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Die Saison ist eröffnet:
Eigentlich ist alles so schön! Ein eher fauler Bär, der auf den Namen Boog hört, lebt bei einer Tierschützerin in der Garage. Dieser fühlt sich an diesem lauschigen Plätzchen Pudelwohl und möchte als waschechter Hausbär nichts von der freien Wildbahn und natürlichen Nahrungsketten wissen. Bei einem Routinebesuch der Tierschützerin Rose beim Anführer der gefürchteten Jäger, trifft der pelzige Freund allerdings auf den an das Auto des Bösewichts Shaw gefesselten Hirsch Elliot: Dieser fleht um Befreiung und erreicht sein Ziel nach einiger Diskussion. Ab diesem Moment sind Hirsch und Bär sozusagen ein Paar, wenn auch zumindest von des Bären Seite aus eher widerwillig. Wenn man die beiden vergleichen müsste, würden sofort unzählige Paare aus der Filmgeschichte einfallen: Dick und Doof, Bud Spencer und Terence Hill, Shrek und sein Esel sowie Mel Gibson und Danny Glover in Lethal Weapon. Eben ein typisches „Kumpel-Ding“ mit den typischen gegenseitigen Sticheleien und coolen Sprüchen.
Der Spieler schlüpft in die Rolle von Boog, der mit Hilfe von Elliot zuerst in einen Supermarkt einbricht und danach gegen seinen Willen in der freien Wildbahn landet: Ein absoluter Albtraum für einen Hausbären. Um nicht für alles verantwortlich gemacht und beschuldigt zu werden, erzählt der Hirsch Elliot dem Bären, dass er den Weg bis in das traute Heim, die Stadt Timberline, wie seine Westentasche kenne. Und hier beginnt die Aufgabe des Spielers: In dem eher kurzweiligen Spiel muss man in rund 25 Missionen den Heimweg durch die gesamte Wildbahn antreten: Hier macht man sich feindlich gesinnte Tiere wie zum Beispiel Eichhörnchen, Stinktiere oder Hasen zu Freunden und vergrault die gehassten Jäger, die es mit der Flinte auf einen abgesehen haben. Leider sind die Missionen und Aufträge innerhalb des Spiels nicht so abwechslungsreich, wie man es gerne hätte: Sammle dies, hole das, verschrecke den, bewege dich dahin. Auch wenn ab und zu ein paar Rätsel auftauchen, sind diese meistens schnell gelöst und fördern eher ein laues Gähnen als ein heiteres Grübeln zutage. Ein bisschen Abwechslung bieten immerhin Missionen, die ein wenig an Rennspiele erinnern: Ob in einer Schneekugel einen schmalen Bergpass hinunter oder auf der Ladefläche eines Autos Dinge auf der Straße einsammeln. Cool ist, dass man während des Spiels Punkte sammelt, die dann in – wenn auch zweitrangige – Fähigkeiten investiert werden können. So zum Beispiel in Spürsinn- oder Brüll-Upgrades. Darüber hinaus ist zumindest Terrain so abwechslungsreich, dass man sich in seiner Umgebung nicht unbedingt langweilen muss: Ob eingeschneite Berge, Supermärkte oder blühende Auen, hier ist für jeden etwas dabei.
Wer jetzt allerdings schon in Urlaubsstimmung gekommen ist, muss leider entwarnt werden: Optisch bietet Jagdfieber erheblich weniger als das Filmpendant. Die Landschaften wirken eher trist und unscharf, mit Licht oder speziellen Schatteneffekten sollte auf keinen Fall gerechnet werden. Selbst die Modelle der Figuren wirken eher kantig, so dass abgesehen von der Auflösung nicht recht Next-Gen-Feeling aufkommen mag. Immerhin bietet das Spiel eine Dolby-Digital-Unterstützung, die zusammen mit fetzigem Comic-Soundtrack eine runde Soundausgabe abgibt.
Einen richtigen Multiplayer-Modus hat das Spiel leider nicht, auch wenn sich ein Kooperativ-Modus eigentlich blendend anbieten würde. Jagdfieber hat für die den Videospielabend zu mehreren lediglich sieben Minispiele zu bieten, die allerdings auch erst im Verlauf des Spiels nach und nach frei geschaltet werden. Hier können dann vier Spieler gegeneinander antreten. Auch einen Xbox-Live-Modus sucht man vergebens.
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