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An die Gewehre!!!! Es ist (mal wieder) Krieg in der virtuellen Welt. Terorristen ärgern die Regierung und dese schickt zwei Soldaten auf den Weg, um den Bösen Einheit zu gebieten. Sonderlich spektakulär oder gar spannend ist die Story nie. Man wird fast immer die schlecht gemachten Cutscenes überspringen um in das Spiel zu gelangen. Mit ein bisschen mehr Arbeit und Willen wäre daraus noch etwas geworden aber so ist die Präsentation der Story nur schwach. Man erwartet zwar kein MGS oder Final Fantasy aber ein „etwas besser“ hätte man doch hinkriegen können. Im Kern ist Fire for Effect ein Action Spiel der üblichen Marke. Auf den Weg durch die geradlinigen Level, ballert ihr alles über den Haufen, was eine Waffe in der Hand hält und nach Terorrist aussieht. Dabei steuert ihr eure beiden farblosen Helden (Raptor und Stealth Owl) aus der 3-rd Person Sicht. Bewegt werden die beiden Agenten mit dem linken Stick. Der rechte Stick dient dabei der Kopfsteuerung, ähnlich wie in Ego-Shootern. Mit dem rechten Trigger feuert ihr, mit dem linken geht ihr hinter Wänden und Objekten in Deckung. Negativ aufgefallen ist mir die Kamera, die sehr hakelig ist und auch manchmal hinter einem Objekt hängenbleibt, was den Spielfluss dann stört. Da ihr zwei Charaktere spielt, ändert sich auch die Spielweise in Abhängigkeit eures momentanen Soldaten. Raptor ist eher der Mann fürs Grobe. Neben Sturmgewehr, Pumpgun und verschiedenen Arten von Granaten, besitzt unser Held auch einen Raketenwerfer, der ihm merklich beim Aufräumen hilft. Raketenwerfer? Richtig gehört. Schon in der ersten Mission könnt ihr mit der Panzerfaust umherwüten und euren Gegnern zeigen, wo der Hammer liegt. Besonders lustig ist die Physik-Engine geworden, die Ähnlichkeiten mit der aus Freedom Fighters hat. Feinde und Einrichtungsgegenstände fliegen in abgedrehten Bahnen durch die Luft und sind immer wieder für einen Lacher gut. Aufs Gameplay wirkt sich dies aber nicht aus. Taktik sucht man hier vergebens. Der zweite Charakter ist wie gesagt Shadow Owl. Dieser ist der genaue Gegenpart von Raptor: Schallgedämpfte Waffen, Schatten und Stealth stehen hier an der Tagesordnung. Werdet ihr gesehen, habt ihr nur eine Möglichkeit: Schießen und schnell wegrennen, da Owl weniger Treffer verträgt als sein Gegenpart Raptor. An Splinter Cell kommen diese Schleichmissionen zwar nie ran, stellen aber den ruhigen Part des Spiels dar, welcher bei der kompromisslosen Action auf Raptors Seite zwingend notwendig ist.
