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Los geht’s im World-Tour-Modus, in dem – wie könnte es auch anders sein - ein selbst erstellter Charakter bis an die Weltspitze des Tennis geführt werden muss. Dazu muss Euer Schützling natürlich zu allererst in sämtlichen Fertigkeiten trainiert werden, bis er stark genug ist, um an den stattfindenden Turnieren teil zu nehmen. Das gelingt bei Virtua Tennis 3, wie auch bei seinen Vorgängern, mit Hilfe von Trainingseinheiten, die als Minispiele daher kommen, sehr abwechslungsreich gestaltet sind und eine Menge Spaß machen. So muss man beispielsweise, um seine Grundschläge zu trainieren, eine Alieninvasion in Form einer Ballkanonen-Armada aufhalten, Krokodile mit seinen Volleys vom Netz fort treiben, um sie daran zu hindern, die dort liegenden Koteletts zu fressen oder mit seinem Aufschlägen möglichst viele Kegel umzuwerfen, die wie beim Bowling abzuräumen sind. Seine Konzentration kann man durch eine Partie Bingo aufleveln und die Beinarbeit verbessern, indem man der Fruchtlawine trotzt durch gleichzeitiges Aufsammeln von Früchten und Ausweichen vor überdimensionalen Tennisbällen......auch wenn sich das gedanklich nicht immer direkt mit Tennis in Verbindung bringen lässt. Zwischen den Trainingseinheiten und den Turnieren sind Ruhephasen einzuhalten, damit Euer Spieler nicht zu verletzungsanfällig wird. Insgesamt ist der World-Tour-Modus analog zu dem Karriere-Modus bei Top Spin 2 zu betrachten und scheint vom Menüaufbau und –design her eins zu eins vom PS2-Vorgänger übernommen worden zu sein . Die Auswahlmöglichkeiten bei der Erstellung seines eigenen Charakters sind ähnlich umfangreich, abgesehen von der Tatsache, dass man bei Virtua Tennis 3 seinen Spieler nicht in adidas oder Reebok kleiden kann, da in dieser Hinsicht keine Lizenzen vorhanden sind.
In Sachen Gameplay bleibt SEGA der seit dem ersten Teil der Serie zum Standard gewordenen Tastenbelegung treu und gibt seinem neuesten Tennis-Spiel einen Schwerpunkt, der weniger auf Realität setzt, sondern sich vielmehr etwas arcadelastiger spielt, als man es vom Konkurrenztitel kennt. In erster Linie dadurch, dass sich die Spielfigur deutlich schneller bewegt, es abgesehen von Aufschlägen, nahezu unmöglich zu sein scheint, den Ball ins Seitenaus zu schlagen und die Bälle einen auffälligen gelben Schweif nach sich ziehen. Dementsprechend fühlt sich Virtua Tennis 3 nicht so realistisch an, wie das Pendant aus dem Hause Microsoft. Das soll aber noch lange nicht heißen, dass SEGA’s Tennis-Einstand auf Microsofts Next-Gen-Konsole misslungen sei. Denn schon nach kurzer Eingewöhnungsphase sind, dank der eingängigen, altbewährten Steuerung, temporeiche Matches gespickt mit spektakulären Ballwechseln möglich, da der Zugang zum Spiel einfach gemacht wird, obwohl es wünschenswert gewesen wäre, wenn über die Grundschläge hinaus, Spezialschläge möglich gewesen wären. Auch die KI der Gegner ist nicht immer auf dem Stand der Dinge.
Grafisch befindet sich der Titel auf Augenhöhe mit Top Spin2: die Animationen sind sehr schön und die Ähnlichkeit der lizensierten Tennis-Profis mit Ihren virtuellen Abbildern ist größtenteils verblüffend. Frisuren, Bartstoppeln, Faltenwurf der Kleidung, sowie Bewegungsabläufe und Schatten der Protagonisten sehen, genau wie die detailreich und nicht so steril wie bei Top Spin wirkenden Courts einfach schick aus und verdeutlichen den Grafiksprung zum Vorgänger auf der Playstation 2. Das Angebot an lizensierten Profi-Spielern ist auch nicht von schlechten Eltern, wie die Spielerliste beweist: Roger Federer, Rafael Nadal, David Nalbandian, Sebastien Grosjean, Juan Carlos Ferrero, Lleyton Hewiit, Andy Roddick, Tim Henman, James Blake, Mario Ancic, Tommy Haas, Taylor Dent, Gael Monfils, Maria Sharapova, Daniela Hantuchova, Martina Hingis, Lindsay Davenport, Venus Williams, Amelie Mauresmo und Nicole Vaidisova sind mit von der Partie.
Zusätzlich zu den konventionellen Schaukämpfen sind auch die Minispiele aus dem World-Tor-Modus mit bis zu vier Freunden im Offline-Multiplayer spielbar, die Erfolge sind motivierend gestaltet und verlangen einiges an Hingabe, bis man alles frei gespielt hat, ohne unfair zu sein.
Komplettiert wird das Ganze durch den Xbox Live Multiplayer-Modus, der laut Angaben der Entwickler Einiges zu bieten hat. So wird man neben Ranglistenmatches, in denen man um einen möglichst hohen Platz in der virtuellen Tennis-Weltrangliste kämpft, die Möglichkeit haben, über Virtua-Tennis-TV die Spiele von Freunden und Konkurrenten mitzuverfolgen. Natürlich werden darüber hinaus auch ganz gewöhnliche Freundschaftsspiele spielbar sein.
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