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Auf nach Japan!
Bei Import Tuner Challenge spielt sich alles, ähnlich wie beim kommenden Need for Speed: Carbon im fernen Osten ab. „The place to be“ ist um illegale Straßenrennen zu fahren Japans Hauptstadt Tokyo, dessen Highways man in Import Tuner Challenge originalgetreu nachgestellt hat. Leider gibt es im Spiel nur die Highways, was das Ganze auf die Dauer sehr trist wirken lässt. Schließlich sind diese in Tokio relativ enge Straßen, die von beiden Seiten durch Betonmauern getrennt sind. Hinzu kommt, dass die Auswahl der Strecken und Straßen in Import Tuner Challenge eher gering ist. So muss man am Anfang des „Quest Modes“, der eine Art Karriere-Modus ist, ein Fahrzeug kaufen und sich auf die Straßen begeben. Leider fährt man am Anfang des Spiels meistens nahezu die selbe Strecke, mal im Dunklen, mal um Mitternacht und auch mal bei Tagesanbruch. Schade ist, dass man nicht auch mal bei Tage im Licht fahren kann. Dazu kommt, dass die Steuerung eher träge reagiert und man so nicht immer leicht die Kontrolle über die Fahrzeuge hat. Fernöstlich orientiert ist auch der Fuhrpark, der eher spartanisch ausfällt. Die Herstellerauswahl bedient lediglich Fans der Fahrzeuge von Mazda, Mitsubishi, Nissan, Subaru und Toyota. Ein Lichtblick stellt allerdings die Tuningfunktion vom Tokyo Xtreme Racer Sequel dar: Vom Heckspoiler, über Seitenschürzen bis zum Motorupgrade ist alles möglich, was das Tunerherzbegehrt. So sind über fünf Millionen Kombinationen mit lizenzierten Tuningteilen möglich.
Keine schlechte Idee…
Das Prinzip, nach dem die Rennen ablaufen ist an sich eine sowohl einfache als auch geniale Idee. Man fährt keine Runden oder eingeteilte Streckenabschnitte, sondern hat eine „Energie-Anzeige“, wie sie normal bei Beat em’ ups üblich ist. Diese leert sich, wenn der Spieler oder der Computergegner in Führung liegt oder mit der Wand oder Verkehrsteilnehmern kollidiert. Das hat aber zur Folge, dass man auf jeden Fall ein konkurrenzfähiges Auto haben muss, da man sonst auf der nächstbesten Gerade zu schnell den Anschluss an den Computergegner verliert. Apropos Computergegner: Ein weiterer Kritikpunkt ist die künstliche Intelligenz, die wirklich viele Wünsche offen lässt. So reicht es, wenn man den Gegner einmal überholt hat vor diesem hin und her zu schwenken, um diesen in ein Verkehrsfahrzeug rasen zu lassen. Meistens hat man dann schon gewonnen... Wenn das eigene Fahrzeug hingegen nicht schnell genug ist, hat man auf Grund der wenigen scharfen Kurven auf den Strecken absolut keine Chance, auch nur an den Gegner heranzukommen und ein Rennen ist ebenso schnell zu Ende.
Präsentation & Technik
Auch an der Präsentation des Spiels hapert es. Die Menüführung ist nicht einfach und die Suche nach Gegnern beim Umherfahren macht auf die Dauer auch keinen Spaß. Die Tuningoptionen sind wie bereits erwähnt gut und lassen sich auch gut benutzen. Grafisch bietet Import Tuner Challenge zwar ein solides HD-Bild, aber nichts, dass wirklich ins Auge sticht. So könnte ITC auch ein Spiel auf einer Current-Gen-Konsole sein, wenn da eben nicht die hohe Auflösung wäre. Gerade weil das Spiel nur im Dunklen spielt, bekommt man keine Next-Gen Effekte wie zum Beispiel das beliebte High Dynamic Range Lighting zu sehen. Immerhin unterstützt das Spiel Dolby Digital Sound, was zumindest ein gutes Gefühl auf die Ohren gibt. Wer den Tokyo-typischen Techno Soundtrack nicht mag, muss sich wohl mit seiner eigenen Musik begnügen. Multiplayer
Standesgemäß hat ITC nicht nur eine Online-Ranking-Funktion, sondern auch einen Onlinemodus. Das Spielprinzip von Import Tuner Challenge scheint geradezu für einen Xbox Live Modus geschaffen, wenn da nicht die großen Unterschiede zwischen den Fahrzeugen wären. So empfiehlt es sich, zuerst den Singleplayer-Modus so weit zu bewältigen, bis man ein entsprechendes Fahrzeug hat, um Online mithalten zu können.
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