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Ich bin Beowulf
Beowulf ist ein junger, arroganter nordischer Krieger mit der Kraft von 30 Männern, der dazu beauftragt wird, einen Dämon mit dem Namen Grendel zu töten. Davon unbeeindruckt schreitet Beowulf zur Tat und erfüllt seine Mission mit viel Blut und Gewalt. Allerdings hat jeder Dämon auch eine Herkunft. Grendels liegt bei seiner Mutter. Das wissen auch die Dänen, die Grendel terrorisiert hat und beauftragen Beowulf damit, auch Grendels Mutter den Garaus zu machen.
Entfessle deine Wut
Ihr startet als Beowulf bei einem Wettstreit, der auch gleich als Tutorial dient und euch die Grundlagen der Metzelorgie näher bringt. So wird man auch gleich mit der einfachen Standard Steuerung vertraut gemacht, die der von Conan und anderen Metzel Kollegen sehr ähnlich ist. Habt ihr diese erlernt kommt ihr auch gleich zu eurem ersten Endgegner. Mit etwas erstaunten Augen werdet ihr gleich mit der Neunköpfigen Wasserschlange Hydra konfrontiert. Klar, dass man selbst mit einer Kraft von 30 Mann keiner Riesen Wasserschlange mit neun Köpfen gewachsen ist und prompt in die ewigen Jagdgründe geschickt wird. Dies hat allerdings auch seinen Sinn und liegt keinesfalls an eurem spielerischen Können. Denn durch Beowulfs „Ableben“ erlernt ihr seine Spezialfähigkeit, die wohl das wichtigste Element des Spieles ist. Diese Fähigkeit nennt sich "Wüten" und sorgt dafür, dass ihr eure Gegner noch brutaler und unbesiegbar ins Jenseits schicken könnt. Klingt Cool? Ist es leider nur zur Hälfte denn alles was einen Vorteil bringt, zieht auch ein Nachteil mit sich. Im Wutmodus seid ihr zwar unbesiegbar, ist dieser allerdings vorbei, steht der große Held nur noch mit wenig Lebensenergie da und ist ein gefundenes Fressen für die Gegner. Allerdings bringt der Wutmodus mehr als nur Schlagkraft und halbe Lebensenergie. Mit diesem Wutmodus ist es möglich, durch gezielte Tastendrücke eure Gegner auf besondere Art und Weise ins Jenseits zu schicken. Außer der bloßen Hand und dem Wutmodus stehen Beowulf natürlich auch Schwert und Schild zur Seite. Allerdings ist auch das Metzeln mit dem Schwert nicht von langer Dauer. Dieses nutzt sich nämlich sehr schnell ab und ihr seid gezwungen entweder den Gegnern im Wutmodus eine Waffe zu klauen oder ihr nehmt euch ein Schwert oder eine Axt aus einem der Waffenständer, die im Level verteilt sind. Euch ist auch die Möglichkeit gegeben, eure Waffen aufzuleveln, um mit besseren Kombos eure Gegner zu vernichten. Auch die Waffenvielfalt ist nicht gerade groß. So stehen euch Einhänder, Beidhänder oder Schild zur Verfügung die sich in Schaden-, Tempo- und Combo-Fähigkeiten unterscheiden.
Im Kampf steht ihr nicht alleine da
Im Kampf steht ihr nicht alleine da. Denn eure treuen Recken ziehen zum größten Teil mit in die Schlacht. Den tapferen Soldaten könnt ihr natürlich auch Befehle geben, um einen Kampf zu überstehen oder Blockaden aus dem Weg zu räumen, die euch am Weiterkommen hindern. Ebenso könnt ihr eure Recken singen lassen, um bestimmte Sachen auszulösen, wie die Aktivierung von Mechanismen, sowie die Wiederbelebung oder Heilung gefallener Krieger. Diese Singerei spiegelt sich in einem System wieder, das die meisten aus Games wie Guitar Hero kennen. Zur richtigen Zeit den richtigen Knopf drücken. Dummerweise müsst ihr auch ein Auge auf die Recken haben. Sollte es allerdings passieren dass sie alle gefallen sind, traut sich der mutige Held alleine nicht mehr weiter und ihr müsst ab den letzten Checkpoint noch einmal anfangen. Das kann gerade dann zu einem Problem werden, wenn Beowulf sich in einem Wutzustand befindet. Denn dann ist es sehr schwer, seine eigenen Leute nicht zu treffen, und es passiert sehr oft dass man mit den Gegnern auch seine Kollegen ins Jenseits schickt. Die Kämpfe mit den Endgegnern sind im Grunde genommen alle gleich! Ihr vermöbelt bis zu einer bestimmten Stelle den Gegner und setzt dann zu einem "Wüten"-Move an. Dies wiederholt sich dann so oft, bis der Gegner erledigt am Boden liegt. Solltet ihr allerdings mal den falschen Knopf im Wut-Modus drücken, geht die ganze Sache wieder von vorne los. Nieder kloppen, Wut-Modus, umhauen…. An sich sehr schade, dass gerade bei den Gegnern so wenige Ideen in das Gameplay gekommen sind. Dies ist auch bemerkbar, da es sehr frustrierend ist, an den Gegnern immer wieder auf die gleiche Art und Weise zu sterben. Da die bösen Buben durch ihre teilweise beeindruckende Größe wirklich Angst machen und man schon im Vorfeld überlegt, wie man diesen zur Strecke bringt. Leider merkt man die Ideenlosigkeit auch in der Spielzeit. Diese beträgt nämlich nur 5-6 Stunden.
Wie ein schlechter Cartoon
Leider überzeugt "Beowulf" auch in Sachen Grafik nicht wirklich. Die Umgebung sieht matt aus und nicht gerade nach Next-Gen. Die Bewegungs-Animationen der Charaktere und Monster sind aber dennoch sehr gelungen und schön animiert, wenn man die Lippenbewegung nicht beachtet, die aussieht wie aus einem cchlechten Cartoon. Ebenso gibt es nicht wirklich Schattenwürfe derCharaktere. Ruckler oder sonstige Grafikfehler sind bei "Beowulf" auch nicht an der Tagesordnung bis auf kleine Clipping Fehler. Selbst in größeren Kämpfen, wo hier und da ein wenig mehr Blut spritzt, kann man ohne Probleme dem Kampfgeschehen folgen. Da ein Kampf ohne gute Musik nur ein sinnloses Rumgeprügel wäre, kommt der Original Soundtrack gerade recht und gibt "Beowulf" doch noch ein paar Plus Punkte. Durch die Musik, die in den Skywalker Soundstudios aufgenommen wurde, bekommt das Spiel noch den letzten Touch und ein wenig Spannung in den Kämpfen. Nur dumm, dass von dem schönen Soundtrack in den großen Kämpfen nicht mehr viel zu hören ist. Leider wurden aber nicht die Original Synchronstimmen verwenden wie in der amerikanischen Synchronisation.
Wenn ein Held nicht Held sein kann
Auch von leichten Bugs wird "Beowulf" nicht verschont. So kann es passieren, dass ihr den Wut-Modus aufladen wollt, dieser aber nicht aktiviert wird und die Gegner mit breitem Grinsen auf einen bewegungslosen Beowulf einprügeln können.
Zu zweit Metzeln ist zu viel
Was mich wirklich erschrocken hat an "Beowulf", war der fehlende Koop Modus. Was wirklich schade ist, denn das Game wäre ideal für eine Runde Metzel-Abenteuer mit einem Freund. Leider fehlt auch der Live Modus an sich, so dass "Beowulf" ein reiner Singleplayer ist.
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