UaW auch durchaus auf der Konsole eine Chance geben. Die Missionen sind etwas eintönig, aber die Storyline ist durchaus eine Motivation, die Missionen der verschiedenen Rassen durchzuspielen. Die Optik ist gelungen, aber nichts weltbewegendes, dafür macht der Online-Modus jede Menge Freude. Wer Strategiespiele mag und genug von Command & Conquer hat, sollte Universe at War in jedem Fall mal anspielen.
Erstellt am : 15.05.2008      Autor : Ansgar Babucke          © EVO-X.DE & XBLIVE.DE
GAME-FACTS
Publisher : SEGA
Entwickler : Petroglyph
Release : 28.03.2008

Genre : Echtzeit-Strategie
Player : 1
USK Einstufung

ab 16 Jahre
Homepage
sega.de
Titel : Universe at War      Publisher : SEGA      Release : 28.03.2008
Titel : Universe at War      Publisher : SEGA      Release : 28.03.2008
Titel : Universe at War      Publisher : SEGA      Release : 28.03.2008
Titel : Universe at War      Publisher : SEGA      Release : 28.03.2008
Titel : Universe at War      Publisher : SEGA      Release : 28.03.2008
Titel : Universe at War      Publisher : SEGA      Release : 28.03.2008
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