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Um einen Einstieg ins Spiel zu finden ist es empfehlenswert zu Beginn die sechs interessant gestalteten Tutorialmissionen zu absolvieren, die den Spieler mit den Grundfähigkeiten und -features vertraut machen und nebenbei die thematischen Hintergründe des Spiels schildern. In der brasilianischen Stadt Santos herrscht im Jahre 2028 ein erbitterter Bürgerkrieg zwischen der „Lineage“, einer Art Rebellentruppe, und der RNA Global Corporation. Wer dabei letztlich die Bösen und wer die Guten sind, bleibt dabei dem Urteil des Spielers überlassen. Hat man das Tutorial erfolgreich überstanden und die frisch erlernten Fähigkeiten im Anschluss an jede der sechs Lektionen in einem Botmatch trainiert, kann man sich eigentlich sofort aufs Online-Schlachtfeld begeben. Was heißt, man kann... man muss sogar. Denn neben Botfights bietet Shadowrun keinerlei Offline-Spielematerial und ist als reiner Online-Shooter, wie auch auf der Verpackung zu lesen ist, nur Spielern mit einem goldenen Live-Account zu empfehlen. Bis zu 16 Spieler können gegeneinander antreten und in Team-Matches der jeweils anderen Partei den Garaus machen. Trotz des eher hektischen ersten Eindrucks den man von dem Spiel gewinnt, kristallisiert sich recht schnell heraus, dass Shadowrun ein äußerst taktischer, teamorientierter Online-Shooter ist. Zwar bedienten sich die Entwickler schamlos an Innovationen anderer Spiele, aber dafür hat man eine abwechslungsreiche Kreuzung prominenter First-Person-Shooter, die einen ganz eigenen Charme besitzt.
Vor Beginn des Spiels muss man sich für eine von vier Rassen entscheiden, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Ob man sich für die technologiebegabten Menschen, die schnellen Elfen mit Selbstheilungskräften, die robusten, aber langsamen Trolle oder die widerstandsfähigen Zwerge entscheidet, ist auch entscheidend für das Gameplay. Außerdem ist die Zusammenstellung eines gut balancierten Teams die Voraussetzung dafür, nicht sang- und klanglos unterzugehen. Darüber hinaus gibt es neben den shootertypischen Waffen und eines Katana-Schwertes noch diverse Zusatzfähigkeiten, mit denen der Charakter ausgerüstet werden kann und muss. Denn nur wenn Charaktereigenschaften und die ausgewählte Magie oder Technologie miteinander harmonieren ist der Spieler in der Lage, die oberen Gefilde der Scorertabelle zu erklimmen. Doch dafür ist es erst einmal von höchster Priorität, sich mit den Möglichkeiten der riesigen Kombinationsmöglichkeiten vertraut zu machen. Folgende Magien und Technologien stehen dabei zur Auswahl:
Technologie:
-Gleiter: zum Gleiten und Überwinden großer Kluften -Sichtverstärkung: eine Art Röntgenblick -Antimagiegenerator: saugt die Essenz aller in der Nähe befindlichen Leute ab - Smartlink: Zielhilfe -Reflexbooster: verstärkt Reflexe, Sprungkraft und Schnelligkeit
Magie:
-Wiederbeleben -Baum des Lebens: spendet Gesundheit, wenn er gepflanzt wurde -Würgeranke: eine magische Barriere -Rauch: macht den Verwender für kurze Zeit unverwundbar -Windstoß: um Gegner von Plattformen zu stoßen -Teleportieren -Beschwören: eine magische Kreatur fungiert hierbei als Wächter
Das Lobby-System ist dem Matchmaking von Halo2 sehr ähnlich und ermöglicht Gruppenbildung mit Freunden auch über ein Match hinaus. Wie bei Counterstrike müssen am Anfang Waffen und Fähigkeiten gekauft und den drei möglichen Aktions-Slots zugewiesen werden. Mit maximal zwei Waffen gleichzeitig ausgerüstet kann man dann an einem der zwei Spielmodi teilnehmen. Beim Modus „Überfall“ muss ein Team das vom anderen Team bewachte Artefakt in die Abholzone bringen, während „Bergung“ wie CTF ist. Natürlich können auch ganz ordinäre Team-Deathmatches gespielt werden. Zwar hat Shadowrun hier und da mit Verbindungsproblemen zu kämpfen. Sie äußern sich dadurch, dass Spieler aus der Lobby fliegen. In dieser Hinsicht sollte allerdings in Kürze ein Patch erscheinen.
Optisch ist Shadowrun zwar kein Highlight, allerdings ist die Grafik zweckmäßig und sieht echt ordentlich aus. Die Havok-Engine, die unter anderem auch bei Crackdown Verwendung findet, leistet gute Arbeit. Auch im größten Getümmel sind keine Einbrüche in der Framerate zu bemängeln und das Spiel läuft flüssig durch. Sehr befremdend wirkt die Tatsache, dass man trotz ansonsten netter Charakteranimationen beim Hochklettern einer Leiter quasi hoch schwebt, da die Entwickler es nicht für nötig gehalten haben, Kletteranimationen zu verwenden. Der Sound liegt im gehobenen Mittelmaß dank solider Waffensounds. Alle die sich Sorgen um die Chancengleichheit im Aufeinandertreffen mit PC-Zockern machen, können getrost aufatmen. Die FASA-Studios haben in der PC-Version die Auto-Aim Funktion eingeschränkt und die Waffenstreuung erhöht.
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