Das Gameplay Die Aufträge sind action-typisch nicht sehr anspruchsvoll. „Gehe mit Gegenstand A nach Punkt B, damit sich Tür C öffnet“, so lassen sich viele der Aufträge im Spiel beschreiben. Hier und da soll man mal einen Endboss plätten aber das wars auch schon. Es zählt einig und allein die Waffengewalt und das passt auch hervorragend zum Spiel. Dass da die Abwechslung zu kurz kommt, ist leider ein großer Kritikpunkt. Es besteht die Möglichkeit, sich in einigen Missionen hinter das Steuer von Fahrzeugen zu klemmen aber richtig Spaß machen will es nicht. Da haben Halo und Timespitters 3 eindeutig gezeigt, wie es besser geht. Auch die Fallschirmsprünge von Owl sind nicht gerade ein neues Spielerlebnis. Ballern, ballern, ballern heißt die Devise. Rätsel sucht man ergebens. Zwar passen diese nicht in das Konzept des Spiels rein aber eine nette Abwechslung wären sie trotzdem gewesen. Ein Innovationshammer sind die Level auch nicht, sie sind recht langweilig präsentiert, schwächeln grafisch (dazu später mehr) und bieten nichts Neues. Nett, aber altbekannt ist die Möglichkeit, euch hinter Objekte oder Wände zu lehnen um von dort aus Deckung zu suchen. Seid ihr hinter einer Wand, könnt ihr euch entscheiden ob ihr lieber kurz hervorgucken möchtet, um so den Feind unter Beschuss zu nehmen oder ob ihr lieber blind feuern wollt, dafür aber eure Genauigkeit darunter leidet. Die KI der Gegner ist unspektakulär und kann getrost als Kannonenfutter bezeichnet werden. Ein Gehirn haben diese nicht, dafür suchen sie wenigstens nach Deckung. Mehr aber auch nicht drin. Sie feuern wenn sie euch sehen, halten einige Treffer aus und bewegen sich wie ein unkontrollierter Hühnerhaufen. Ihr habt in eurer unteren Bildschirmecke einen Radar mitsamt Karte, der euch die Levelstruktur und die Levelziele markiert, was sehr lobenswert ist. So wird man ich in den wenigsten Fällen verlaufen.
Aber es gibt auch Postives zu schreiben: Für das, was Fire for Effect sein will, nämlich ein Action-Spiel,macht es seine Sache überraschend gut. Ich selbst musste selbst staunen als ich gemerkt habe, dass sich hinter der trügerischen Fassade ein wirklich nettes Action-Spiel verbirgt. Die Menge an Waffen (leider kann man Waffen von Gegnern nicht aufheben), die nette Physik-Engine, die Spezialfähigkeiten von Owl (allen voran die Unsichtbarkeit und der Sonar) sowie das Leveldesign, was zwar nie und nimmer abwechslungsreich aber actionbetont ist, sind ganz klar Dinge, die Fire for Effect zu einem annehmbaren Shooter machen. Wer also auf diese Art von Action steht und Kill Switch geliebt hat, sollte dem hier eine Chance geben. An die Genre-Größen kommt es aber ganz klar nicht ran, dafür wirkt es zu unfertig und lieblos dahingeklatscht.
Grafik und Sound Die techniche Seite des Spiels zeigt sich mäßig. Der Sound und die Effekte sind noch nett anzuhören. Die Sprachausgabe jedoch, mit ihren sich immer wiederholenden Sprüchen und unmotivierten Sprechern, sowie der Sound, sind nicht mehr “befriedigend“. So hat man, während man sich durch Gegnerhorden ballert - bzw. auf lautlose Art und Weise umnietet - immer eine nervige Rock-Musik im Hintergrund, die man am liebsten ausschalten möchte. Die Kommentare der Spieler und besonders der Gegner schießen aber endgültig den Vogel ab. Stellt euch Menschen vor, die alles verloren haben und auf der Straße sitzen und kurze Zeit später von den Entwicklern ins Studio genommen wurden. So hören sich die meisten Charaktere an. Völlig belanglos. Auch die Grafik macht es nicht viel besser. Es gibt zwar schöne Seiten wie z.B. der gute Einsatz des Light-Blooms oder nett anzuschauende Explosionen. Betrachtet man aber die Texturqualität, die Levelgrafik, den Polygoncount und die Animationen, kann man nurnoch mit dem Kopf schütteln. Unspektakulär und langweilig sind wohl die Adjektive, die damit verbinden kann.
Fazit Somit ist jetzt der Schlußstrich zu ziehen. Auch wenn einige Worte hart klingen, Fire for Effect ist ein grundsolider Action-Titel. In seiner Sammlung braucht man diesen Titel nicht wirklich, vor allem da man ihn an einem Wochenende durchgespielt hat. Aber Action-Fans oder diejenigen, die es werden wollen, können ruhig einen Blick riskieren. Das Spiel macht zwar viele Fehler und ist stellenweise sehr unfertig aber das Gameplay hat mich insgesamt doch postitiv überrascht, denn das ist wie man es von einem Action-Spiel erwartet: Schnell, kurzweilig und explosiv. Wer mit den Kritikpunkten leben kann, schaut es sich mal an.
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