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                                                                                                Und wieder veröffentlicht Lucas Arts ein weiteres Sequel aus dem Star Wars Universum. Ist es doch das gewohnte Terrain, worüber sich die Lucas Group mehr oder weniger schon seit Jahrzehnten definiert. Die Saga scheint seines Alters zum Trotz nichts an Beliebtheit eingebüßt zu haben um auch weiterhin die Kassen klingeln lassen.  Wie dem auch sei…     Nun gab es ja in der Vergangenheit genügend interaktive Auftritte rund um die Welt von Luke Skywalker & Co. und man blickt mittlerweile auf eine beachtliche Sammlung zurück. Gerade erst ist "Knights of the old Republic II" vom Stapel gelaufen, da erblickt schon wieder ein Game aus der Serie das Licht der Ladentheke und will nach Möglichkeit schnellstens in den Schlund Eurer Konsole eingeworfen werden. Wollt Ihr das zulassen? Um diese Frage zu klären, versuchen wir, Euch hier die Entscheidung etwas zu erleichtern.


Was gibt’s denn dieses Mal?
Nachdem uns Lucas Arts im letzten Jahr mit Star Wars Battlefront versorgt hat, steht nun ein weiterer Titel mit Actionkost auf der Karte. Wie in den meisten durch Lukas realisierten Titeln, spiegelt auch Star Wars: Republic Commando nicht die Story und die aus den Film bekannten Helden wieder.

Klone oder Kloner?
Wir schreiben die Zeit der Klon Kriege, ungefähr anzusiedeln gegen Ende der Episode II. Ihr befehligt ein Team von drei sehr gut ausgebildeten Klon Kameraden, deren Fähigkeiten in Symbiose zu einer Einheit verschmelzen. Klon ist nicht gleich Klon, denn Ihr habt hier ein Team mit Spezialisten am Werk. Die Vielfalt ihrer Fertigkeiten hebt sie deutlich vom Klon aus der Massenproduktion ab. Während ihre Brüder zweiter Klasse eigentlich nur als Kanonenfutter dienen, katapultieren Euch Eure Kollegen in eine andere Liga und zwar einer richtigen Spezialeinheit, dem „Delta Squad“. Diese Elitekrieger verstehen sich nicht nur in der Kunst der letalen Gewalt, nein, man hat sie zusätzlich noch zum Sprengstoffexperten oder Hacker ausgebildet. Ihr seid der Chef im Ring und als verantwortungsvoller Vorgesetzter müsst Ihr natürlich bemüht sein, Eure Kameraden wirkungsvoll aber verlustfrei einzusetzen. Na ja, und wenn ein Kollege mal wegen eines taktisch unklugen Befehls leblos am Boden liegt, dann bleibt immer noch die Möglichkeit, ihn mit dem mobilen Notfallschocker ins Klonleben zurück zu holen, aber dazu später mehr...

Durchblick gefällig?
Lucas Arts hat gegenwärtig die Perspektive, aus der Ihr das Spiel wahrnehmt, verändert. Wen jetzt ein Déjà Vu Gefühl beschleicht, der hat bereits mal „Metroid Prime“ auf dem Cube angespielt. Ihr nehmt Eure Umwelt durch einen Visor wahr, der euch allerlei taktische Informationen liefert. So seid Ihr ständig über die Position und den Gesundheitszustand Eurer Kumpanen informiert, auch wenn sich diese nicht direkt in Eurem Sichtfeld bewegen. Des Weiteren weist der Visor strategisch wichtige Ziele zur Attackierung aus und gibt Euch Tipps, wie Ihr Eure Teamkameraden sicher positionieren könnt.


TikTak, öhm... TakTik - habe ich mich jetzt verhört?
Da fiel doch eben dieses böse Wort aus dem Wortstamm „Taktik“.

„Hey Meister ich will die krasse Action…
                                                      ...lass mich mit diesem Taktik-Kram in Ruhe!!!“


Keine Angst - der taktische Aspekt in Republic Commando ist auf simple Aktionen beschränkt. Ich erwähnte bereits, dass der Visor diesbezüglich Einiges vorschlägt. Und genau deswegen braucht es hier auch keinen krampferprobten Strategen. Der Visor gibt Euch direkt die taktischen Möglichkeiten in der gegenwärtigen Situation auf den Schirm. So bekommt Ihr in Echtzeit angezeigt, wo Eure Kameraden Stellung bzw. Deckung beziehen sollen, welche Hindernisse gesprengt werden müssen oder wo sich Terminals befinden, in die sich ein Teammitglied einhacken kann. Falls Euch eine dieser visuellen Vorgaben zusagt, visiert es an, drückt die Taste „A“ und schon wird Euer Befehl an die richtige Person adressiert. Während der Teamkollege nun Eurem Willen nachkommt, solltet Ihr ihm natürlich den Rücken freihalten. Manche Operationen, wie z.B. Sprengladungen anbringen, stellen nämlich mindestens zehn Sekunden volle ungeschützte Angriffsfläche für den Feind dar. Bei einigen Aktionen kann dieser Zeitraum sogar auf bis zu elendig langen 60 Sekunden expandieren. Ihr seid zwar alle gepanzert und habt auch ähnlich wie bei Halo eine automatische Schildwiederaufladung, aber falls Euer Schild aufgebraucht ist, geht’s ziemlich schnell ans abrupte Ableben.

