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Retro ist Gefühlsache … Klar wenn man Mario Kart einlegt, stellt sich direkt ein gewisse Erwartungshaltung ein. So denken viele immer noch an die legendäre Super NES Fassung zurück in der der Spielspaß keinesfalls geringer war, als in den neuzeitlichen Umsetzungen. Viele behaupten sogar, dass diese erste Pseudo 3D Fassung sogar die Beste sei. Darüber kann man sicherlich geteilter Meinung sein, denn die Nachfolger sind keinesfalls schlecht. Von Version zu Version hat Nintendo das Game immer auf die nächste Evolutionsstufe gehoben. Mal mit mehr und mal mit weniger Zuspruch durch die Fangemeinde, aber immer erfolgreich.
Das mag auch der Grund sein warum bei der gegenwärtigen Version viele im Vorfeld mokierten, das man den Unterschied zu GC Fassung nicht sehen würde. In der Tat sieht es verglichen mit anderen Funracern auf den ersten Blick eher schlicht und nicht „State of the Art like“ aus. Doch vergleicht man wirklich mal die zwei Versionen, ist der Unterschied dann doch deutlich sichtbar. Man hat komischerweise immer den Vorgänger besser in der Erinnerung, als er wirklich war. Eines ist jedenfalls Gewiss, die gegenwärtige Darstellungsweise vermittelt einem direkt das Gefühl wieder zu Hause zu sein.
Was ist neu? Die Neuerungen kann man im Prinzip auf zwei wesentliche Punkte zusammenfassen. - Steuerung
- Online Multiplay
Die Steuerung wurde natürlich an das neue Bedienkonzept der Wii angepasst. So könnt ihr direkt mit der Wiimote und Nunchuk Kombi auf Granprixkurs gehen, aber auch das Retrofeeling mit dem Classic oder Cube Controller geniessen.
Das I-Tüpfelchen will Nintendo aber mit dem beigelegten Mario Hart Wheel setzen. In dieses 18 cm breite Kunststofflenkrad wird die Wiimote einfach eingebettet. So könnt ihr die Schalter der Wiimote auf der Vorderseite bequem mit beiden Daumen erreichen und den B-Knopf auf der Rückseite des Wheels über den dort eingebauten Taster bedienen. Die Lenkbewegung wird selbstverständlich über die in der Wiimote integrierten Sensoren erfasst und an die Konsole übermittelt.
Alle genannten Steuerungen funktionieren perfekt. Welche dieser Steuerungsarten von Euch favorisiert wird, ist bestimmt Geschmacksache, doch ist bei den Fans der Serie schon eine Tendenz zu den OldScool Steuerungsvarianten zu erkennen. In der Redaktion wird die Wiimote/Nunchuk Kombi bevorzugt, weil sie das Beste aus allen Zeiten vereinigt.
Der Online Multiplayer ist Nintendo wirklich gelungen. Die Spielervermittlung funktioniert perfekt (jedenfalls zum Zeitpunkt des Tests) und es bereitete uns einen Heidenspaß diese Online Schlachten auszutragen. Ihr dürft nun gemeinsam mit 11 weiteren Freunden oder globalen Strangers auf die Pisten gehen.
Da die humanuiden Eiweisseinheiten am anderen Ende der Controller auch zumeist eine höhere Intelligenz sowie Geschick aufweisen, als eure KI Gegner im Singleplayer, ist es online vielfach schwieriger zu gewinnen. So bekommt ihr beispielsweise im Online Vs-Modus ein Konto von 5000 Punkten, das ihr entweder aufstocken oder verspielen könnt. Die Anzahl der Punkte die dabei zum Einsatz kommen ist stark abhängig von der Spielerzahl die gleichzeitig am Rennen teilnehmen.So kann man dann schnell sehen vor welchem Gegener man sich in Acht nehmen sollte, oder wem man mit Leichtigkeit besiegen kann. Ganz gleich ob Online GranPrix oder Vs-Modi es mach auf jeden Fall riesig Spaß und ist wegen der Beteiligung anderer Gamer auch viel emotionaler :-)
Der im neuen Onlinepart integrierte Mario Kart Channel klärt euch immer darüber auf was sich gegenwärtig in der Onlinewelt so tut. Dort könnt ihr sehen welcher von euren Freunden gerade online ist oder wann Nintendo eines seiner neuen Online Meisterschaften mit Gewinnoption austragen will. Ihr seht da wird einiges geboten werden.
... und was gibt´s noch? Das war bei weitem noch nicht alles, denn ihr habt nun erstmals auch die Möglichkeit mit Bikes über die Pisten zu rasen. Überhaupt ist die Fahrzeugflotte stark erweitert worden. Im Laufe des Singlepayer Erlebnisses schaltet ihr immer weitere mobile Untersätze, sowie auch noch nie dagewesene Charaktere frei. Alle Fahrzeuge sowie Spielfiguren haben unterschiedliche Eigenschaften, die ihr euch zunutze machen könnt.
Im Spielverlauf befahrt ihr 16 altbekannte, aber auch 16 neue Pisten. Diese Vielfalt muss erst mal jemand bieten können. Jede dieser Pisten ist abwechslungsreich, bietet verschiedene Gemeinheiten & Abkürzungen auf und ebenso genug Möglichkeiten die neuen Flugstunts auszuprobieren. Flugstunts geben euch neben den auf der Piste liegenden Items die Möglichkeit immer wieder Geschwindigkeitsvorteile gegenüber der Masse zu erarbeiten.
Apropos Items ... diese sind natürlich wieder willkürlich über die Pisten verteilt und können meist zum Leid eurer Kontrahenten eingesetzt werden. Immer gern genommen werden rote und grüne Schilkrötenpanzer, mit denen ihr eure Gegner von der Piste schießt. Aber auch alle anderen Items sind wieder mit von der Partie. Neu ist die Rakete in die sich der Letztplatzierte kurzzeitig verwandeln kann, um das Feld von hinten aufzuräumen. Jeden den er bei seiner Aufholjagd tuschiert, wird von der Piste gedrückt. So macht man sich besonders im Kreise seiner Freunde sehr beliebt.
Fazit: Kurzum gesagt alles was ihr in den letzten Teilen lieben gelernt habt, werdet ihr in diesem Teil wieder finden. Die integrierten Neuerungen verbessern sogar das Gameplay und sorgen für Langzeitmotivation. Sicherlich gibt es Spiele die optisch besser aussehen, doch verlieren diese alle gegen Mario Kart wenn es um den Fun Faktor geht. Mario Kart ist und bliebt Refferenz im Bereich Fun Racer. Mehr ist dazu nicht zu sagen ...
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