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Am 28. September erscheint mit SEGA Rally eine Fortsetzung der namhaften Arcade-Rally-Reihe, die zuletzt auf der Dreamcast Fans actionreicher Rennspiel zu unterhalten wusste. Doch wie sieht es mit dem Next-Gen Auftritt des Rallye-Spektakels aus? Haben die Entwickler es geschafft, Technik und Gameplay derart weiter zu entwickeln, dass es dem Titel gelingt, einerseits den grafischen Anforderungen gerecht zu werden und andererseits den „Geist des Spiels“ weiter vermitteln zu können. Um uns ein Urteil erlauben zu können, haben wir daher die von SEGA bereit gestellte Preview-Version ausgiebig getestet.




Nach dem guten ersten Eindruck, den die GC-Demo auf uns gemacht hatte, haben wir uns dementsprechend erwartungsfroh an die Preview begeben, um leider feststellen zu müssen, dass die Version lediglich sechs Strecken umfasste und sich wohl auf dem Stand der GC-Demo befand. Dies tat dem Spielspaß allerdings keinen Abbruch. Denn von Beginn an werden die spielerischen Parallelen zum Dreamcast-Vorgänger signifikant. Der neueste "Sega Rally" teil ist so arcadelastig wie eh und je und nach kurzer Eingewöhnungsphase slidet man in wohlbekannter Manier durch die Kurven rammt sein Gegner aus dem Weg und fühlt sich fast schon wie ein professioneller Rallyefahrer. Das Handling der Wagen geht gut von der Hand und ermöglicht Anfängern einen schnellen Einstieg. Die Bremse kann man getrost vernachlässigen und so driftet man nach kurzer Eingewöhnungsphase schwungvoll durch die Kurven, zumindest mit den drei in der Preview verfügbaren Autos (Subaru Imprza, Mitsubishi Evolution IX und Citroen Xsara), natürlich auch mit optionalem Einsatz eines Force-Feedback-Lenkrads.

Dennoch ist „SEGA Rally“ kein einfaches Spiel. Es braucht schon etwas Übung, bis man die aus drei Strecken bestehenden Trophies mit drei Siegen abzuschließen. Denn das hohe Spieltempo verlangt, dass man sich genau überlegt, welche Kurve man wie schnell und in welchem Winkel anfährt. Die Gegner-KI war dabei relativ unausgeglichen und fuhr zum Teil rundenlang fehlerfrei, um dann im Schneckentempo gegen jede Leitplanke zu donnern. Dem Spielprinzip sehr förderlich ist die Tatsache, dass es im Spiel keine Bäume oder Felsen gibt, an denen man hängen bleiben kann und so kommt sehr bald ein flüssiges, temporeiches Rennvergnügen auf.

In insgesamt sechs verschiedenen Szenarien (Canyon, Tropical, Alpine, Safari, Arctic, sowie einem geheimen Szenario) und dementsprechend unterschiedlichen Streckeneigenschaften kann man auf einer Vielzahl verschiedener Strecken mit 34 größtenteils lizenzierten Rallyefahrzeugen, darunter der Mitsubishi Concept-X, der brandneue McRae Enduro, der RUF Rt 12 und ein einzigartiges Sondermodell des HUMMER H3, an den Start gehen und sich auf actionreiche Rennen freuen. Das herausragendste Feature, das Sega Rally bietet, ist allerdings die sogenannte dynamische Streckendeformation. Die Fahrzeuge hinterlassen Spurrillen auf der Strecke und wühlen den Untergrund auf, so dass keine Runde der anderen gleicht und man seine Fahrweise dem veränderten Untergrund anpassen muss. Je weicher der Untergrund, desto tiefer werden auch die Furchen, die euer Wagen in den Boden pflügt. Darüber hinaus müsst ihr Pfützen vermeiden, die euch auf vielen Strecken den Speed rauben, Kurven schneiden und driften, was das Zeug hält, um die Rennen als erster zu beenden. Dadurch erhält der Titel trotz der arcadelastigen Fehreigenschaften der Bolliden unheimlich an Spieltiefe. Wenn man auf Realität verzichten kann, wird einen das Gameplay von „SEGA Rally“ packen, da das ganze Spielgeschehen sehr abwechslungsreich gestaltet ist.

Neben den spielerischen Merkmalen des Spiels hat Sega bei der Inszenierung einige optische Schmankerl zu bieten, die einerseits den optischen Eindruck verschönern und andererseits das Arcade-Feeling verstärken. So lockern in jeder Runde andere geskriptete Ereignisse das Geschehen auf, wie z. B. ein sich schließender Bahnübergang, Helikopter die knapp über dem Fahrzeug die Strecke schneiden, Züge, die neben der Strecke fahren und Kampfjets, die über der Strecke herfliegen. Die Wagenmodelle sind sehr schön gelungen, verfügen über kein Schadensmodell, verschmutzen aber durch Schlammspritzer, das Streckendesign ist auch durch die SEGA-Rally-typischen Actionsequenzen am Rand der Strecke abwechslungs- und detailreich gestaltet. Selbst wenn alle sechs Fahrzeuge gleichzeitig auf dem Bildschirm waren, lief das Spiel auf 1080p samt aller Effekte, wie aufgewirbeltem Staub, Schlammspritzer, Sonneneinstrahlung super flüssig und nahezu ohne Slowdowns. Leider sind die Ladezeiten in der Previewversion relativ lang gewesen und nur durch ein Bild im Stile einer Postkarte als Ladebildschirm illustriert. Spiele wie DIRT zeigen, wie man lange Ladezeiten mit Statistiken oder wenigstens Tipps zum Spiel kaschieren kann.




Bewertung
Gameplay : 88% Sound : 85% Grafik : 90% Steuerung : 88% Multiplayer : -%
Gesamt-Bewertung


Kommentar des Redakteurs
Alles in allem hat uns "SEGA Rally" positiv überrascht und sorgt für eine gespannte Erwartungshaltung für das baldige Release am 28. September auf der PS3, Xbox 360 und dem PC. Ob das Releasedatum im Schatten von Halo 3 günstig gewählt ist, bleibt eine andere Frage. Dennoch ist der neueste Ableger der beliebten Rallye-Serie in grafischer und spielerischer Hinsicht, sowie vom Unterhaltungsfaktor her ein Titel, den Fans unterhaltsamer Arcade-Rennspiel unbedingt vormerken sollten.

Erstellt am : 18.09.2007      Autor : OH          © EVO-X.DE & XBLIVE.DE
GAME-FACTS
Publisher : SEGA
Entwickler : SEGA
Release : 28.09.2006

Player : 1
USK Einstufung

ohne Altersbeschränkung
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SEGA
Titel : Sega Rally      Publisher : SEGA      Release : 28.09.2006
Titel : Sega Rally      Publisher : SEGA      Release : 28.09.2006
Titel : Sega Rally      Publisher : SEGA      Release : 28.09.2006
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