Medic... I need medic.
Ein Glück, dass jeder Eurer Kameraden den Reanimationskurs besucht hat und die Kollegen, so schnell es ihnen möglich ist, mit dem Notfallschocker wieder ins Spiel bringen. Selbst wenn Ihr Euch mal für einen Kameraden aufgeopfert habt, steht die geklonte Notfallschwester mit der Stromspritze meistens parat. Am Ende eines Gefechtes empfiehlt es sich daher, seine Kameraden zum nächstliegenden Bacta Regenerationsterminal zu schicken, um frisch gestärkt in die nächste Schlacht zu ziehen. Eine praktische Sache ist das… Soviel zum Grundkonzept.

Alleine ist auch ganz schön ...
Im Verlauf der Singleplayer Missionen durchstreift Ihr im wesentlichen drei unterschiedliche Kampagnen. Den Planeten Geonosis, einen havarierten Frachter und die Welt der Wookie´s Kashyyk. Diese Kampagnen, unterteilt in vierzehn Missionen, gestalten sich alles andere als eintönig. Die Vielfalt der Levelgestaltung reicht über düstere Gänge in eng angelegten Höhlensystemen, unübersichtliche schluchtenartige Felsmassive bis hin zu taghellen Schlachtfeldern in verzwickten Außenarealen. Wer allerdings Szenarien wie in SW Battlefront erwartet, wird diese vergeblich suchen. Der Verlauf der actiongeladenen Missionen ist relativ „straight“. Verzweigungen oder Bewegungsfreiräume à la KotoR sind hier in keiner Weise implementiert worden. Euer Ziel ist immer direkt voraus und selbst, wenn Ihr mal kurzzeitig die Übersicht verloren habt, wissen Eure Kameraden, wo sie weiter metzeln dürfen. Leider ist das Vergnügen mit acht bis zehn Stunden Spielzeit etwas zu knapp bemessen. Na ja, zufrieden ist man wohl nie...

Glanz oder doch nur ne Staubschicht?
Zur Optik des Games sei an dieser Stelle mal erwähnt, dass man diese schon als perfekt bezeichnen müsste. Die Entwickler haben die Grafikpower, die auf der mittlerweile in die Jahre gekommene Unreal 2 Engine basiert, in konsequenter Weise voll umgesetzt. Die Level sind sehr detailverliebt in Szene gesetzt und auch die Atmosphäre des Games wird durch Einsatz von Rauch und Explosionseffekten gekonnt hervorgehoben. Wenn auch augenscheinlich Bumpmapping Einlagen, wie man sie von Riddick kennt, nicht zu finden sind, so ist die Grafik des Games schon in der Oberliga anzusiedeln. Das Spiel läuft entgegen der Erwartung mit so opulenten Grafiken erstaunlich flüssig. Einbrüche in der Framerate waren bis auf sehr wenige Ausnahmen eigentlich selten erkennbar.

Den Feind im Visier...
Eure Gegner sind ebenfalls sehr schön modelliert, wenn auch mäßig animiert. Teilweise kommen die auch relativ blind und hirnlos daher. Die sogenannte KI hat man wohl etwas vernachlässigt, denn es kann schon mal vorkommen, dass eine Horde von Gegnern einfach an einem vorbeirennt, als ob man Harry Potters Tarnkappe übergezogen hätte. Sehr merkwürdig...

Wer aber meint, das Game wäre deswegen einfach, der hat sich wahrlich einer Fehleinschätzung hingegeben. Der Schwierigkeitsgrad ist trotz der teilweise verlustigen KI ganz schön derb. Hier heißt es nämlich „Masse statt Klasse“ und so seid Ihr schnell mal von einer Vielzahl von Feinden umlagert, die Euch kräftig einheizen. Zwar gibt es auch auf Feindesseite viel Kanonenfutter, doch wird dieses in der Regel immer von ein bis zwei resistenteren Kontrahenten begleitet. Diese können Euch das Überleben schon ganz schön schwer gestalten. Man denke dabei an die brachiale Feuerkraft der Druidicas, die zum Teil aber auch noch durch feindliche Artilleriegeschütze flankiert werden.

