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Zum ersten Mal spielt man nicht Rikimaru (der Held der Reihe) oder dessen Gefährten, sondern man hat die Möglichkeit seinen eigenen Charakter zu erstellen. Das Geschlecht, die Kleidung, das Gesicht und die Hautfarbe lassen sich einstellen. Im eigentlichen Spiel angekommen, wird das Spielprinzip ausführlich erklärt. In Tenchu Z gilt es nämlich möglichst unsichtbar und geräuschlos zu agieren. Hierbei helfen einem verschiedene Gadgets und geheime Kampftechniken weiter. Aufgrund der missratenen künstlichen Intelligenz ist es aber stellenweise nicht weiter notwendig sich besonders unaufmerksam zu verhalten, denn leider kommt man auch durch einfaches abschlachten und sprinten zum Ziel. Die Gegner verfolgen einen nur wenige Meter und haben einen dann direkt schon wieder vergessen. Meistens sind die Missionsziele immer gleich - entweder muss man Geiseln befreien, Ziele ermorden, Gegenstände stehlen oder Bomben entschärfen.
Nach beendeter Mission erhält der Spieler einen Rang (ähnlich wie bei Ninja Gaiden), je höher der Rang desto mehr Geld erhält man. Und davon lassen sich dann neue Gadget und Klamotten finanzieren. Die Klamotten sollte man auch immer regelmäßig wechseln, denn die Gegner können die alten, stinkenden Textilien meistens auch riechen. Insgesamt bietet Tenchu Z 50 verschiedene Missionen, somit sollte also jeder über mehrere Stunden mit dem Titel beschäftigt sein. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich hierbei immer einstellen und ist im allgemeinen immer ziemlich fair. Unfair hingegen ist zu Anfang die Steuerung die wirklich träge wirkt und schon einiges an Gewöhnungszeit benötigt.
Die meisten dürften die Tenchu Reihe von den PS One und PS2 Teilen kennen - die Grafik erinnert leider auch genau an diese Zeiten. Grob gesagt wäre das meiste auch locker auf einer Playstation 2 machbar gewesen. Die Texturen und Animationen sind alles andere als Next-Gen würdig und auch sonst wirkt es wirklich nur wie ein PS2 Titel in HD-Auflösung. Zum Glück kommt es aber auch zu keinen Performance-Problemen. Glücklicherweise bekam Tenchu Z keine lausige US-Synchronisation wie beispielsweise bei Ninja Gaiden spendiert. Hier wird nur japanisch gesprochen und in deutsch untertitelt. Allerdings scheinen alle Charaktere im Spiel Bauchredner zu sein, denn hier bewegen sich kein einziges Mal die Lippen. Die traditionelle japanische Musik trägt einiges zur Atmosphäre bei, die Dolby Digital Tonspur ist aber leider nur durchschnittlich.
Ziemlich erfreulich ist die Tatsache, dass Tenchu Z auch über einen Multiplayer Modus verfügt. Hier kann sowohl offline als auch online mit bis zu vier Spielern die bekannten Singleplayermissionen kooperativ durchspielen. Ein Deathmatch oder Teamdeathmatch Modus wäre sehr interessant gewesen, fehlt aber leider. Schade auch, dass man Online nur selten passende Mitspieler antrifft und die Partien sehr oft in Ruckelorgien enden. Dafür gibt es aber auch eine Highscoreliste wo man seine Ergebnisse aus dem Einzelspielerpart mit vergleichen kann. Neue Spielinhalte wird es vermutlich nicht mehr geben.
Fazit Im Vorfeld waren die Erwartungen an Tenchu Z ziemlich hoch und was letzten Endes dabei herauskam enttäuscht. Im Großen und Ganzen kann man aber mit Tenchu Z wirklich zufrieden sein. Es macht einfach Spaß als Ninja durch das alte Japan zu schleichen und geheime Aufträge mit List und Tücke zu erfüllen. Nur sollte jeder der an einem Kauf interessiert ist, sich darüber im klaren sein, dass man viele Fehler tolerieren muss. Vor allem die schlechte Grafik und die teilweise ziemlich dumme KI könnten viele von einem Kauf abschrecken. Außerdem ist das Spiel teilweise sehr eintönig. Deshalb sollte jeder diesen Titel mit Vorsicht genießen.
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