Ich beginne dieses ab sieben Jahren freigegebene Spiel (ich habe eine
englische Version mit engl. Handbuch) mit großen Erwartungen. Nachdem
ich mich durch die obligatorischen Menüs manövriert habe bewegt sich
mein Hero schon durch die Welt der Bionicles. Das alles geschieht in
der „über-die-Schulter-Blick-Perspektive“, die für mich anfangs sehr
ungewohnt ist. Hier sind wir auch gleich beim ersten Kritikpunkt. Die
Steuerung. Die Wahl der Entwickler für diese nicht ganz alltägliche
Form der Perspektive geht auf Kosten der Übersichtlichkeit! Außerdem
ist die Steuerung insgesamt nicht gerade das Gelbe vom Ei, da die
seitlichen Bewegungen des Protagonisten leider nicht vernünftig zu
kontrollieren sind. Die Grafik ist schon bunt. Die Animationen sind
flüssig, die Framerate ist hoch. Und das ist schon alles was man an der
Grafik dieses Next-Gen-Games loben kann.
Das Ziel des Spiels ist übrigens - wenn ich es richtig verstanden habe
– Masken zu sammeln. Mit diesen kann man dann, wenn aufgesetzt, ...z.B.
mit der „Feuermaske“ durch Feuer gehen usw. Es gibt verschiedenartigste
Waffen, mit der sich die ganze bionische Welt in seine Legobestadteile
zerlegen lässt. Alles unblutig und quasi kindgerecht – Roboter bluten
nicht! Zumindest kein Blut – allenfalls Öl – glaube ich ;-). Sofern man
bei Spielen mit kriegerischem Hintergrund überhaupt von kindegerecht
reden darf. Das ist bestimmt sehr Fragwürdig undsomit an anderer Stelle
wiederum diskussionswürdig - würde aber hier (wenn ausdiskutiert) an
dieser Stelle sicherlich den Ramen dieses Reviews sprengen!
Überzeugende Effekte oder besondere Höhepunkte im Gameplay und der
Story, sind im Verlauf dieses Spiels spärlich bis gar nicht gesäht.
Einziges Highlight im Game sind in jedem Level herumliegenden,
auseinander gefallenen, goldenen Roboter. Diese können dann ala „Möge
die Macht mit mir sein“ per Handwink zusammengebastelt werden, um
bestimmte Aufgaben (Tor öffnen oder Brücke bauen) zu erledigen. Dieses
Feature ist einigermaßen spektakulär inszeniert und schön anzusehen.
Wird leider dann auch irgendwann - so nach dem zwanzigsten Mal – sehr
langweilig.
Selbst die orchestrale Musik, die im Hintergrund läuft fängt leider
schon ganz bald an ziemlich zu nerven, da sie sich immer wiederholt. So
wie eigentlich alle Elemente dieses Games sich konstant Wiederholen. So
hat man dann jedoch - in etwa alle zehn Minuten - ein Deja Vu-Erlebnis
nach dem anderen.
Tja, ich hätte viel lieber etwas positives über dieses Game berichten
wollen. Leider muss ich dieses Game in den Bereich
unterdurchschnittlich einordnen, denn es fehlt ihm einiges an gutem
Inhalt um tatsächlich in den oberen Klassen mitmischen zu können. Für
Fans dieser Serie (wenn es die gibt – Fans oder Serie) wahrscheinlich
ein muss. Für alle anderen? Das muss jeder selbst wissen.
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