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Am 8. März ist es soweit! Ubisoft schickt die Fortsetzung seines beliebten Taktik-Shooters an den Start. Nachdem der erste Teil sowohl im Multiplayer als auch mit der Kampagne zu überzeugen wusste, hängt die Messlatte für den zweiten Einsatz der Ghosts auf der Xbox 360 natürlich hoch. Um uns einen ersten Eindruck darüber zu verschaffen, ob Ghost Recon Advanced Warfighter 2 den Erwartungen gerecht wird, die in den neuesten Teil der Serie gesetzt werden, haben wir am Wochenende die Preview-Version, die uns Ubisoft zur Verfügung gestellt hatte, auf Herz und Nieren getestet.



Da bei der uns vorliegenden Version der Online-Multiplayermodus noch nicht spielbar war, stürzten wir uns direkt in die Kampagne. Durch die zum Vorgänger nahezu identische Menüführung und -gestaltung und die als Tutorial gestaltete Gefechtssimulation, in der sich der Spieler mit den Grundlagen des Spiels vertraut machen kann, fühlen sich Ghost-Recon-Veteranen direkt heimisch. Die Steuerung ist identisch und wurde nur durch gewisse Zusatzfeatures sinnvoll erweitert. Insofern ist es auch für Kenner des Vorgängers wichtig, das Tutorial zu spielen, um diese Neuerungen kennen zu lernen.

Wie viele bereits mitbekommen haben, wurde das Cross Com für den neuesten Teil der Serie komplett überarbeitet. So ist es dem Ghost-Leader nun möglich in die Vollbildperspektive der Einheit zu wechseln, die er gerade befehligt. Indem Ihr RB gedückt haltet, könnt Ihr wahlweise das Geschehen durch die Augen Eurer Kameraden, der Drohnen oder Fahrzeugen, wie dem M.U.L.E. – dem neuen Fahrzeug im Spiel – beobachten. Dieser „Packesel“ trägt Munition für Euch, lässt sich vorzüglich als Deckung gebrauchen und ist einfach zu steuern, entweder auf die konventionelle Weise, wie Ihr auch Euer Team kommandiert oder in der „Egoperspektive“ mithilfe der Analogsticks. Des Weiteren hat man nun die Möglichkeit, Luftschläge anzufordern, wenn es allzu brenzlig wird. Und das wird es öfter, als man es aus dem Vorgänger gewohnt ist

Der zweite Teil fängt storytechnisch da an, wo der erste Teil aufhört. Ihr findet Euch in einem Humvee im Grenzgebiet zwischen den USA und Mexiko wieder und werdet ins Einsatzgebiet gefahren und auf dem Weg dorthin mit Informationen zum Einsatz versorgt. Diese werden in Form von Rendervideos und teils echten Filmaufnahmen über ein Display in der Brille und ein weiteres im Fahrzeug eingespielt. Los geht’s mit der Mission aus der Singleplayerdemo, die auf dem Marktplatz erhältlich war. Wie gehabt scannt Ihr erst die Umgebung mit der Cyberdrohne, um die Gegner dann gezielt aus der Ferne ausschalten zu können und sichert in diesem Szenario, das im mexikanischen Gebirge stattfindet und sehr schön in Szene gesetzt wurde, ein Terroristencamp nachdem anderen. Sobald Euer Team per Helikopter zu Euch gestoßen ist, geratet Ihr unter Mörserfeuer und müsst schnell Deckung finden. Hierbei fällt direkt auf, dass GRAW 2 actionreicher ist, als sein Vorgänger. Mehr Explosionen, mehr Gegner, mehr Feuerkraft! Auch kommt es öfters zu 1on1-Situationen, in denen der Spieler gute Reaktionen und ein ruhiges Händchen beweisen muss.

Danach wechselt der Schauplatz in das gewohnte Straßenlabyrinth einer mexikanischen Grenzstadt, das sofort an den ersten Teil erinnert. Allerdings stellt man fest, dass nun alles schöner, imposanter und detailreicher in Szene gesetzt wurde. In grafischer Hinsicht hat Ubisoft es geschafft, den optisch einwandfreien Vorgänger zu übertreffen. Wunderschöne HDR-Effekte, spektakuläre Explosionen und atemberaubende Windeffekte verwöhnen das Auge des Spielers. Auch die Soundkulisse trägt ihren Teil zur tollen Atmosphäre bei. Die Sprachsamples sind zwar wie gewohnt nicht sehr abwechslungsreich, aber die Actionsequenzen sind vom Sound her passend in Szene gesetzt und vermitteln den Eindruck, mitten im Geschehen zu sein. Missionsdesign und Storyline sind schneller, packender und actionreicher inszeniert.

