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Du bist zurückgekehrt! Nach einem Jahr Abwesenheit hat sich in Palmont City einiges getan. Wie du nun herausfinden wirst, geht es nicht mehr darum erster auf der Blacklist zu sein, sondern die Stadt zu kontrollieren. Denn diese ist aufgeteilt in Zonen, die von verschiedenen Crews beherrscht werden. Die Aufgabe ist es die einzelnen Zonen unter Kontrolle zu bekommen, um so die Stadt zu für dich zu gewinnen.



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Wie in den mittlerweile betagten Underground Teilen der Serie fährt man dieses mal wieder alle Rennen bei Nacht. Offensichtlich haben sich die Entwickler eines „ad acta“ gelegten Stils bedient um ein Feeling im Spieler zu erzeugen, das viele von den alten Teilen noch kennen. Alles ist hier wieder sehr farbenfroh und hat nichts von der dreckig verwaschenen Optik eines „NfS Most Wanted“ Titels. Doch ist etwa alles nur ein aufgekochter Kaffee? Schauen wir uns es mal an …

Mir gehört die Stadt ...

In jeder der Zonen muss man 3 Rennen absolvieren. Dabei kommen wieder die allseits bekannten Rennmodi wie Drift, Sprint oder Rundkurs etc. zum Einsatz. Wenn man es schafft 2 von 3 Rennen für sich zu entscheiden, dann gehört einem das gerade befahrene Territorium. Aber Achtung, die anderen Crews versuchen natürlich die Territorien wieder zurück zu erobern, indem sie einen auf den schon gewonnenen Strecken immer wieder herausfordern.

Wenn man einer Crew alle Territorien abgejagt hat (leicht zu erkennen an der Farbgebung) steht der Crewchef auf der Matte. Er fordert einen nun zu einem Straßenrennen auf, um herauszufinden, ob man würdig genug ist um gegen ihn ein CANYON RENNEN zu bestreiten. Dieses Rennen muss man dazu nutzen um das Team endgültig zu besiegen.

Wie schon in „NFS Most Wanted“ kann man auch in diesem Teil durch die schon frei geschalteten Zonen fahren um sich beispielsweise in Verfolgungsjagden mit den Gesetzeshütern verwickeln zu lassen. Ist man wieder etwas klamm auf der Tasche kann man hier einfach ein Rennen mit einem feindlichen Crewmitglied anzetteln und schon klingelt es wieder im Beutel. Vorausgesetzt man besteht auch gegen ihn.

Kommen wir nun zur Königsdisziplin: Canyon Rennen

Dieses Rennen fordert von einem sein ganzes Können. Als erstes fährt man alleine gegen den Boss eine serpentinenartig Strecke nach unten, wobei einem die Leitplanken eine Sicherheit vermitteln, die aber nicht gegeben ist. Passt man nicht höllisch auf das man die Räder auf dem Asphalt lässt, geht es rasch abwärts die Böschung runter.

Ansonsten heißt die Devise „Bleifuss bis sich das Bodenblech nach Außen wölbt“. Man bekommt umso mehr Punkte, je näher man am verfolgten Auto bleibt. Nur so kann man gewährleisten, dass das Punktekonto immer gut gefüllt ist. Denn es sind genau diese Punkte, die einem in der anschließenden Revanche zum Sieg verhelfen. Besser noch man dreht den Spieß gleich um und überholt den Gegner - nach 10 Sekunden in anführender Position, kann er einpacken.

Einer für alle – alle für Einen

Bei Carbon hat man zusätzlich noch die Möglichkeit seine eigene Crew zu rekrutieren. Diese sollte man so auswählen, dass sie einem situationsbedingt in einem Rennen Vorteile verschaffen können. Dazu werden den fleißigen Helfern unterschiedliche Rollen zu Teil:

  • der Blocker, der im Rennen hilft die anderen auszubremsen (aufzuhalten)
  • der Schlepper der einem einen Windschatten verschafft damit man schneller fahren kann
  • der Scout, der einem den schnellsten Weg zeigen kann (die Abkürzungen sind bei Carbon nicht so leicht zu erkennen, da die Karte zu undetailliert ist)

Man kann immer nur einen dieser drei in einem Rennen einsetzen. War die Wahl nicht optimal, so ist man gezwungen erst einen Unterschlupf anzufahren um dann das Crewmitglied zu wechseln. Negativ an dem ganzen ist, dass die Mitglieder manchmal stören wenn sie vor einem fahren - so nützlich sie auch im Rennen sein können.

