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Doch was erwarten die Fans eigentlich? Wo waren die Kritikpunkte bei PGR3, ein Spiele welches sich in den Onlinestatistiken immer noch hoch frequentiert wieder finden lässt. PGR3 war damals neben Kameo einer der Gründe warum sich Leute zum Release der 360 die Konsole gekauft haben. Noch niemals zuvor hat man einen Racer in dieser grafischen Qualität genießen dürfen. Es wurde zwar schnell bekannt das BC offenbar bei der Auflösung des Games etwas getrickst hatte, aber das tat dem Spielspaß damals wie heute keinen Abbruch. Wie will man also einen Racer der „state of the art“ ist noch besser machen?
Richtig … Neuerungen müssen her, aber welche die das eigentliche Konzept des Arcaderacers nicht verderben. Der Fokus bei PGR lag eigentlich immer darauf möglichst stylish über die Pisten zu rasen und dafür möglichst viele Kudos (so nennt man diese Punkte) einzuheimsen. Klar liegt der Schwerpunkt ebenfalls darauf als erster die Ziellinie zu überqueren, aber cool muss es trotzdem sein. Und je ausgetüftelter der Fahrstil ist, je weiter man springt, je doller man in jeder Kurve die Grenzen im Drift austariert, desto mehr wird sich das Kudokonto füllen. Ein Konto das eure Garage schnell anwachsen lassen kann. Soviel zur Geschichte …aber was kann man als Entwickler noch zaubern?
Mehr mehr mehr … eines der ungeschriebenen Gesetze einer Nachfolge, es muss alles höher, weiter und schneller sein.
In PGR 4 gibt es nun in 10 verschiedenen Städten über 200 verschiedene Kurse. Soviel Vielfalt hat wohl derzeit kein anderes Spiel auf der 360 zu bieten. Zu den Kursen gesellen sich dann noch mal 130 lizenzierte Rennboliden unter denen wohl jeder das Fahrzeug passend zur Anforderung wählen kann. Wem 4 Reifen auf dem Asphalt zuviel sind, der darf erstmals in PGR4 mit nur 2en an den Start gehen. BC hat nun auch mehrere Big Bikes aus den Fuhrparks der größten internationalen Zweiradhersteller originalgetreu nachgebildet, mit denen ihr euch auf der Piste duellieren dürft. Im Gegensatz zu MotoGP müsst ihr euch aber mit den Maseratis und Ferraris herumschlagen, die zwar nicht so beschleunigen, aber gewichtig und schnell gegen euch agieren können. Als leichtes Zweirad kommt man in brenzligen Situationen schnell mal ins Hintertreffen und merkt das man auch ohne Redbull fliegen kann.
Multipliziert man diese Vielfalt noch mit einer weiteren Variablen namens Wetterbedingungen, dann ist dem Abwechslungsreichtum in einem Spiel damit mehr als Genüge getan. So dürft ihr nun zusätzlich eure Rennen bei Regen, Nebel & Schnee absolvieren und das auch noch zu jeder Tages und Nachtzeit.
Ansonsten bleibt im Prinzip alles auf Augenhöhe des Vorgängers. Der Detailgrad der Gebäude wurde noch etwas aufpoliert, d.h. insgesamt sieht es jetzt noch ein wenig realistischer aus. Die Framerate bleibt stabil auf 30er Niveau und alle Spielmodi sind wie gewohnt auch vorhanden. Online rockt das Game nach wie vor und wird gleichzeitig 8 Pedanten wieder extrem viel Freude bereiten.
Jeder kann nun nach Belieben Fotos und Videos seiner Fahrten ins Netz stellen und von der Community bewerten lassen, doch wo ist Gotham TV geblieben. Hatte wahrscheinlich zu geringe Einschaltquoten.
Insgesamt wird nun die Luft für weitere Verbesserungen dünner. Klar kann man das kosmetische Schadensmodell noch aufpeppen, ... klar könnte man die Anzahl an Gegnern noch hochschrauben, aber das Leistungsgefüge der 360er Hardware ist auch nicht unbegrenzt.
Alles in allem ein absolut würdiger Nachfolger mit einigen Neuerungen die die Langzeitmotivation noch nachhaltiger erscheinen lassen. Rennspielfans können hier ohne wenn und aber zugreifen.
Also, gebt Gummi Leute …
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