Kawumm... oder darf’s ein wenig mehr sein?
Nun steht Ihr dem Ganzen ja nun auch nicht wehrlos gegenüber. So verfügt jeder in Eurer Truppe über ein stattliches Waffenarsenal mit der korrespondieren Durchschlagskraft. Eigentlich könnte man hier auch den Spruch „Jedem Tierchen sein Pläsierchen“ (Anmerkung der Redaktion -  zu deutsch: Jedem das Seine) ansetzen, denn Euer Standard-Equipment umfasst alleine schon drei Waffenaufsätze (Blaster, Sniper und Granatwerfer), die eine korrespondieren Antwort auf jedwede Gegnerklasse darstellen. Zusätzlich habt Ihr sogar die Möglichkeit, eine weitere Waffe zu führen, derer man sich durchaus auch beim Gegner bedienen kann.

Spielfrust will trotz der ungleichen Verteilungsdichte dennoch nicht aufkommen, denn das Kräfteverhältnis ist eigentlich fast immer ausgewogen.

Alles unter Kontrolle?
Die Steuerung des durchaus komplex anmutenden Geschehens ist genial einfach. Im Prinzip habt Ihr zur taktischen Steuerung Eures Teams immer nur mit der kontextbezogenen Auslegung der „A“ Taste zu kämpfen. Immer, wenn Ihr Eurem Team einen Befehl erteilen wollt, kommt diese magische Taste zum Einsatz, sprichwörtlich eine „OneButton Bedienung“. Geht es um globale Teambefehle, wie „Formieren“, „Suchen und Zerstören“, „Angriff“ oder „Bereich sichern“, so wird diese in Kombination mit dem digitalen Steuerkreuz betätigt. Der Rest der Steuerung geht relativ deckungsgleich mit anderen Shootern konform. So dürft Ihr Euch eine der vier vordefinierten Konfigurationen aussuchen und solltet eigentlich damit glücklich werden.


Schrei mich nicht so an... ich bin doch sensibel!!!
Abgerundet wird das Ganze nun durch einen satten 5.1 Dolby Digital Sound, welcher die Szenarien kraftvoll untermalt. Die Dialoge im Game fallen militant spartanisch aus. So ist der Befehlston, den man gegenüber seinem Team anschlägt, sehr ausgeprägt und durchaus passend gewählt. Der Rest der Synchronisation kann getrost vernachlässigt werden, denn wer will schon quatschen, wenn er Aliens splattern lassen kann.

Nur gemeinsam sind wir stark...
Im Multiplayer sind die genretypischen Modi implementiert worden. So ist dort Deathmatch, Team Deathmatch sowie das allseits bekannte Flaggenspiel abrufbar. Keine wirkliche Innovation, aber gewohnte Kost. Was mir auffiel, ist, dass der Detailreichtum aus den Kampagnen Online gänzlich abgespeckt wurde. Die Areale und Maps kommen dort etwas glanzloser daher. Ich vermute stark, dass dieses mit der somit besseren Online Spielbarkeit begründet wird. Da zum Zeitpunkt des Reviews aber noch keine Gegner zur Verfügung standen, muss dieser Punkt später noch einmal besser abgelichtet werden. Multiplayer via XBOX LIVE sowie System Link (die Xlink Gemeinde wird’s freuen) sind möglich. Splitscreen sowie einen richtigen Co-op Modus sucht man hingegen vergeblich.

That’s all
Mit diesem Titel hat Lucas Arts der Serie wieder ein weiteres Highlight hinzugefügt. Von kleineren Schwächen in der Gegner-KI und dem durchaus begrenzten Umfang der Singleplayer-Kampagnen abgesehen, bekommt Ihr hier ein hervorragendes Spiel aus dem Krieg der Sterne Epos. Der Funfaktor war bei mir über das gesamte Spiel spürbar, weswegen Ihr es ebenfalls bedenkenlos in Eure Gamesammlung aufnehmen könnt. Für jeden Star Wars Fan ist das Game schlicht ein Pflichtkauf.

Also kaufen - Marsch Marsch!!
 Facts
Publisher : Lucas ArtsUSK : 16
Entwickler : Lucas ArtsRelease-Date : 03.03.2005
Global Sound/Bild Steuerung XBOX-Live
Offline Players1
Systemlink2-16
Xbox ExklusivNein
THX SoundNein
Dolby 5.1Ja
TV-Format16:9
Lenkrad-
Arcade Stick-
Light Gun-
Online Multiplayer2-16
Content DownloadsJa
  


Bewertung
Gameplay : 86% Sound : 85% Grafik : 88% Steuerung : 89% Multiplayer : in Kürze%
Gesamt-Bewertung


Erstellt am : 04.03.2005      Autor : Oliver Hennig          © EVO-X.DE & XBLIVE.DE
PACKSHOT
         
         
         
         
         
         
         
         
         
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