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„Zwischen Traum und Realität“
Eternal Sonata springt in einem späten Zeitalter ein. Genauer gesagt im
Jahre 1849 in Paris. Dort liegt nämlich der kleine Komponist und
Pianist Frédéric Chopin im Sterbebett und rangt im Koma um sein Leben.
Allerdings bekommt der kleine Chopin nicht all zuviel davon mit. Dieser
träumt sich nämlich in seiner eigenen Welt. Die Welt von Eternal
Sonata. Außer Chopin begegnet man unter anderem auch die kleine Polka,
Allegretto und Beat, die sich getrennt zum Staatsoberhaupt, den
bösartigen Grafen Walzer, aufmachen um die Steuern senken zu lassen die
für die schwierige Lage in der Welt verantwortlich ist.
„Licht und Schatten“
Eternal Sonata macht so einiges anders als Final Fantasy und Co. Schon
in dem Aufbau des Kampfgeschehens sieht man, dass man es mit
klassischem Runden- und Echtzeitkampf zu tun hat. Wer allerdings nun
denkt, dass die Steuerung der Horror ist liegt falsch. Denn in Eternal
Sonata hat man ein Angriffs, ein Block und ein Magie Button. Aus dieser
einfach Kombination gestalten sich die Kämpfe vom Aufbau her sehr
Simple.
Allerdings wird das simpel durch den Ablauf der Kämpfe auch gleich
wieder zunichte gemacht. Denn man hat nur eine bestimmte Zeit seinen
Gegner in die Hölle zu schicken. Am linken Bildschirmrand sieht man
gleich einen Balken, der sich ab der ersten Bewegung unseres Helden
langsam leert. Wenn dieser leer ist, geht die Runde für unseren Helden
vorbei und der nächste Teilnehmer des Kampfes ist an der reihe.
Für den letzten Kick in den Kämpfen sorgt das Licht und Schatten
Verhältnis auf dem Kampfplatz. Denn sollte es passieren, dass euer
knuddliger Gegner in ein schattigen Bereich des Kampffeldes rennt,
verwandelt er sich in ein größeres Monster, was an Energie sowie Kraft
zulegt.
Auch eure Helden bleiben von den Hell-Dunkelunterschied nicht
verschont. So ändern sich die Spezial Attacken. Während man als Magier
in Licht sehr oft Heilungszauber einsetzt, kann man im Schatten
Angriffszauber auf den Gegner niederschießen. So bekommen die Kämpfe
bei Eternal Sonata noch mal eine ganz besondere Würze. Solltet ihr
allerdings bei dem ganzen Licht und Schattending mal den Überblick
verlieren, so könnte ihr mit einem Tastendruck die feste Kamera in
einer anderen Position richten und euch umschauen wie ihr angreift oder
von wo.
Und falls man mal nicht alleine vor der Konsole sitzt, können weitere Spieler mit zusätzlichem Controller im Kampf mitspielen.
Für die Spezial Attacken braucht man ebenfalls kein Mana, da so was
einfach nicht vorhanden ist. Sämtliche Attacken, egal ob nun einfacher
Angriff oder Zauber, gehen von dem Balken weg, der anzeigt, wie lange
ihr noch am Zug seit. Auch die Stärke der Spezialattacken können
bestimmt werden, indem ihr mit einem normalen Angriff so genannte
„Echos“ sammelt. Habt ihr mit euren Helden genug davon gesammelt in
einem Kampf, können diese dann zur Verstärkung für den Spezialangriff
genutzt werden.
Allerdings vermisst man auch den taktischen Umgang in Sachen
Elementenzauber bei Enteral Sonata. So muss man sich nur drauf
fokussieren, entweder ein Schattenzauber oder ein Lichtzauber auf die
Monster zu werfen. Leider fallen solche komplexe Kampfzauber wie bei
Final Fantasy komplett weg.
