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Der Planet Nu Earth ist ein vom Krieg schwer gezeichneter Ort, ihr seid einer der zahllosen Elitesoldaten, die auf den verwüsteten Ebenen für Rache und Freiheit kämpfen, doch ihr seid einzigartig, ihr seid der Rogue Trooper!


Simple Balleraction
Das Spielprinzip von Rogue Trooper ist schnell erklärt, denn es ist mal wieder einer dieser typischen „ballern bis nichts mehr steht“ Titeln geworden.
Ihr spielt euren Elitesoldaten aus der 3rd person Perspektive und habt eigentlich nur eine Aufgabe: Alles was euer Zielcursor rot anzeigt wegzuballern.
Auf euren Rachefeldzügen über den vom Krieg verwüsteten Planeten Nu Earth werdet ihr immer wieder von mutigen Mitstreitern begleitet, die allerdings des öfteren mal in leicht blutrünstig inszenierten Rendersequenzen dazu neigen ihr Leben auf dem Schlachtfeld zu lassen. Natürlich ist das keine schöne Angelegenheit und die blauen Blutspritzer sind bestimmt nicht leicht aus der Uniform zu kriegen, aber das tragische Ende der Körper eurer Kameraden ist der Grundstein für die einzige Innovation des Spiels, wenn man sie denn so nennen will.
Ansonsten bemüht sich das Spiel nämlich nach Kräften so viele Gefechte, Explosionen und Effekte wie möglich für euch bereit zu halten. Da sehen die meisten Missionen so aus, dass ihr euch zunächst durch ein ganzes Areal kämpft, um Zugang zu einem Gebäude zu bekommen, welches ihr dann doch eigentlich nur spektakulär in die Luft fliegen lasst. Daher ist für Freunde der gepflegten Action-Unterhaltung ausreichend gesorgt, wer allerdings Inhalt und Tiefgang sucht ist fehl am Platz.

Ein Elitesoldat kennt keinen Tod
Wenn eure Kameraden also wie eben schon erwähnt ihren Körper auf den Feldern des Krieges gelassen haben, ist für ihren Geist noch lange nicht Schluss.
Mit einem gezielten Schnitt entfernt ihr die Speicherchips eurer Mitstreiter aus deren Hinterköpfen und montiert sie an euren Ausrüstungsgegenständen.
So kommt es, dass ihr mit der Zeit eine sprechende Waffe, sowie einen sprechenden Helm und Versorgungsrucksack bei euch tragt, denen der Geist eurer verstorbenen Mitstreiter eingehaucht wurde. Diese „Belebung“ eurer Ausrüstung kommt einer Art Aufwertung gleich, da ihr mit eurer Waffe nun besonders gut zielen könnt, der Kollege in eurem Rucksack immer bereit ist, euch neue Munition oder andere wichtige Dinge herzustellen und sich der Helm als Hacker versucht.
So erleichtern euch eure verstorbenen Kameraden auch nach dem Tod noch das Soldatenleben.

Explosive Inszenierung?
Reine Ballertitel sollten ihre fehlende Spieltiefe und den Abwechslungsmangel durch eine bombastische Grafik und Atmosphäre ausgleichen, wenn sie sich von der gemeinen Gamerschaft einen Hitstempel erhoffen. In dieser Hinsicht schwächelt Rogue Trooper ein wenig.
Die eher detailarmen und lustlos gestalteten Kriegslandschaften wirken recht steril und stimmungsarm.
Auch bei der Texturschärfe, den Effekten und dem gesamten grafischen Eindruck haben Vorgänger bewiesen, dass da aus der guten alten Xbox noch mehr heraus zu holen gewesen wäre.
Durch diese Mängel wirkt die Action und die Atmosphäre leider etwas aufgesetzt.
Zudem ist bei mir durch die Comicwurzeln von Rogue Trooper und die blaue Hautfarbe immer eher eine leichte Spielzeugsoldaten- als eine echte Kriegsatmosphäre aufgekommen. Hätte man den Soldaten allerdings rote Blutkörperchen verpasst, wäre das Spiel wahrscheinlich an manchen Stellen etwas zu brutal geworden.
Was mir überraschend gut gefallen hat an Rogue Trooper, ist die Charakteranimation. Euer Elitesoldat läuft, klettert und schlecht durchaus realistisch durch die Areale, lediglich die hektischen Ausweichmanöver und Rollen wirken etwas übertrieben.
Ebenfalls ein Pluspunkt ist die Steuerung. Nach einer gewissen Einarbeitungszeit hat man den Soldaten gut unter Kontrolle und kann sich gemütlich durch die Gegnerhorden ballern.
Für Leute der vorsichtigeren Gangart ist ebenfalls gesorgt, denn vom langsamen Vorpirschen über den Aufsatz eines Schalldämpfers bis zum blinden Schießen aus voller Deckung heraus ist alles vorhanden.
Letzten Endes ist es euch überlassen, ob ihr Rambo raushängen lasst oder euch schon mal für den neuen Splinter Cell Teil aufwärmt und euch Stück für Stück vorpirscht.

Spielspass auf Mittelmaß
Rogue Trooper ist ein solider Ballertitel, der zwar weder durch besondere Effekte, noch durch große Innovationen auftrumpfen kann, sein Grundhandwerk aber versteht und über einen gewissen Zeitraum Actionfreunde soweit zu begeistern vermag, dass ich zumindest jedem Hobbysoldaten das Anzocken ans Herz legen kann. Wer mit blaufarbenen Charakteren durch die Welt wandern will und dabei Tiefgang und Inhalt erwartet, dem empfehle ich die Schlümpfe.

 Facts
Publisher : EidosUSK : 16
Entwickler : RebellionRelease-Date : 19.04.2006
Global Sound/Bild Steuerung XBOX-Live
Offline Players
Systemlink
Xbox ExklusivNein
THX Sound
Dolby 5.15.1
TV-Format4:3
Lenkrad
Arcade Stick
Light Gun
Online Multiplayer
Content DownloadsJa
  


Bewertung
Gameplay : 75% Sound : 70% Grafik : 71% Steuerung : 74% Multiplayer : -%
Gesamt-Bewertung


Erstellt am : 13.05.2006      Autor : Peter Johannes Drathen          © EVO-X.DE & XBLIVE.DE
PACKSHOT
         
         
         
         
         
         
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