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Playboy The Mansion: errichten Sie Ihren Himmel auf Erden
Welcher Mann hat noch nie davon geträumt, ein wahrer Playboy zu sein, dem die Frauen zu Füßen liegen und die Männer beneiden? Wer möchte nicht sein Leben in Saus und Braus und von Party zu Party leben? Und so ganz nebenbei lässt man auch noch sein Imperium wachsen!
In dem neuen Spiel von Ubisoft: „Playboy The Mansion“ geht es genau darum.
Um Männerträume!


Das Ziel ist...

Du bist Hugh Heffner (von seinen Freunden nur „Hef“ genannt) und kannst hier beweisen, dass auch in dir ein Playboy steckt. Dazu kannst Du in diesem, in Sims-Manier gestaltetem und zu spielendem Game, Dein eigenes Wirtschaftsimperium aufbauen. Wo bei den Sims der Schwerpunkt in Richtung soziales Netzwerk und Alltag geht, da wird in diesem Spiel die Gratwanderung zwischen Wirtschaftssimulation und Erotik gewagt. Doch ist dieser Spagat überhaupt möglich?

So wird es gemacht

Grundsätzlich geht es natürlich darum das Playboy Magazin herauszubringen. Dazu brauchst Du entsprechende Artikel für das Magazin und jede Menge nackte Haut. Letzteres selbstverständlich vorzugsweise von den sogenannten Playmates. Nachdem Du dein Team aus Fotografen und Journalisten angestellt hast, brauchst Du nur noch die Inhalte für Dein Magazin.

Wie aber kommt man an diese notwendigen Inhalte? Oder kommen sie zu einem? Genau - letzteres ist der Fall! Wenn Du beispielsweise einen Artikel (Interview) von einem Sportler haben willst, lade ihn zu Deiner nächsten Party in Deiner Mansion ein, spendiere ihm Drinks, laber ihn voll und lass ihn mit den Bunnies und Playmates flirten. Wenig später sollte er nun bereit sein, einen Artikel zu schreiben oder ein Interview zu geben. Analog klappt diese Strategie auch mit den Playmates, die dann durchaus zu Centerfolds werden können. Hierfür überzeugt man die eingeladenen Damen sich für ein Fotoshooting herzugeben und fotografiert sie nachdem man Sie entsprechend ein- oder ausgekleidet hat. Desweiteren kann Hef seine Playmates auch das eine oder andere Mal vernaschen - auf dem Sofa, im Gebüsch, Pool... Diese Quickys sind aber „harmlos“ in der Darstellung, da die Protagonisten ihre primären Geschlechtsmerkmale per Unterhose o.ä. verdeckt halten. Lediglich nackte Pixel-Brüste gibt es in allen Größen zu sehen. Hast Du dann alle Artikel, Interviews und Fotos zusammen, kannst Du Dein Magazin zusammenstellen und veröffentlichen. Genau so geht das Spiel dann auch Runde für Runde weiter...

Simulation oder Stimulation?

Dieses Spiel ist längst nicht so komplex wie die der Sims-Reihe. Und leider auch bei weitem nicht so abwechslungsreich. Eine Langzeitmotivation, die über vier Stunden hinausgeht, ist bei mir kaum aufgekommen. Dafür ist das Gameplay zu eintönig. Der Spagat zwischen umfangreicher Wirtschaftssimulation, der Aufbau sozialer Strukturen und Erotik hat hier nicht geklappt. Selbst Fans des seichten Gameplays wird dieses Spiel auf die Dauer zu öde sein. Es fehlt ganz einfach an Spielwitz.

Audiovisuelle Dissonanzen

Die Grafik ist nicht Zeit- bzw. Konsolengemäß. Die Charaktere sind eher lieblos texturiert und animiert. Derbe Grafikfehler sind vorhanden: teilweise „verschwinden“ die Charaktere ineinander - und damit meine ich nicht die Sex-Szenen! Der Sound ist soweit in Ordnung. Die Musikauswahl ist aus dem Bereich des „Easy Listening“ (House, Jazz) und passt prima in das Szenario. Die deutsche Synchronisation hingegen ist mies. Sie hat den Charme der Telefon-Zeitansage! Die Steuerung des Spiels und die Navigation des Protagonisten ist jedoch leicht zu erlernen und gut gelungen. Allerdings machen ein guter Sound und eine gute Steuerung alleine noch kein gutes Spiel. Entscheidend ist meist die Spielidee und deren Umsetzung. Die Spielidee selbst ist auch nicht wirklich schlecht, nur hapert es leider an der Umsetzung derselben.

...und der Moral von der Geschicht'

Feministinnen könnten natürlich bemängeln, dass es keinen umgekehrten Modus gibt. Das hiesse, Du wärest ein weiblicher Hugh Heffner - Heidi Heffner o.ä. - und es hüpften männliche Bunnies in Deiner Mansion herum. Oder vielleicht ein gemischter Modus! ;-) Chauvinistisch ist die ganze Playboy-Welt allemal - egal ob auf dem Screen oder oder im Print-Medium. Frauen degradiert zu Objekten - zu Bunnies - zu Spielzeugen der Männerwelt! Doch wie wir alle wissen: Sex sells! Und so hätte man wenigstens hoffen können, dass dieses Game einen intimen Einblick in das Hugh-Heffner-Imperium gibt und Informationen aufwartet die man(n) wirklich noch nicht wusste. So hätte zumindest ein Spiel für echte Fans daraus werden können.

Traurig aber wahr: die Bewertung

Die Wertung, die ich nun diesem Spiel geben muss, ist leider allenfalls ein Ausreichend. Diese Note wird aber wirklich gerade noch so von unten angekratzt. Das aber auch nur, da mir persönlich der Soundtrack recht gut gefällt. Mehr ist hier meiner Meinung nach wirklich nicht möglich - so leid es mir tut. Ich hätte lieber ein Spiel gehabt das für diesen Preis eine Motivation von deutlich über zehn Stunden bringt!

 Facts
Publisher : UbisoftUSK : 18
Entwickler : Cyberlore StudiosRelease-Date : 25.01.2005
Global Sound/Bild Steuerung XBOX-Live
Offline Players1
Systemlink
Xbox ExklusivNein
THX Sound
Dolby 5.1Ja
TV-Format
Lenkrad
Arcade Stick
Light Gun
Online Multiplayer
Content DownloadsJa
  


Bewertung
Gameplay : 62% Sound : 75% Grafik : 60% Steuerung : 78% Multiplayer : %
Gesamt-Bewertung


Kommentar des Redakteurs

Es gibt Spiele die es schaffen verrückte erotische Elemente einzusetzen. Ich denke da an die Larry-Reihe. Sicherlich ist der neueste Sprössling dieser Reihe lägst nicht mehr das, was man aus den alten Teilen gewohnt war. Jedoch machen beim neuesten Larry-Spiel die witzigen Dialoge einen Großteil der Atmosphäre aus. Bei Playboy The Mansion  bestehen die Dialoge zwischen den Charakteren lediglich aus Sprechblasen mit Symbolen und dem auch aus Sims bekannten „Kauderwelsch“.

Erstellt am : 26.04.2005      Autor : Michael Harms          © EVO-X.DE & XBLIVE.DE
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