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Für diejenigen, die bisher noch nichts über Singstar gehört haben, hier eine kurze Zusammenfassung.
Das Grundset wird mit zwei Mikrofonen, die an den USB - Anschluss angeschlossen werden, und einer DVD mit über 30 verschiedenen Musikstücken ausgeliefert. Ziel ist es nun bei den Liedern mitzusingen und möglichst viele Punkte dabei zu ergattern. Im Gegensatz zu normalen Videospielen ist hier nicht die Reaktionszeit an einem Joystick gefragt, sondern der richtige Einsatz der eigenen Stimmbänder. Dies ist umso schwieriger, da nicht jedem eine Weltklasse – Stimme in die Wiege gelegt wurde.
Nach dem Öffnen der Verpackung ist man zunächst leicht enttäuscht, sind doch keine drahtlosen Mikrofone enthalten. Ebenso wie bei der PS2 müssen diese weiterhin per Kabel an die Konsole angeschlossen werden. Dies ist nicht Next-Gen würdig. Mal sehen, ob hier in Zukunft noch nachgebessert wird. Vorteilhaft ist hier, dass – wenn vorhanden – die PS2 Mikrofone weiterhin genutzt werden können. Auch funktionieren die bisherigen Singstar PS2 Titel problemlos an der PS3.
Direkt zu Beginn treten bereits die Unterschiede zwischen der PS2- und der PS3-Version zu Tage. Nach dem Start des Spiels sieht das Menü auf der PS3 um einiges schöner gestaltet aus. Man sieht da schon die höhere Auflösung der PS3. Den Wunsch nach HD-Videos hat man angesichts der Möglichkeiten der PS3 genauso im Hinterkopf. Doch leider patzt das Game hier ein wenig. Im Gegensatz zur PS2-Version sind die Videos zwar um einiges höher aufgelöst, an der HD-Auflösung wie in Blu-ray-Filmen zu sehen, kommen die Videos allerdings leider nicht heran.
Insgesamt steht die Grafik bei diesem Spiel naturgemäß nicht im Vordergrund. Der Fun-Faktor kommt hier vielmehr durch das Spielprinzip zu Stande. Nach dem Start eines Titels sieht man Balken je nach Tonlage über den Bildschirm platziert, die um die jeweiligen Textpassagen des Stückes ergänzt werden. Parallel zum Musikstück verläuft nun ein Cursor entlang der Balken und produziert je nach Gesang in das Mikrofon einen zusätzlichen neuen Balken. Dieser sollte im Idealfall genau auf dem vorgegebenen Balken liegen, denn dann hat man die Töne genau getroffen. Hat man zu hoch oder zu tief gesungen, liegen die Gesangsbalken darüber oder darunter. Doch damit nicht genug. Trifft man den Balken genau, wird am Ende der Sequenz - bevor die Balken wieder mit Fortschritt des Musikstücks neu aufgebaut werden - ein Kommentarfeld eingeblendet. Dann kann man sich über Kommentare wie „gut“ oder „cool“ freuen. Schwieriger wird es, wenn dort am Ende „grausam“ eingeblendet wird. Das Punktekonto wird dann nur gering aufgefüllt. Das Gelächter der Mitspieler ist einem dann gewiss. Je nach Schwierigkeitsgrad ist das Spiel auch strenger gegenüber falschen Tönen.
So richtig Spaß kommt natürlich erst auf, wenn das Spiel zu zweit gespielt wird. Neben dem Trainings- und einem Singleplayer-Modus stehen auch folgende Modi zur Verfügung. Entweder sammelt man im Duett gemeinsam die Punkte, um die Highscorelisten zu stürmen, oder man tritt im Duell an. Hier singen beide gemeinsam dasselbe Stück. Für jeden Spieler werden separate Balken mit separaten Kommentaren eingeblendet. Sieger ist hier, wer zum Schluss die meisten Punkte eingeheimst hat. Auch kann man mit mehreren Spielern bei „Gib das Mikro weiter“ spielen. Hier spielt man im Team in verschiedenen Variationen.
Ein weiter Unterschied zur PS2 Version betrifft die Online-Fähigkeit der PS3. Hier steht nun unter einem separaten Menüpunkt ein SingStore zur Verfügung. Voraussetzung ist natürlich, dass die PS3 mit dem Internet verbunden ist. Dort besteht nun die Möglichkeit, die über 30 mitgelieferten Songs mit neuen aus dem Store zu erweitern. Titel in Deutsch, Englisch und anderen Sprachen sowie verschiedenen Musikrichtungen stehen zur Verfügung. Erfreulicherweise wird das Angebot im Store derzeit laufend erweitert. Für etwa zwei Euro kann ein Titel erstanden werden. Zusammengezählt bekommt man zwar mehr Titel für das gleiche Geld bei einer DVD - Version für die PS2. In Kauf nehmen muss man dann aber auch, das Titel dabei sind, die nicht jedermanns Sache sind. Im Store kauft man dagegen gezielt die Wunschtitel, sofern vorhanden.
Weiterhin gibt es noch als zusätzlicher Online Menüpunkt „My SingStar“. Dort kann man der SingStar Community beitreten um z.B. Freunde zu finden und Videos zu bewerten.
Fazit: Singstar auf der PS3 hat wie bereits die Vorgänger ebenfalls großes Potenzial zu einem Hit. Dies ist nicht zuletzt auch darin begründet, dass durch den Singstar Store neue Möglichkeiten eröffnet werden und man – sofern der Geldbeutel dies hergibt – die eigene Sammlung um einzelne Titel ergänzen kann. Wünschenswert für die Zukunft wären drahtlose Mikrofone und besser aufgelöste Videos.
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