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Nachdem bereits der erste Nextgen-Auftritt der Rainbow Six Eingreiftruppe um Squadleader Logan Keller, als gelungen bezeichnet werden konnte und besonders im Online-Multiplayer viele Anhänger gefunden hat, warten Xbox 360 Besitzer gespannt auf den Nachfolger. Wir haben die Preview Version des Taktik Shooters aus der Softwareschmiede von Ubisoft getestet und möchten euch hiermit einen kurzen Eindruck vermitteln, was euch im April erwartet.


Nach dem etwas unbefriedigenden Ende, das die Terroristenjagd in Las Vegas beim Vorgänger genommen hatte,haben Kenner des ersten Teils sicherlich erwartet, dass die Handlung direkt an das Geschehen dort anknüpft, wo der Vorgänger aufhört. Doch obwohl die Story Bezug nimmt auf vorangegangene Storyelemente, finden die Missionen teilweise zeitlich parallel zum Handlungsstrang von „Rainbow Six: Vegas“, teilweise in der Zukunft oder, wie im Falle der Anfangsmission, in der Vergangenheit statt. Die logische Konsequenz daraus ist natürlich, dass ihr ab sofort nicht mehr in die Rolle von Logan Keller schlüpft, sondern als Bishop agiert, der ebenfalls ein Mitglied des Rainbow Six Teams ist.

Hierbei wird die erste auffällige Neuerung von „Rainbow Six: Vegas 2“deutlich. Denn anders als beim Vorgänger könnt ihr nun einen Charakter erstellen, mit dem ihr auch in der Kampagne auf Terroristenjagd geht. Dazu gibt es die altbekannten Accessoires, wie Helme, Tarnkleidung und -bemalung, sowie Mützen, Brillen oder Kevlarequipment.

Sobald ein Charakter erstellt wurde, beginnt das Spiel mit einer Rückblende, in der Bishop und sein Team Geiseln aus einem Observatorium retten müssen, das in den Pyrenäen liegt. Wie schon beim Vorgänger gibt es zu Beginn tutorialähnliche Tipps, die eingeblendet werden und den Spieler mit der Grundsteuerung vertraut machen. Doch Kenner des ersten Teils können diese Hilfestellungen auch im Menü ausschalten und werden sich dennoch zurecht finden. Denn die Steuerung ist dieselbe wie beim ersten Trip des Rainbow Six Squads nach Las Vegas. Mit Sicherheit die richtige Entscheidung des kanadischen Entwicklerteams, an den Stärken des Prequels festzuhalten und diese im Detail zu verfeinern.

Beim Missionsdesign werden ebenfalls die Parallelen zum ersten Teil deutlich, was jedoch nicht heißen soll, dass dies Langeweile bedeutet. Der Storymodus ist wieder einmal grandios gescriptet und die Missionsziele abwechslungsreich gestaltet. Während ihr an manchen Stellen in bekannter Rainbow Six Manier einen Raum durch drei Türen gleichzeitig stürmt oder euch zusammen mit euren Teammitliedern abseilt und durch die Fenster den Raum betretet, ist es teilweise von Vorteil, beispielsweise eine Rauchgranate zwischen euch und die Gegner zu werfen, das Thermalsichtgerät aufzusetzen und die sichtbehinderten Feinde durch den Rauch hindurch auszuschalten. Genauso gehören zur Kampagne wieder aufwendig inszenierte, actiongeladene Feuergefechte, die dem Spieler alles abverlangen. Eure KI-Kollegen haben genauso, wie eure computergesteuerten Widersacher, merklich dazu gelernt. Die Rainbows suchen sich geschickt Deckung und befolgen in den meisten Fällen eure Anweisungen erstaunlich gut. Sie bleiben im Hintergrund, wenn es die Situation erfordert und schalten Gegner zielsicher aus, wenn ihr es befehlt. Auch die Gegner sind, bis auf ein paar kleine Aussetzer, ganz schön auf Zack und flankieren euch, wechseln die Deckung und machen euch an manchen Stellen ganz schön das Leben schwer.

Obwohl die Entwickler von Ubisoft nicht gerade einen Innovationspreis verdient haben, was das Missionsdesign anbelangt, macht die Kampagne echt Spaß. Als neues Feature ist es Freunden sowohl online als such offline nun jederzeit möglich, in das Spiel einzusteigen und euch Schützenhilfe zu geben, indem sie die Kontrolle eines vierten Teammitglieds übernehmen können, während der Host weiterhin die Einsatzleitung behält und die KI-Kollegen befehligt.

