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Immer mitten in die …
Von einem Sportspiel, insbesondere aber von einer realitätsgetreuen Boxsimulation erwartet man vor allen Dingen folgendes: Eine saubere Spielmechanik. Hier waren die Vorgänger von Fight Night Round 3 bereits Genreprimus und auch das generalüberholte FN3 zeigt sich hier nahezu ohne Makel. Die Bewegungen wirken absolut realistisch und die Kollisionsabfrage funktioniert so gut, dass man beim Sehen der Schläge beinahe selbst Schmerzen verspürt. Der satte Dolby Digital 5.1 Sound, der den Spieler nebenbei noch das Geschrei des Publikums vernehmen lässt, unterstreicht dieses Gefühl zusätzlich. Lediglich die Bewegungen der Kämpfer könnten einen Tick mehr Schnelligkeit vertragen. Am Steuerungsprinzip der Vorgänger wurde glücklicherweise festgehalten. So tanzt der Kämpfer durch Bewegung des linken Ministicks durch den Ring, mit dem rechten Stick teilt man gehörig aus. Wer so nicht klar kommt, kann zwischen fünf weiteren Controller-Setups wählen.
Zwischen Muhammed Ali und Evander Holyfield
Das Herzstück von Fight Night Round 3 ist der „Career-Mode“. Hier kann man sich mit liebevoller Gestaltung seinen eigenen Boxhelden erstellen oder man versucht die Karrieren von Legenden wie zum Beispiel Muhammed Ali nachzuempfinden. Bevor man aber das erste Mal virtuell in den Ring steigt und die Fäuste sprechen lässt, muss man sich mit Training gedulden, um Skillpunkte in Bereichen wie Stärke und Geschwindigkeit verteilen zu können. Hier hat EA eine Art Managermodus mit eingebaut. So muss man zum Beispiel einen Vertrag unterschreiben um bei einem Boxclub trainieren zu können. Wenn man erstes Geld eingenommen hat, kann dies beispielsweise in bessere Trainer oder Kleidung investieren. Der Schwierigkeitsgrad steigt während der ganzen Karriere an. Die ersten Gegner lassen sich noch mit Leichtigkeit abservieren, im weiteren Verlauf wird man allerdings auch mit Niederlagen zu kämpfen haben. Neben dem Karrieremodus bietet FN3 den so genannten „ESPN Classics“ Modus, in dem man Boxkämpfe der Vergangenheit nachspielen kann: Eine gute Möglichkeit, mit Spaß die Geschichte des Boxsports unter die Lupe zu nehmen. Darüber hinaus sollten sich hartgesottene den „Hard Hits“ Modus anschauen. Hier muss nicht auf das Läuten der Ringglocken gewartet werden, sondern es wird gekämpft, bis der erste Spieler fällt.
Optischer Leckerbissen
Wer einen Grund gesucht hat, sich eine Xbox 360 samt einem HD-Fernsehgerät ins Wohnzimmer zu stellen: Hier ist er! Fight Night Round 3 gehört zu den auf der Xbox 360 optisch ansprechendsten Titeln, die bisher auf dem Markt zu bekommen sind. So sehen die Polygonkämpfer ihren echten Vorbildern zum verwechseln ähnlich und ein nicht geschultes Auge wird auf den ersten Blick damit zu kämpfen haben, die von der Konsole dargestellten Bilder mit der Realität zu verwechseln. So sieht man bei auftreffenden Fäusten Schweiß und Blut durch den Raum fliegen. Dieser Effekt wird bei besonders harten Schlägen durch einen Zeitlupeneffekt verstärkt. Darüber hinaus kann man den Kämpfern an Hand von blauen Flecken und Prellungen im Gesicht den Kampfverlauf förmlich ablesen. Die Grafik der Xbox Version kann natürlicherweise nicht mit der NextGen-Version mithalten, bietet für Xbox Verhältnisse allerdings auch einiges. Auch wenn die Umgebung und das Publikum nicht mit dem Niveau der neuen Konsole mithalten können, zeigen sich an den Spielermodellen ähnliche Effekte.
Einen guten Freund K.O. schlagen, warum nicht?
Neben dem bewährten Multiplayer-Kampf an einer Konsole, hat EA der Boxserie endlich einen Online-Modus spendiert. Der Xbox Live Modus wird auf EA-gewohnte Weise mit dem eigenen System unterstützt und bietet neben den typischen OptiMatch und QuickMatch Modi auch umfangreiche Ranglisten. Glücklicherweise lässt sich bei den OptiMatch Einstellungen der gewünschte Skill-Level des Gegners einstellen, was euch nicht sofort auf die weltbesten Spieler treffen lässt. Die Kämpfe laufen meistens flüssig ab, nur ab und zu kommt es zu nervtötenden Lags.
Fazit: Mit Fight Night Round 3 liefert EA ein rundum gutes Sportspiel ab, mit dem man viele Stunden vor dem Fernseher verbringen kann. Lediglich die Geschwindigkeit des Spiels könnte minimal schneller sein. Fans der Sportart sollten sich das Spiel allerdings auf keinen Fall entgehen lassen.
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