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Medal of Honor Airborne ist mal wieder im zweiten Weltkrieg angesiedelt, wie auch schon die meisten seiner Vorgänger. Doch bei der stets wiederholenden Thematik fragt man sich doch wirklich, was man großartig ändern kann. Im Falle von Airborne ist es vor allem die Perspektive. Der Spieler versetzt sich dieses Mal in die Rolle eines Fallschirmspringers und muss dementsprechend auch vor jedem Levelbeginn den Fallschirm auspacken und aus dem Flugzeug springen. Das besondere hierbei ist allerdings, dass jeder selbst entscheiden kann wo man genau landen möchte. Überhaupt ist der Spielverlauf nicht so linear wie zuvor. Zu Beginn werden die Missionsziele genannt und diese kann man dann in beliebiger Reihenfolge abarbeiten. Neu ist auch die Möglichkeit seine Waffenskills aufzuleveln. Das erfolgt dann etwa so ähnlich wie in Return to Castle Wolfenstein: Enemy Territory. Aufgrund dieser kleinen Neuerungen wirkt das Spiel viel frischer als seine schwachen PS2-Vorgänger und hinzu kommt, dass die Level packend und schön straff inszeniert wurden, wodurch so gut wie keine Langeweile aufkommen dürfte. Leider ist das Spiel aber ziemlich kurz und schon nach rund fünf Stunden dürften man den Abspann erblicken. Sonderlich fordernd ist das Spiel aufgrund der teils schlechten KI leider auch nicht. Die Erfolge sind aber durchdacht und sorgen dafür, dass man den Titel vielleicht noch das ein oder andere Mal durchspielt. Die Steuerung ist den Entwicklern mal wieder gut gelungen und stellt, egal ob Neuling oder Veteran, keine Probleme dar.
Die letzten Ableger der Medal of Honor Reihe sahen größtenteils alle gleich aus. Matschige Texturen und lieblos gestaltete Levels sorgten für eine großes Gähnen. Jetzt ist die Reihe aber endlich in der Next-Generation angekommen und überzeugt mit hübschen Texturen sowie sehenswerten Licht- und Schatteneffekten. Schade nur, dass sich die Umgebung nicht zerstören lässt und die Gegner größtenteils allesamt gleich aussehen. Trotz allem stellt das alles zwar keine Referenzleistung dar, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Gleiches gilt für den Sound. Die deutsche Sprachausgabe geht absolut in Ordnung und die Soundeffekte sowie der Surroundsound sorgen für eine gute Kriegsatmosphäre. Wer sich nach dem Durchspielen auf packende Onlineschlachten freut, dürfte recht schnell enttäuscht werden. Ein Onlinemodus ist zwar vorhanden, aber entweder trifft man kaum Spieler an, man wird auf mysteriöse Weise rausgeschmissen oder es kommt zu einer unerträglichen Ruckeleinlage. Nur ganz selten lässt es sich Online annehmbar spielen. Da aber auch beim Mehrspielermodus der Umfang fehlt, sollte man sich lieber auf andere, wesentlich bessere Onlinetitel konzentrieren. Ein Splitscreenmultiplayermodus wird übrigens nicht unterstützt.
Fazit Medal of Honor: Airborne macht wieder einen großen Schritt in die richtige Richtung. Sicherlich gibt es immer noch viele Schwächen wie zum Beispiel die eher durchschnittliche KI, der geringe Umfang und der lahme Onlinemodus - aber Fans von WW2-Shootern werden definitiv mit diesem Spiel zufrieden sein. Zumal es wirklich um Welten besser ist als seine Vorgänger und einige interessante Neuerungen besitzt.
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