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Virtua Fighter, seines Zeichens eines der bekanntesten Beat 'em Ups, ging mit dem Launch der PS3 in seine fünfte Runde. Nachdem der Titel dort aufgrund des mageren Multiplayermodus und vor allem wegen des fehlenden Onlinemodus teils für große Empörung unter der Fangemeinde sorgte, versucht Sega nun mit der Xbox 360 Portierung wieder in den Ring zu steigen.





Round One – Fight!

Wie in den meisten Arcade-Beat 'em Ups, geht es auch in Virtua Figher 5 schlicht und ergreifend darum, der Beste und Stärkste zu sein. Andere Titel haben von Sequel zu Sequel immer eine stärkere und aufwändigere Storyline mit einer Menge gut erzählter Zwischensequenzen spendiert bekommen. Virtua Fighter 5 bleibt im Bezug darauf allerdings betont Old School. Lesefaulen Handbuchhassern bleibt die Story völlig verschlossen.
Halb so wild – darauf kommt es bei diesem Titel auch nicht wirklich an. Denn wie auch schon in den Vorgängern besticht Virtua Fighter 5 durch sein komplexes Kampfsystem, welches Beat 'em Up-Greenhorns grundsätzlich schnell vor Frust ins Pad beißen lässt.

Lehrjahre sind keine Herrenjahre

Die lediglich drei belegten Buttons (Blocken, Schlagen, Treten) lassen vorschnell den Eindruck entstehen, man könne sich durch simples Buttonsmashing schnell seines Opponenten entledigen, doch wie so oft täuscht der erste Eindruck. Die Kombination von Analogstick (wahlweise auch dem D-Pad) und richtigem Timing ermöglicht versierten Spielern Dutzende komplizierter Moves. Doch ohne eines dieser essentiellen Elemente ist man schnell verloren und findet sich wehrlos von der gegnerischen Faust niedergestreckt am Boden wieder.
Daher heißt die erste Regel für Neulinge: Dojo aufsuchen. Auftragen, Polieren. Dort bekommt man grundlegende Tastenkombinationen und Timing vermittelt und kann Taktiken und Moves ausfeilen. Die Tiefen der Kampfkunst bleiben jedoch selbst den eifrigsten Joypadjüngern des Dojos vorenthalten, denn nur echte Kämpfe schaffen einen wahren Krieger.

Spielmodi

Der Single Player Modus gleicht dem der PS3 wie ein Esstäbchen dem anderen.
Absolventen des Dojos werden in eine Welt beschränkter Modi entlassen. Gestärkt prügelt man sich durch den allseits bekannten Arcade Modus, meistert vorgegebene Moves im Time Attack Modus oder absolviert den Quest Modus, der es ermöglicht durch erledigte Aufgaben Geld für die Individualisierung des Charakters zu verdienen, sowie Items und Tourniere freizuspielen.

Die interessanteste Neuerung bleibt somit der Onlinemodus, dessen Optionen jedoch eher mager ausfallen und sich auf das Erstellen eines Matches oder das Beitreten in ein bereits Erstelltes beschränken. Erstellt man selber Matches, kann man sich Gegner aus seiner Freundesliste in die Arena einladen, muss jedoch nach jedem Match erneut das Erstellen/Beitreten Menü aufsuchen, was sehr nervig sein kann. Trotz dieses Schrittes kann man während seiner Online-Handkantenpartie nicht den Charakter wechseln. Eine Möglichkeit, Onlineturniere mit mehreren Spielern auszutragen und ein ausgeklügelteres Matchsystem wäre mehr als wünschenswert gewesen.

Technischer Wohlgenuss

Im klaren Gegensatz zum Onlinemodus setzt Virtua Fighter 5 grafisch die Messlatte extrem hoch an. Alle Kämpfer bestehen aus unzähligen Polygonen und weisen einen hohen Detailgrad auf. Selbst Hautporen und Schweißperlen kann man in Nahaufnahmen bewundern. Die Grafik der Umgebungen stehen dem in keinster Weise nach und stellen die der PS3 Version, die leichtes Kantenflimmern vorwies, gänzlich in den Schatten.

Was in die Grafikengine investiert wurde, hat Sega jedoch auffallend an der Soundkulisse eingespart. Sowohl Tracks, als auch Soundeffekte sind keineswegs eines Spieles dieses Kalibers würdig, viel mehr fühlt man sich an Sounds von Street Fighter 2 auf dem Super NES erinnert, und das war 1992.


Fazit:
Virtua Fighter 5 auf der Xbox360 hat das, was der PS3-Version fehlt. Inhaltlich gleich, jedoch grafisch aufpoliert und durch den Onlinemodus ergänzt befindet sich das Spiel auf einem ganz anderen Level. Einsteigern der Serie sei dennoch geraten, mit Vorsicht an das Spiel heranzugehen. Das Gameplay ist nämlich alles andere als einsteigerfreundlich und erfordert mehrere Wochen an Übung. Wenn man diese Phase des Frusts und der geistigen Schmerzen erst einmal gemeistert hat, macht das Spiel enorm viel Spaß.


Bewertung
Gameplay : 86% Sound : 79% Grafik : 90% Steuerung : 81% Multiplayer : 90%
Gesamt-Bewertung


Erstellt am : 16.11.2007      Autor : Tobias Frank          © EVO-X.DE & XBLIVE.DE
GAME-FACTS
Publisher : SEGA
Entwickler : SEGA
Release : 28.09.2007

Genre : Beat 'em Up
Player : 1-2
USK Einstufung

ab 16 Jahre
Homepage
sega.com
Titel : Virtua Fighter 5      Publisher : SEGA      Release : 28.09.2007
Titel : Virtua Fighter 5      Publisher : SEGA      Release : 28.09.2007
Titel : Virtua Fighter 5      Publisher : SEGA      Release : 28.09.2007
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