In der zweiten Mission „Knock Them Dead“ müsst Ihr erst den Weg durch kleine Gassen und Innenhöfe zu Euren Kameraden finden, unterwegs mit dem im M.U.L.E. bereit liegenden Rocket Launcher einen Panzer ausschalten, um Euch dann mit APC-Stryker-Unterstützung einen Weg durch die verwüstete Stadt zu bahnen. Hierbei kann man großartig das gepanzerte Fahrzeug vorschicken und die Gegner dann flankieren. Kurz nachdem Ihr auf Euer Team getroffen seid, spitzt sich die Situation zu. Von allen Seiten eilen Gegner herbei, die Ihr und Euer Team allerdings dank geschickter Positionierung und ordentlich Feuerkraft ausschalten könnt. Autowracks explodieren, Kugeln zischen durch die Luft, als auf einmal zwei feindliche Panzer auf den Kriegsschauplatz kommen und Euch heftig unter Feuer legen. Doch just in diesem Moment bekommt Ihr über das Cross Com die Meldung, dass Euch Luftunterstützung gewährt wurde. Also….Kampfjets per Druck auf das Digital-Steuerkreuz anwählen, Panzer anvisieren, den Feuerbefehl geben und dann zurück lehnen und staunen, wie vor Euch der ganze Platz in die Luft fliegt. Sofort fällt auf, dass die Action stimmt und die Missionen über ein hohes Maß an Abwechslungsreichtum verfügen.

Da die uns vorliegende Testversion nicht onlinefähig war, können wir hier wenig über den Multiplayermodus sagen, lediglich die Eindrücke anhand der Multiplayerdemo schildern. Es gibt wieder die altbekannten Modi, wie, um einige zu nennen, Deathmatch, Team Deathmatch, Gebietskämpfe, einen sechs Missionen umfassenden Koop-Modus. Das ganze sieht gewohnt gut aus und die Mapgröße passt sich der Spielerzahl an. Des weiteren soll durch ein neues Spawnsystem das von vielen so gehasste Spawncamping erschwert worden sein.
 
Multiplayer-Review: Ghost-Recon Advanced Warfighter 2

Wie sich bereits in der Demo andeutete, hat sich auch im Multiplayermodus des Spiels wenig geändert. Die einzigen Neuerungen beschränken sich darauf, dass es nun – wie auch in der Kampagne – möglich ist, durch Druck auf RB in die Perspektive eines Eurer Kameraden bzw. der Drohne zu wechseln. Darüber hinaus hat sich Ubisoft auf Altbewährtes verlassen, d.h. Gameplay und Bewegungsabläufe der Figuren sind nahezu unverändert geblieben, ergo ist es erneut nicht möglich, sich wie im Singleplayermodus an Wände zu lehnen und um die Ecke zu schauen. Ghost-Recon-Veteranenwerden ebenso die altbekannten Spielmodi wieder finden, wiederum dezent erweitert durch neue Features. Gewohnt übersichtlich und eingängig gestaltet sich auch das Multiplayermenü, das dem Host erlaubt, das von ihm erstellte Spiel in beinahe jeglicher Hinsicht zu individualisieren. Gleiches gilt für den eigenen Charakter, dem man aus einer viezahl von Helmen, Mützen, Sturmhauben und Brillen, das „gewisse Etwas“ verleihen kann.

Die durchweg aufwendig gestalteten Multiplayermaps können zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten gespielt werden, was dementsprechend die Sicht erschwert. So benötigt man in der Nacht logischerweise die neue Nightvision und sollte bei einem nachmittags stattfindenden Gefecht mit bedenken, dass die auch im Multiplayer durch die untergehende Sonne ausgelösten HDR-Effekte einen Angriff erschweren können. Waffensettings, Respawns und Spielmodi können ganz nach Wunsch eingestellt werden, beinahe jede bekannte Variante ist einstellbar. Neben Deathmatch, Gebietskämpfen und Missionszielen in Solo- und Teamvarianten, bietet GRAW 2 erneut einen sechs Missionen umfassenden Online-Kampagnenmodus, der wie alle anderen Spielmodi auch mit bis zu 16 Spielern gespielt werden kann. Hierbei wird der Fokus noch stärker auf Teamarbeit gesetzt, da an mehreren Stellen Missionsziele gleichzeitig an zwei verschiedenen Orten der Map erfüllt werden müssen. Je nachdem, wie man diese Ziele erfüllt, verändert sich auch der Ablauf der Mission, so dass die Multiplayerkoop-Missionen gewohnt fordernd sind. Die Grafik ist erwartungsgemäß grandios und muss sich vor der des Singleplayermodus’ nicht verstecken. Wasser, Staub-, Schatten- und Partikeleffekte, sowie die Darstellung von Explosionen lassen kaum Wünsche offen. Auf 18 neuen Karten, die vom Aufbau größtenteils, denen aus dem Vorgänger ähneln, zeigt Ubisoft, wozu die Xbox 360 grafisch in der Lage ist, eine weitere Karte steht zum kostenlosen Download zur Verfügung, nachdem man im Menü des Spiels ein ubisoft- benutzerkonto angelegt hat.

