|
In Erinnerungen versinken...
Was für Erinnerungen kommen da in einem hoch? Eine neue Hoffnung, das Imperium schlägt zurück, die Rückkehr der Jedi Ritter. Alleine beim Hören dieser Titel läuft dem ein oder anderen Star-Wars-Fan sicherlich das Wasser im Munde zusammen. Und im Gegensatz zu Lego Star Wars sind genau diese Elemente im zweiten Teil in knudellige Lego-Optik verpackt. Als Spieler startet man in der Mos-Eisley-Kantine, die so etwas wie die Zentrale von Lego Star Wars 2 darstellt. Von hier aus kann man entweder die in den Levels gesammelten Legosteinchen, oder die in jedem Level einmalig versteckten Power-Steine, als Währung für Cheats, Charaktere und andere Extras eintauschen oder neue Levels betreten. Es gibt drei Räume, die jeweils einen Teil der Trilogie darstellen. Man hat die Wahl, die Episoden entweder chronologisch oder parallel durchzuspielen. Wer sich gerne an die Story des Films halten möchte, kann so nacheinander vorgehen, wenn man ein Freund der Abwechslung ist, kann man die Teile parallel durchspielen. Jeder Teil der Serie hat in der Kantine seinen eigenen Raum, in dem es sechs Türen gibt. Hinter jeder dieser Türen steckt eins der relativ linearen Level. Diese sind zum Beispiel die Jundland-Ödnis, in der man sich durch Horden merkwürdiger Tiere schlagen muss oder die Schlacht auf Hoth, die man von einem Raumschiff aus bestreitet. Eben die typischen Szenen aus den Star Wars Filmen. Apropos Filme: Vor den Levels und zwischendurch gibt es cinematische Sequenzen, die die Originale mit Humor ergänzen. So hat man auf eine Sprachausgabe verzichtet und die Lego-Figuren machen nur durch Geräusche auf sich aufmerksam. Der ein oder andere Lacher lässt sich hier gar nicht vermeiden. In den Levels selbst ist man mit verschiedenen Arten von Figuren unterwegs. Hier gibt es zum Beispiel Droiden wie R2D2 oder C3PO, die bestimmte Türen öffnen können, Jedis, die mit Legolichtschwert und der Macht hantieren oder Blasterträger, die neben der futuristischen Schusswaffe auch noch einen Enterhaken bei sich tragen. Durch Drücken der Y-Taste kann man durch die verschiedenen Charaktere durchschalten. Genau dieses Feature macht das Spiel an einigen Stellen etwas knifflig. So kann man zum Beispiel mit R2D2 Schweben, um bestimmte Schalter zu erreichen oder Türen zu öffnen oder den Enterhaken benutzen, um ans Ziel zu kommen. Neben typischen Verschieb- und Schalterrätseln muss man beispielsweise ebenfalls Lego-Gebilde wie Brücken kreieren um weiter zu kommen. Dieses gestaltet sich aber durch einen mehrfachen Druck auf die B-Taste relativ simpel. Ein etwas komplexeres Bausystem wäre hier wünschenswert gewesen. Wenn man mit den drei Star-Wars-Teilen, die sich innerhalb relativ kurzer Zeit komplett nachgespielt haben, noch nicht genug von dem Krieg der Sterne hat, kann man auch noch zusätzliche Missionen spielen. In diesen ist man als Kopfgeldjäger unterwegs, der mit einem Raketen-Jetpack ausgestattet ist. Sehr gut mag darüber hinaus die Teamspiel-Variante gefallen: Man hat die Möglichkeit, sämtliche Levels auch zu zweit zu bewäligen. Solch einen guten Koop-Modus an einer Konsole vermisst man leider bei vielen Spielen...
Zukunft oder Vergangenheit ?
Technisch ist Lego-Star-Wars 2 ein solides Spiel. Es bietet eine sehr knuffig wirkende Lego-Optik, die aber nicht mit außergewöhnlichen Effekten oder besonderen Schmankerln dienen kann. Die Lego-Steine und Figuren wirken aber sehr real und man überlegt doch das ein oder andere mal, die Kiste mit den Lego-Steinen zum Vergleich mal wieder vom Dachboden herunterzuholen. Wie bereits erwähnt wurde bei der Vertonung auf eine Sprachausgabe verzichtet, dafür kann LSW2 aber mit wunderbaren Star-Wars-Sounds wie Blastern, Battlemechs oder Lichtschwertern aufwarten. Darüber hinaus sind Titel aus dem Original-Soundtrack mit im Spiel, die bei einem echten Fan das ein oder andere mal für Gänsehaut sorgen werden. Die Steuerung gestaltet sich simpel und direkt, lediglich bei Fahrzeugen kommt das Prinzip etwas ins Schwanken. Hier hat man oft das Gefühl, dass die Steuerung sehr ungenau ist und man nicht dauerhaft die Kontrolle über das gesteuerte Vehikel hat. Im Umgang mit Waffen ist der Spieler jedoch sorgenfrei: Ein Fadenkreuz hat man nicht, sämtliche Waffen zielen nämlich wie von Geisterhand automatisch.
|