Als Erweiterung zum Rangsystem des Vorgängers kommt bei „Rainbow Six: Vegas 2“ das neue A.C.E.S.-System zum Einsatz. Die Abkürzung steht für „Advanced Combat Enhancement and Specialization“ und das System erfasst und bewertet Euer Vorgehen in Missionen bzw. Multiplayermatches. Für Abschüsse und erfolgreiche Aktionen erhaltet ihr Erfahrungspunkte und steigt ab einer bestimmten Anzahl gesammelter Punkte im Rang. Dadurch erhaltet ihr neues Zubehör und Waffen, mit denen ihr euren Charakter ausrüsten könnt. Ihr bekommt für die unterschiedlichsten Aktionen Punkte: beispielsweise, wenn ihr Gegner, die gerade von einer Blendgranate ihrer Sicht beraubt wurden, erledigt oder ganz einfach Headshots verteilt. Das motiviert natürlich zusätzlich und ist eine lobenswerte Neuerung. Insgesamt wurden dem Arsenal eurer Soldaten elf neue Waffen spendiert und so könnt ihr diesmal aus einem noch umfangreicherem Repertoire von Feuerwaffen wählen.

Grafisch und technisch sind keine auffälligen Verbesserungen zu bemerken, zumindest, was den Einzelspielermodus anbelangt. Doch diesmal ist auch der Multiplayermodus optisch auf dem selben Niveau wie die Kampagne, was beim Vorgänger nicht der Fall war. Somit befinden sich beide Spielmodi auf demselben einwandfreien, wenn auch nicht absolut atemberaubenden grafischen Niveau. Als einer der wenigen Kritikpunkte wäre die Gestaltung der zahlreichen Innenlevels zu nennen, die zum Teil etwas detailarm ausfällt und mit matschigen Texturen zu kämpfen hat.

Soundtechnisch hat man bei Ubisoft erneut ganze Arbeit geleistet. Die Hintergrundmusik untermalt passend das Spielgeschehen und auch die deutsche Sprachausgabe ist wirklich ausgezeichnet, wie man es bei Titeln der Marke „Tom Clancy“ gewohnt ist.

Fazit: Mit dem zweiten Teil der „Rainbow Six: Vegas“-Reihe werden den Käufern keine bahnbrechenden Neuerungen oder Innovationen geboten, sondern vielmehr eine konsequente Weiterentwicklung des bewährten Taktik-Shooter Konzepts. Der Feinschliff steht dem Spiel gut zu Gesicht und besonders das neu eingeführte A.C.E.S.-System sorgt für zusätzliche Motivation. Der Koop-Modus ist eine nette Idee und wenn die Vollversion den guten Eindruck der Preview bestätigt, wird „Call of Duty 4“ ab April einen heißen Konkurrenten um den ersten Platz in der Gunst der Xbox Live Community haben.


Anmerkung zur deutschen Version: Da der internationalen Fassung die Kennzeichnung von der USK verwährt wurde, wird im April eine eigens für Deutschland angefertigte Version released. In dieser werden Änderungen bezüglich der Achievements und des A.C.E.S.-Systems enthalten sein. Es bleibt zu hoffen, dass diese Version online mit den Versionen der anderen Länder kompatibel sein werden, da ansonsten die Möglichkeiten der Spielevermittlung für Besitzer einer deutschen Version doch arg eingeschränkt sein wird.


Bewertung
Gameplay : 91% Sound : 90% Grafik : 89% Steuerung : 89% Multiplayer : 96%
Gesamt-Bewertung


Erstellt am : 16.03.2008      Autor : MG          © EVO-X.DE & XBLIVE.DE
GAME-FACTS
Publisher : Ubisoft
Entwickler : Ubisoft Montreal
Release : 20.03.2008

Genre : Taktik Shooter
Player : 1
USK Einstufung

keine Jugendfreigabe
Homepage
Rainbow Six
Titel : Rainbow Six Vegas 2      Publisher : Ubisoft      Release : 20.03.2008
Titel : Rainbow Six Vegas 2      Publisher : Ubisoft      Release : 20.03.2008
Titel : Rainbow Six Vegas 2      Publisher : Ubisoft      Release : 20.03.2008
Titel : Rainbow Six Vegas 2      Publisher : Ubisoft      Release : 20.03.2008
Titel : Rainbow Six Vegas 2      Publisher : Ubisoft      Release : 20.03.2008
Titel : Rainbow Six Vegas 2      Publisher : Ubisoft      Release : 20.03.2008
Titel : Rainbow Six Vegas 2      Publisher : Ubisoft      Release : 20.03.2008
Titel : Rainbow Six Vegas 2      Publisher : Ubisoft      Release : 20.03.2008
Titel : Rainbow Six Vegas 2      Publisher : Ubisoft      Release : 20.03.2008
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