Des weiteren kommen Spieler in den Genuß von Karten mit dynamischer Größe, die sich der Spielerzahl anpassen, so dass in kleineren Lobbies vermieden wird, dass die Kontrahenten einander ewig suchen auf den mitunter gigantisch großen Arealen. Eine weitere Neuerung betrifft das Respawn-System, welches dahingehend überarbeitet wurde, dass Spawncamping unmöglich gemacht bzw. erschwert werden sollte. Allerdings hat sich dieser Versuch in der Praxis als nicht geglückt erwiesen, da nach wie vor einige Feiglinge beharrlich am gegnerischen Spawnpunkt sitzen und wiederauftauchende Gegner abschießen.

Doch so überzeugend der Multiplayerauftritt von GRAW 2 auch anmuten mag, Grund zur Kritik gibt es dennoch. Denn leider kommt es immer wieder zu Verbindungsproblemen, die bewirken, dass Spieler innerhalb einer Lobby einander nicht im Chat hören können, scheinbar willkürlich aus dem Spiel fliegen und einige Spieler streckenweise über Soundaussetzer klagen. Darüber hinaus sind die 18 neuen Karten, die neuen Waffen, ein paar zusätzliche Optionen im Hostmenü und die Möglichkeit, auf Knopfdruck in die Perspektive von Teamkameraden für Kritiker zu wenig, um als neuer Ghost-Recon-Teil bezeichnet werden zu können.

Allerdings tun Zyniker, die GRAW2 in bezug auf den Multiplayermodus, lediglich als „Map-Pack“ bezeichnen, dem Spiel eindeutig unrecht. Lobbysystem, Grafik und Gameplay wurden im wesentlichen zwar beibehalten, aber dennoch sichtbar verbessert und weiterentwickelt.Neben einer Achievement-Überwachung, die den Spieler genau mitverfolgen lässt, wie kurz er vor dem Erreichen eines bestimmten Erfolges steht, wurde Clanspielern ein System ähnlich dem aus Halo 2 spendiert, das es ermöglicht, einen eigenen GRAW2-Clan zu gründen, Freunde dazu einzuladen und eigene Clanlogos zu entwerfen. Besonders bei der Inszenierung der Online-Kampagne hat Ubisoft ganze Arbeit geleistet, so dass der neueste Teil der Ghost-Recon-Serie unterm Strich erneut durch gewohnte Qualität besticht und – auch wenn sich manche umfassendere Neuerungen gewünscht hätten – als Must-have-Titel für Genre-Fans bezeichnet werden muss……..auch aufgrund der Gewissheit, die nächsten Monate ohne jeden Zweifel genügend Gegner und Mitspieler auf Xbox Live zu finden.



Bewertung
Gameplay : 92% Sound : 88% Grafik : 92% Steuerung : 90% Multiplayer : 88%
Gesamt-Bewertung


Kommentar des Redakteurs
Mit Ghost Recon Advanced Warfighter 2 steht allen Konsoleros, die auch nur ansatzweise etwas mit dem Genre anfangen können, ein großartiges Spiel bevor.Die Zusatzfeatures fügen sich stimmig ins Gameplay ein, Grafik, Sound und Missions- und Leveldesign sind eine Wucht und machen das Spiel sowohl im Solomodus als auch im Multiplayer zu einem Must-have-Titel, der zweifellos die nächsten Monate das Geschehen auf Xbox Live prägen wird.
Erstellt am : 04.03.2007      Autor : Marc Gillessen          © EVO-X.DE & XBLIVE.DE
GAME-FACTS
Publisher : Ubisoft
Entwickler : Red Storm
Release : 08.03.2007

Genre : Taktik Shooter
Player : 1-2
USK Einstufung

keine Kennzeichnung
Homepage
Ghost Recon
Titel : Ghost Recon Advanced Warfighter™ 2      Publisher : Ubisoft      Release : 08.03.2007
Titel : Ghost Recon Advanced Warfighter™ 2      Publisher : Ubisoft      Release : 08.03.2007
Titel : Ghost Recon Advanced Warfighter™ 2      Publisher : Ubisoft      Release : 08.03.2007
Titel : Ghost Recon Advanced Warfighter™ 2      Publisher : Ubisoft      Release : 08.03.2007
Titel : Ghost Recon Advanced Warfighter™ 2      Publisher : Ubisoft      Release : 08.03.2007
Titel : Ghost Recon Advanced Warfighter™ 2      Publisher : Ubisoft      Release : 08.03.2007
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Titel : Ghost Recon Advanced Warfighter™ 2      Publisher : Ubisoft      Release : 08.03.2007
Titel : Ghost Recon Advanced Warfighter™ 2      Publisher : Ubisoft      Release : 08.03.2007
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