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Anya ist eine der großartigsten Diebinnen der Welt. Ihre nächste           Mission ist es das wertvollste Juwel aus dem sichersten Museum von Forge City zu stehlen. Doch schon bald                  findet sie sich inmitten einer gefährlichen Verschwörung wieder und kämpft gegen ihre erbittertesten Feinde.                   Fühle die Spannung ein moderner Dieb zu sein! Schlösser knackend, Computer hackend...

...so wird dieses Game aus dem Hause Hip Interactice angepriesen.                 Bekommen Snake und Sam Konkurrenz? Ist eine weibliche Ablösung in Sicht? Oder kann dieses Spiel nicht zur Konkurrenz aufschließen?



Im Schatten

In der Verfolgerperspektive begleitest Du die Profi-Diebin Anya Romanov in insgesamt vier Missionen, die aus jeweils mehreren Abschnitten bestehen, durch das Dunkel. Ihr zu Seite steht der Kommunikationsexperte und Kriegsveteran Louie Palmer, der per Funk mit Anya verbunden ist, und sie durch ihre gefährlichen Aufträge führt. Dabei nennt er ihr wichtige Level-Ziele und gibt den einen oder anderen Tipp. Weitere Charktere wie den Bürgermeister Morgan oder der zweitbesten Diebin der Stadt, Breeze, lernst Du während des Spiels kennen.

Der Schwerpunkt ist bei diesem Game auf Stealth gelegt. Des weiteren ist das Gameplay durch Hüpf- und Klettereinlagen bestimmt, die Dir helfen höher gelegene Orte zu erreichen oder aber auch Laserfallen und andere Hindernisse zu überwinden. Während des Spiels kannst Du Dich folgender Waffen oder Hilfsmittel bedienen:
  • Tracker: Dient zum Markieren von Gegnern, (Wachen) um diese dann auf der Mini-Map sehen zu können
  • Netralisatoren: Verschießt Starkstromprojektile – mehr braucht dazu wohl nicht erklärt werden...
  • Schallstrahler: Dient zum Ablenken von Wachen
  • Stolperfallen: Machen ihrem Namen alle Ehre – das Opfer schläft eine Weile!
Natürlich steht Dir auch das genretypische, obligatorische Nachtsichtgerät sowie ein Sonarvisier (visualisiert Schall) zur Verfügung.

Das Spiel selbst ist recht defensiv ausgelgt. Du versuchst nach Möglichkeit einem Kampf aus dem Weg zu gehen. Das ist meistens auch ratsam, da Deine Gegner schwer bewaffnet sind und Dich leicht ins virtuelle Jenseits befördern können. Du schleichst durch die Level – in typischer Stealth-Manier – näherst Dich so unbemerkt Deinem Gegner und würgst ihn in das Reich der Träume. Wenn Du doch einmal entdeckt werden solltest, kannst Du Deinen Opponenten auch durch entsprechende Tastenkombinationen auf dem Controller einfach eins überbraten. Zwischendurch erwarten Dich Mini-Games (im Handbuch Extraspiele genannt) beim Schlösser-, Code- oder Tresorknacken. So geht das dann auch weiter von Abschnitt zu Abschnitt, so schätzungsweise knapp über zehn Stunden.


Stehlen, Durchsuchen, Taschendiebstähle

Das Spiel hat eine Altersfreigabe ab 12 Jahre erhalten. Begründet ist dieses wohl durch die überwiegend defensive Spielweise, die völlig unblutig abläuft. Die meiste Zeit schleichst Du durch die Level – möglichst kein Gräusch machend – und meidest jede Konfrontation.

