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Im Mittelpunkt von Phantasy Star Universe steht natürlich der Onlinemodus. Allerdings war Sega so spendabel und hat dem ganzen noch einen eigenständigen Offlinepart beigefügt, welcher einen ganz guten Eindruck macht. In der Rolle des Jungen Ethan kämpft man sich durch zwölf Kapitel (drei Planeten) und versucht das Böse, in Form einer mysteriösen Lebensform namens SEED zu bekämpfen. Hierbei läuft alles im Hack ’n’ Slay-Verfahren ab. Man schlachtet sich durch die ganzen Missionen, bekommt Erfahrungspunkte und steigert so seinen Level und die unterschiedlichen Attribute. Aufgelockert wird das Ganze dann durch Zwischensequenzen und etwas langatmige Dialoge. Wirkliche Rätsel gibt es in dem Spiel leider nicht. Hier geht es einzig und allein um das bekämpfen der Monster. Das ist auch gerade der Kritikpunkt an dem Offlinepart. Denn es macht hier ab einem gewissen Zeitpunkt keinen Spaß mehr alleine durch die Welten zu rennen und Monster zu schlachten. Man vermisst seine Mitspieler und die trifft man eben Online an. Somit kann man den Offlinemodus auch nur als eine Art „Tutorial“ oder Einstieg in die Onlinewelt bezeichnen. Auch wenn er immens viel Umfang bietet. Rund 40 Spielstunden enthält der Einzelspielermodus. Die Steuerung des Spiels ist übrigens sehr gut umgesetzt worden und dürfte sowohl für Fans der Serie als auch Einsteiger kein Problem darstellen. Den Charakter aus dem Offlinemodus kann man leider nicht in den Onlinemodus übertragen.
Nachdem man sich ein wenig im Einzelspielerteil mit dem Spiel angefreundet hat, geht es Online endlich zur Sache. Die Welten und Planeten orientieren sich am Offlinemodus, genauso wie ein Teil der Handlung. Zu Anfang erstellt man sich seinen Charakter. Hier hat man die Wahl aus vier verschiedenen Klassen und auch das Aussehen kann bestimmt werden. Einsteiger sollten sich die verfügbaren Tutorials zu Gemüte führen um den Start zu vereinfachen. Profis werden hier aber direkt zu Recht finden und sich auf die Reise begeben. Mit bis zu sechs Spielern kann man auf Monsterjagd gehen. Hierbei kommt es nicht nur auf das richtige Teamplay, sondern auch auf die Kommunikation an. Und die ist bei PSU besonders gut gelungen. Mittels Kurzbefehlen kann man sich so auch mit ausländischen Spielern gut unterhalten. So findet man auch immer die passenden Mitspieler und für viele Stunden Spielspaß ist gesorgt.
In der Tat macht Phantasy Star Universe sehr viel Spaß! Die Jagd nach wertvollen Items und das Aufleveln seines Charakters macht so richtig süchtig! Leider wird der Onlinespaß aber durch leichte Lags getrübt. Kostenlos ist Phantasy Star Universe natürlich nicht. Sega verlangt monatlich rund 10 Euro für den Spaß. Eine Xbox Live Mitgliedschaft ist hier aber nicht erforderlich. Zwingend notwendig ist allerdings eine Kreditkarte, weshalb viele wohl gar nicht erst in den Genuss des Spiels kommen werden. Nur für den Offlinemodus lohnt sich das Spiel nicht.
Die Technik stellt bei Phantasy Star Universe den mit Abstand größten Kritikpunkt dar. Das Spiel sieht nicht nur alles andere als Nextgen-würdig aus, sondern unterscheidet sich auch nicht im geringsten von der Playstation 2 Fassung - mit Ausnahme von einer höheren Auflösung. Das eintönige Leveldesign stört den Spieler am meisten. Wirklich jedes Level sieht nahezu identisch aus. Auf ansehbare Texturen muss man sowieso verzichten. Auch die Effekte sind schon sehr veraltet und dürften heutzutage keinen mehr begeistern. Wirklich schön sind nur die Zwischensequenzen. Als wäre das nicht genug kommt es auf der Xbox 360 Version auch noch zu leichten Slowdowns. In Punkto Sound kann das Spiel genauso wenig Preise gewinnen. Die Hintergrundmusik ist nach einer Zeit extrem nervig und wiederholt sich immer und immer wieder. Die englische Sprachausgabe klingt lieblos und verschlechtert techischen Eindruck nochmal um ein vielfaches.
Fazit: Phantasy Star Universe ist zwar kein perfektes Spiel geworden, aber es macht immer noch so viel Spaß wie seine Vorgänger und hat noch den gleichen Charme. Die Suche nach wertvollen Items und das Aufleveln der Charaktere bleibt weiterhin motivierend. Und auch der einfügte Offlinemodus ist ganz gut gelungen. Auch wenn man ihn eher als eine Art „Tutorial“ bezeichnen könnte. Wirklich enttäuschend ist allerdings die extrem veraltete Technik die sich nichtmal im geringsten von der Playstation 2 Fassung unterscheidet. Trotzdem ist PSU ein gutes MMORPG dass Fans über viele Stunden hinweg unterhalten wird. Man sollte einen Kauf aber nur dann in Erwägung ziehen, wenn man auch plant PSU Online zu spielen.
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