„Waffen und Items“
Da kämpfen ohne gute Waffen ziemlich schwer wäre, wurde auch an einem
leichten und freundlichen Einkaufssystem gearbeitet. So erkennt man auf
den ersten Blick, welche Waffen- Ausrüstung für welchen Charakter
geeignet ist und wo es Verbesserung bringt. Die Ausrüstungsgegenstände
bringen auch selten Fähigkeiten mit sich. So hat man bei einigen
ständige Finsternis in Kämpfen. Was den entsprechenden Vorteil für die
Magier bringt.
Da man eigentlich bei einer großen Einkauftour irgendwann an Geldmangel
leiden, sollten braucht sich bei Eternal Sonata keine Sorgen machen.
Dadurch dass die im Kampf gemachten Bilder von Beat verkauft werden
können sollte man immer genug Geld im Inventar haben für Waffen, Items
und Rüstung. Dieser kleine Vorteil bringt meiner Meinung leider auch
einen kleinen Nachteil mit sich. Denn durch diese Fotoaktionen fällt
ein großer Faktor bei RPG´s weg; das Handeln.
„Der niedliche Anime look“
Schon auf den ersten Blick bemerkt man das Eternal Sonata keine
Grafikbombe ist wie Final Fantasy. Allerdings bekommt das Spiel dadurch
keine Abstriche. Ganz im Gegenteil. Der niedliche Anime Look passt
einfach zu dem Spiel. Man merkt im Laufe einfach, dass die Entwickler
sehr viel Mühe in das Spiel gepackt haben. Die Welt ist bunt und
detailreich, die Städte und Charaktere wirken durch den Grafikstyle
lebendig. Die Zwischensquenzen machen dann noch den Rest. Durch die
wunderschönen Animationen und richtig spannenden Dialogen wird man
förmlich an die Konsole gebunden. Man kann auch ohne Angst sagen, dass
Eternal Sonata das hübscheste Xbox 360 Spiel ist, was bis jetzt
erschienen ist. Auch musikalisch lässt Eternal Sonata keine Wünsche für
RPG und Soundfans offen. Durch das ganze Spiel wird man von
orchestralischen, wunderschönen Klängen begleitet und auch Chopin
persönliche Lieder werden in Eternal Sonata zur hören sein.
„Multiplayer!....Oder auch nicht?“
Ein Part bei Eternal Sonata, bei dem ich mir das Schmunzeln nicht
verkneifen konnte, ist der „Multiplayer Part“. Leider wurde er so
gering gehalten, dass man eigentlich gar keinen hätte einbauen brauchen.
Wenn man sich in einem Kampf befindet, kann sich ein zweiter Spieler
über einen anderen Controller einklinken und im Kampf mitwirken. An
sich eine recht nette Idee. Leider viel zu klein und unbrauchbar. Denn
wenn ich im Koop spielen will, dann das ganze Spiel über und nicht nur
die Kämpfe.
FAZIT:
Eternal Sonata ist ein Rollenspiel der alten Schule. Hier wird wert auf
Gameplay und Geschichte gelegt was hier von großem Vorteil ist. Das
Spiel überzeugt durch die Grafik sowie die musikalischen Elemente und
den Charme, die einem beim Spielen durch die liebevoll gestaltete Welt
einfach träumen lässt.
Das einfache Kampfsystem und das leicht zu erlernende Inventar sorgen
dafür, dass man sich in Ruhe auf die Story einlassen kann. Leider fehlt
es Eternal Sonata ein wenig an Taktik in den Kämpfen, so dass man ohne
große Mühe sich durch die Level metzeln kann.
Durch den „Mutliplayer“ Einsatz fühlt man sich als Spieler ein wenig verkohlt
und, man fragt sich „Hätte man dafür die nicht vorhandene Taktik
einsetzen können?“. Aber im Endeffekt macht Eternal Sonata einen
wirklich tollen Eindruck. Für Rollenspiel Fans ein muss, für Anime Fans
kauf pflicht. Aber auch die Spieler, die mit beidem nicht wirklich was
anfangen können, sollten sich das Spiel auf jedenfalls anschauen.
Enternal Sonata ist einfach ein Rollenspiel, das man lieben muss und
auf der Xbox 360 gefehlt hat.
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