Die Hüter der Straße

Je nach dem wie auffällig man sich bei der Hatz nach Zonen verhalten hat, desto höher sind die dort ausgeschriebenen Fahndungsstufen. Fahndungsstufen, die nicht nur für das Territorium gelten, sondern ebenfalls noch für das Fahrzeug definiert werden. In Folge dessen ist es ratsam ein Fahrzeug mit hohem Wiedererkennungswert länger einzumotten und auch die strenger überwachten Territorien eher zu meiden. Ist die Staubschicht dick genug, kann man auch wieder gefahrlos im alten Vehikel und durch alte Areale cruisen.

Die KI

Zuviel darf man von der KI in Carbon nicht erwarten. Die Gegner fahren meist Ideallinie und selbst ungeübte Rennfahrer sollten den Abspann nach ca. 12 Stunden Spielzeit zu sehen bekommen. Die zivilen Autos sind von der Anzahl recht wenig gehalten und meist tuckern sie um 100 KM/h weniger durch die Straßen. Die KI von der Polizei ist wesentlich verbessert worden im Vergleich zu den Vorgängern - man entkommt ihnen nicht mehr so leicht, was enormen Spaß oder Frust bringen kann. Überhaupt sind die Verfolgungsjagden mit der Polizei wahrscheinlich das beste an dem Spiel. Halbwegs intelligent sprechen sie sich ab, bauen Blockaden (die man mit gelungenen Effekten durchbricht) und lassen nicht so leicht locker.

Tunen & Lackieren

Im Gegensatz zu den anderen NFS Spielen muss man bei Carbon nicht mehr in die Shops fahren, geschweige denn suchen, sondern man macht alles in seinem Unterschlupf. Die Auswahl an verschiedenen Teilen ist sehr groß, was für Bastler echten Spaß bedeutet.

Um das Handling und die Leistung der PS-starken Boliden zu verbessern, stehen wieder eine große Auswahl an Möglichkeiten zum Tuning zur Verfügung. Motoren, Bremsen, Getriebe, Fahrwerk, Nitro, Reifen oder auch Kompressoren können in mehreren Schritten gegen leistungsstärkere ausgetauscht werden. Der äußere Look lässt sich natürlich ebenfalls je nach Geschmack gestalten. Hierbei gibt es eine Neuerung bei Carbon: mit Autosculpt lassen sich vorher angebrachte Teile wie Knetmasse verformen und fixieren. Dies macht sein Auto zu einem Unikat auf den Straßen von Palmont City.

Grafik

Insgesamt macht die Grafik einen guten Eindruck. Die Fahrzeugmodelle, die Reflektionen und die Rendervideos sind erstklassig dargestellt. Im direkten Vergleich mit "Most Wanted" ist Carbon aber ziemlich steril geraten.

Leider gibt es auch dieses Mal kein wirkliches Schadensmodell. Die leichten Kratzer, die man den Fahrzeugen zufügen kann, haben keinerlei Auswirkungen auf das Fahrverhalten und verschwinden auf mysteriöse Weise nach dem Rennen.



Bewertung
Gameplay : 75% Sound : 80% Grafik : 78% Steuerung : 80% Multiplayer : 75%
Gesamt-Bewertung


Kommentar des Redakteurs
Leider ist NFS Carbon nicht sonderlich lang, da es eindeutig an Strecken und Gegnern fehlt, was dem Spiel schon nach kurzer Zeit etwas den Reiz nimmt, aber im Großen und Ganzen ist es ein hervorragendes Spiel und bringt garantierten Spaß mit nach Hause.
Erstellt am : 21.12.2006      Autor : Damir Strunje          © EVO-X.DE & XBLIVE.DE
GAME-FACTS
Publisher : Electronic Arts
Entwickler : EA Games
Release : 02.11.2006

Genre : Rennspiel
Player : 1-4
USK Einstufung

ab 12 Jahre
Homepage
NfS Carbon
Titel : Need for Speed - Carbon      Publisher : Electronic Arts      Release : 02.11.2006
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