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Was verbindet
man
mit
dem Namen Outrun ? Genau, schreckliche Midi
Sounds,
pixelige Grafik
und Spielhallenluft.
Outrun ist ein beliebter
Automatenklassiker
von
Sega. Nachdem dieser bereits sein Revival in der
Spielhalle von Shenmue 2 gefeiert hat versucht man nun wie so oft einem
alten Namen wieder zu neuem Ruhm zu verhelfen. Die Frage ist jedoch,
kann man ein solches Kultspiel wirklich gebührend fortsetzen? Gerade
wenn zwischen den beiden Versionen fast 20 Jahre Hardwareentwicklung
steht? Ihr erfahrt es in diesem Test.
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Gib Gas …
... schreit die weibliche Person auf eurem Beifahrersitz. Am
Spielprinzip hat sich auch in 20 Jahren nicht das geringste getan. Und
das ist auch gut so. Im Outrun Modus fahrt ihr wie beim klassischen
Outrun gegen die Zeit. Ein Countdown läuft und wenn ihr nicht in der
gegebenen Zeit den nächsten Checkpoint erreicht habt müsst ihr es wohl
oder übel noch einmal probieren. Das ganze ist nicht ganz einfach und
ihr habt es erst geschafft wenn ihr am Ende angekommen seit. Es gibt
fünf verschiedene Endsequenzen, die aber relativ schnell zu sehen sind.
Diese sind mit dem Fahren von jeweils fünf Kursen auf den insgesamt 15
verschiedenen Strecken erreicht. Darüber hinaus gibt es noch den so
genannten „Heart Attack“ Modus bei dem ihr eure Beifahrerin mit
bestimmten Moves beeindrucken müsst. Glücklicherweise ist das Spiel
dann noch nicht ganz erledigt. Schließlich gibt es noch 101
Extramissionen die aus verschiedenen Aufgaben bestehen. So müsst ihr
z.B. einen Bus-Konvoi überholen ohne einen Unfall zu bauen, ein
Einzelrennen gegen Gegner bestreiten oder einfach nur um die Wette
driften. Hier könnt ihr Fahrzeuge oder weitere Soundtracks
freischalten. Glücklicherweise gibt es offizielle Ferrari Lizenzen was
echte Boliden wie z.B. den F50 oder den Enzo Ferrari zum Teil des
Spieles macht. Die Fahrzeugauswahl fällt leider nicht ganz so üppig
aus, denn ein Fuhrpark mit insgesamt nur 8 Fahrzeugen (+ 4
Bonusfahrzeuge) ist nicht der aktuelle Standard. Allerdings ist das,
genau so wenig wie Realismus sicherlich nicht Teil des Spieles und des
Spielprinzipes. Die Vehikel lassen sich wie auf Schienen fahren und die
Drifts laufen exakt kontrollierbar ab. Jeder noch so ungeübte Spieler
sollte Outrun 2 spielend leicht finden. Outrun war früher ein
waschechter Arcaderacer und Outrun 2 bleibt dieser Tradition
glücklicherweise Treu, denn mit guten Arcaderacern ist die Xbox nicht
gerade gesegnet.
Die Technik
Grafisch ist Outrun 2 sicherlich kein Paradebeispiel für die Technik
der Xbox. Eine relativ sterile Außenwelt und ein schlechter Hintergrund
trüben das Gesamtbild. Andererseits gibt es schöne Spiegelungen auf dem
relativ rund wirkenden Fahrzeug, schöne Wassereffekte, sehr bunte
Farben und eine stabile Framerate. Das Geschwindigkeitsgefühl ist sehr
schnell, allerdings kommt es nicht an die Referenz Burnout 3 heran.
Soundtechnisch ist das ganze sehr an die Urversion von Outrun
angelehnt. Die Soundtracks entsprechen teilweise den alten Musikstyles
„Splash Wave“, „Passing Breeze“ und „Magical Sound Shower“. Für den
totalen Soundgenuss gibt es Dolby Digital Unterstützung, allerdings
gibt es nicht unbedingt bombastische Motorensounds oder andere Effekte.
Insgesamt kommt auch hier der Realismus zu kurz und es wird am meisten
Wert auf die spritzigen, wenn auch etwas altbackenen Soundtracks
gelegt. Der Fan des Klassikers wird auch Outrun 2 bezüglich der Technik
sicherlich mögen.
Outrun zu zweit …?
… ist leider nur per System Link oder Xbox Live möglich (dazu aber
später). Man hielt es offenbar nicht für nötig einen Splitscreen Modus
einzubauen. Warum ? Das bleibt ein Rätsel. Man kann zwar nacheinander
fahren, aber wo bleibt da der Spaß ? Im System Link hingegen ist das
Spiel vorbildlich. Gute Performance, Communicator-Unterstützung und die
Maximalspielerzahl von 8 Leuten ist für ein Rennspiel völlig in Ordnung.
Outrun Live
Im Xbox Live ist Outrun 2 leider alles andere als vielversprechend. Nur
3 verschiedene Spielmodi (Rennen, Outrun Modus, Time Attack) machen das
ganze sehr schnell langweilig. Außerdem ist die Anzahl der Server mit
der Optimatch Funktion eher ernüchternd. Meistens sind nur maximal drei
bis vier Server Online, die wahrscheinlich nicht alle voll sind. Wenn
man die Quick Match Funktion nutzt landet man meistens auf einem dieser
Server. Eine Sprachenauswahl ist leider nicht vorhanden, allerdings
würde man dann wahrscheinlich überhaupt keine Server mehr finden.
Deutsche Spieler sind sehr selten anzutreffen. Darüber hinaus gibt es
bei vollen Servern teilweise Lags in der Sprache, sowie auch im Spiel.
Vorbildlich hingegen ist allerdings die Time Attack Funktion die es
erlaubt Geister anderer Spieler für die jeweilige Strecke runter zu
laden. Nach einer kurzen Ladezeit könnt ihr schon gegen die Geister der
besten Outrun 2 Spieler der Welt fahren. Insgesamt muss man leider
sagen das sich das Spiel für Spieler die ausschließlich Online spielen
wollen nicht lohnt.
Fazit
Insgesamt ist Outrun 2 ein solides Spiel was etwas verbesserungsbedarf
aufweist. Schön wäre z.B. ein Splitscreen Modus und etwas
Grafikoptimierung. Fans des Vorgängers die ihre Kindheit in einer
Spielhalle verbracht haben werden Outrun lieben. Das Spiel bestätigt
sich als würdiger Nachfolger. Traditionen werden bewahrt, allerdings
hätte die Anpassung an die neue Hardware etwas besser erfolgen können.
Die Xbox ermöglicht weitaus mehr, aber leider wurde das nicht
ausgenutzt. Geschwindigkeitsgefühl und Schwierigkeitsgrad hingegen sind
optimal. Vielleicht hätte die Spieldauer etwas üppiger ausfallen
können, denn im momentanen Zustand ist das Spiel den Vollpreis nicht
wert.
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