Im Kampf: Feinde Würgen

...und nicht nur die! Anfangs war das Spiel für mich sehr frustrierend, da ich große Probleme hatte mit der Steuerung zurecht zu kommen. Erst nach einigen Modifikationen meiner Steuerung gelang es mir Anya in den Griff zu bekommen. Allerdings möchte ich wirklich nicht ausschließen, dass dies nur mein Problem war. Ein großes Manko jedoch ist die Grafik. Die Licht- und Schatteneffekte sind zwar durchaus gut gelungen, jedoch die Animationen – speziell die der Charaktere – wirken nicht Zeitgemäß und sind alles andere als Stand der Technik. Insbesondere, da Stolen ja schließlich mit MGS und Splinter Cell verglichen wird! Das Level-Design ist leider auf die Dauer nicht besonders ansprechend, da es z.B. in der gesamten Welt von Stolen nur zwei Typ Tische und Schränke gibt! Über die AI der Gegener ist nur soviel zu sagen: Sie ist nicht wirklich vorhanden – die Gegener verhalten sich viel zu statisch, hier wurde viel zu sehr geskriptet um die Aktionen und Reaktionen der Gegner festzulegen. Der Schwierigkeitsgrad ist auch nicht gleichermaßen verteilt. An manchen Stellen sind Gegner oder Fallen sehr leicht zu überwinden und an anderer Stelle braucht es viele Anläufe um weiter zu kommen. Insbesondere die hakelige Steurung beweist sich oft als schwierigster Gegner.
Die Zwischen-Szenen sind liebevoll gemachte Render-Movies, die die Story weitererzählen. Die Synchronisation der Darsteller ist gut gelungen und angenehm anzuhören. Ebenso die musikalische Untermalung ist stimmungsvoll und tönt wohl in Dolby Digital. Lediglich die Soundeffekte hätten etwas bombastischer, voluminöser und vielfältiger ausfallen können.


Fazit

Wäre dieses Game ein Low-Budget Spiel gewesen hätte man sicherlich das eine oder andere Auge zudrücken können. Es ist aber keins! Deshalb kann das Spiel von mir gerade einmal als noch befriedigend bewertet werden. Die größten Probleme die dieses Game meiner Meinung nach hat sind die Steuerung und die fehlende KI der Gegner. Alarmierte Wachen folgen Dir meistens nicht in den nächsten Raum. Laserfallen können durchlaufen werden – dann gehst Du in den nächsten Raum – die Wachen suchen Dich dort nicht!
 Facts
Publisher : FlashpointUSK : 12
Entwickler : blue52Release-Date : 02.04.2005
Global Sound/Bild Steuerung XBOX-Live
Offline Players1
Systemlink-
Xbox ExklusivNein
THX Sound-
Dolby 5.1Ja
TV-Format-
Lenkrad-
Arcade Stick-
Light Gun-
Online Multiplayer-
Content DownloadsNein
  


Bewertung
Gameplay : 55% Sound : 76% Grafik : 74% Steuerung : 52% Multiplayer : %
Gesamt-Bewertung


Kommentar des Redakteurs
Wenn ich mich an Video- und Computerspiele vergangener Tage erinnere, dann muss ich oft an Prince of Persia denken. Das habe ich damals begeistert auf meinem 486er PC gespielt. Nach heutigen Mäßstäben würde dieses Game sicherlich durchfallen. Wenn ich nun aber an die Spiele der heutigen Generation (Konsolen und PC) denke, dann frage ich mich, ob man nicht schon etwas zu sehr verwöhnt ist!? Spinter Cell beispielsweise aus der Referenzklasse der Stealth-Games, kann es da einem Stolen schon verdammt schwer machen wirklich zu glänzen. Nichtsdestotrotz – wenn ein Publisher in ein Genre vorstößt, muss es sich gegen die Referenz behaupten und wird darüber hinaus auch daran gemessen werden. So haben wir heute zumindest das Glück, dass bei einer sehr hoch liegenden Messlatte, die gesamte Qualität der Games stets auch erwartungsgemäß hoch ist. Ausnahmen jedoch bestätigen die Regel...
Erstellt am : 04.05.2005      Autor : Michael Harms          © EVO-X.DE & XBLIVE.DE
PACKSHOT
         
         
         
         
         
         
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