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Im Schatten
In der Verfolgerperspektive begleitest Du die Profi-Diebin Anya Romanov
in insgesamt vier Missionen, die aus jeweils mehreren Abschnitten
bestehen, durch das Dunkel. Ihr zu Seite steht der
Kommunikationsexperte und Kriegsveteran Louie Palmer, der per Funk mit
Anya verbunden ist, und sie durch ihre gefährlichen Aufträge führt.
Dabei nennt er ihr wichtige Level-Ziele und gibt den einen oder anderen
Tipp. Weitere Charktere wie den Bürgermeister Morgan oder der
zweitbesten Diebin der Stadt, Breeze, lernst Du während des Spiels
kennen.
Der Schwerpunkt ist bei diesem Game auf Stealth gelegt. Des weiteren
ist das Gameplay durch Hüpf- und Klettereinlagen bestimmt, die Dir
helfen höher gelegene
Orte zu erreichen oder aber auch Laserfallen und andere Hindernisse zu
überwinden. Während des Spiels kannst Du Dich folgender Waffen oder
Hilfsmittel bedienen:
- Tracker: Dient zum Markieren von Gegnern, (Wachen) um diese dann auf der Mini-Map sehen zu können
-
Netralisatoren: Verschießt Starkstromprojektile – mehr braucht dazu wohl nicht erklärt werden...
- Schallstrahler: Dient zum Ablenken von Wachen
- Stolperfallen: Machen ihrem Namen alle Ehre – das Opfer schläft eine Weile!
Natürlich steht Dir auch das genretypische, obligatorische
Nachtsichtgerät sowie ein Sonarvisier (visualisiert Schall) zur
Verfügung.
Das Spiel selbst ist recht defensiv ausgelgt. Du versuchst nach
Möglichkeit einem Kampf aus dem Weg zu gehen. Das ist meistens auch
ratsam, da Deine Gegner schwer bewaffnet sind und Dich leicht ins
virtuelle Jenseits befördern können. Du schleichst durch die Level – in
typischer Stealth-Manier – näherst Dich so unbemerkt Deinem Gegner und
würgst ihn in das Reich der Träume. Wenn Du doch einmal entdeckt werden
solltest, kannst Du Deinen Opponenten auch durch entsprechende
Tastenkombinationen auf dem Controller einfach eins überbraten.
Zwischendurch erwarten Dich Mini-Games (im Handbuch Extraspiele
genannt) beim Schlösser-, Code- oder Tresorknacken. So geht das dann
auch weiter von Abschnitt zu Abschnitt, so schätzungsweise knapp über
zehn Stunden.
Stehlen, Durchsuchen, Taschendiebstähle
Das Spiel hat eine Altersfreigabe ab 12 Jahre erhalten. Begründet ist
dieses wohl durch die überwiegend defensive Spielweise, die völlig
unblutig abläuft. Die meiste Zeit schleichst Du durch die Level –
möglichst kein Gräusch machend – und meidest jede Konfrontation.
Im Kampf: Feinde Würgen
...und nicht nur die! Anfangs war das Spiel für mich sehr frustrierend,
da ich große Probleme hatte mit der Steuerung zurecht zu kommen. Erst
nach einigen Modifikationen meiner Steuerung gelang es mir Anya in den
Griff zu bekommen. Allerdings möchte ich wirklich nicht ausschließen,
dass dies nur mein Problem war. Ein großes Manko jedoch ist die Grafik.
Die Licht- und Schatteneffekte sind zwar durchaus gut gelungen, jedoch
die Animationen – speziell die der Charaktere – wirken nicht Zeitgemäß
und sind alles andere als Stand der Technik. Insbesondere, da Stolen ja
schließlich mit MGS und Splinter Cell verglichen wird! Das Level-Design
ist leider auf die Dauer nicht besonders ansprechend, da es z.B. in der
gesamten Welt von Stolen nur zwei Typ Tische und Schränke gibt! Über
die AI der Gegener ist nur soviel zu sagen: Sie ist nicht wirklich
vorhanden – die Gegener verhalten sich viel zu statisch, hier wurde
viel zu sehr geskriptet um die Aktionen und Reaktionen der Gegner
festzulegen. Der Schwierigkeitsgrad ist auch nicht gleichermaßen
verteilt. An manchen Stellen sind Gegner oder Fallen sehr leicht zu
überwinden und an anderer Stelle braucht es viele Anläufe um weiter zu
kommen. Insbesondere die hakelige Steurung beweist sich oft als
schwierigster Gegner.
Die Zwischen-Szenen sind liebevoll gemachte Render-Movies, die die
Story weitererzählen. Die Synchronisation der Darsteller ist gut
gelungen und angenehm anzuhören. Ebenso die musikalische Untermalung
ist stimmungsvoll und tönt wohl in Dolby Digital. Lediglich die
Soundeffekte hätten etwas bombastischer, voluminöser und vielfältiger
ausfallen können.
Fazit
Wäre dieses Game ein Low-Budget Spiel gewesen hätte man sicherlich das
eine oder andere Auge zudrücken können. Es ist aber keins! Deshalb kann
das Spiel von mir gerade einmal als noch befriedigend bewertet werden.
Die größten Probleme die dieses Game meiner Meinung nach hat sind die
Steuerung und die fehlende KI der Gegner.
Alarmierte Wachen folgen Dir meistens nicht in den nächsten Raum.
Laserfallen können durchlaufen werden – dann gehst Du in den nächsten
Raum – die Wachen suchen Dich dort nicht!
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