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Tommy, ein junger Cherokee-Indianer, hat die Schnauze voll von seinem Leben im Indianer-Reservat. Er will alles hinter sich lassen und ein neues Leben beginnen. Aber weder sein Großvater noch seine Freundin sehen sich bereit ihm zu folgen. Doch das Problem erledigt sich tragischer Weise von selbst als sie von Außerirdischen entführt werden. Der Kampf ums Überleben beginnt...
In der Rolle des Tommy ballert man sich durch insgesamt 22 Level und kämpft um das Überleben. Euer Ziel: die Flucht aus dem Raumschiff. Sonderlich viele Waffen stehen einem leider nicht zur Verfügung, dafür haben es diese aber wahrlich in sich. Die meisten Geschosse besitzen mehrere Funktionen und somit ist für die nötige Portion Abwechslung gesorgt. Von der Wurmkanone, über Energiebälle bis hin zum ganz normalen Raketenwerfer ist hier für jeden etwas dabei. Später kann man aber auch kleine Shuttles besteigen und damit durch die Gegend fliegen. Der Spielverlauf ist in der Regel ziemlich linear und übersichtlich. Man ballert sich durch Gegnermassen und löst hin und wieder ein paar Rätsel. Was Prey aber von Doom 3 oder Quake 4 unterscheidet sind die Schwerkraftfeatures und die spirituellen Kräfte! So kann man im späteren Lauf die Schwerkraft komplett beeinflussen. Da wird beispielsweise aus der Decke der Boden, oder aus der Wand die Decke und umgekehrt. Klingt nicht nur ziemlich schwindelerregend sondern ist es auch! Manche Rätsel lassen sich auch nur anhand dieses Feature lösen. Na, wenn das mal keinen frischen Wind ins Genre bringt! Auch die spirituellen Kräfte stellen sind im Spielverlauf extrem nützlich. Durch den „Spirit Walk“ kann unser Held seinen Körper verlassen und Gegenden erreichen, die sonst nicht möglich sind. So können Schalter benutzt und somit auch Rätsel gelöst werden. Neben dem Spirit Walk gibt es aber auch noch den Death Walk. Dieser tritt im Fall eines Todes in Kraft. Man stirbt also nicht sondern läuft 20 Sekunden durch das Nirvana, schießt ein paar Geistervögel ab, und kehrt ins Reich der Lebenden zurück. Diese Feature ist aber nur bei geringem Schwierigkeitsgrad verfügbar, auf dem schweren Schwierigkeitsgrad muss man (wie gewohnt) eben wieder von vorne anfangen. Aber allgemein ist Prey ein ziemlich leichtes Spiel, das man schon nach gut zehn Stunden durchgespielt haben müsste. Der Umfang zählt also zu den wenigen Mankos des Spiels. Die Steuerung von Prey ist hingegen absolut klasse. Man findet immer zurecht und ist zu jedem Zeitpunkt Herr der Lage.
Prey basiert auf einer verbesserten Doom3-Engine die voll und ganz überzeugen kann. Die Texturen, die Animationen und vor allem die Effekte sehen wirklich klasse aus. Prey bringt die Atmosphäre dadurch einfach unglaublich gut rüber. Es kommt einfach ein „Mittendrin-Gefühl“ auf! Außerdem läuft Prey größtenteils sehr flüssig und das ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit! Manchmal erkennt man aber auch leichte Ähnlichkeiten zu anderen Spielen, die auf dieser Engine basieren. Das stört ein klein wenig, fällt aber nicht ins Gewicht. Wirklich sensationell und herausragend kann man den Sound bezeichnen. Die Waffensounds klingen unfassbar realistisch und atmosphärisch und die (englische) Synchronisation erzählt die Story wirklich prima. Der tolle Soundtrack vom „Oblivion-Komponist“- Jeremy Soule trägt auch noch dazu bei. Der Dolby-Digital Sound beansprucht eure Anlage dann so richtig, so dass es ordentlich kracht!
Die kürzlich erschienene Onlinedemo verärgerte mit heftigen Lags die komplette XBOX Live-Community. Natürlich machte sich deshalb die Hoffnung breit, dass es in der Vollversion ausgebessert wird. Doch dem ist leider nicht so. Zumindest nicht komplett. Einige Fehler wurden zwar behoben, aber dennoch kommt es öfters zu Rucklern und sonstigen Verbindungsproblemen. Der Spielspaß geht dadurch selbstverständlich öfters verloren. Außerdem stehen einem nur zwei Spielmodi zur Verfügung: Das wäre zu einen der allseits bekannte Deathmatch- und zum anderen der Teamdeathmatch-Modus. Leider ist auch die Spieleranzahl etwas gering geraten. Gerade einmal acht Spieler können zusammen spielen. Dafür sind in den (übrigens ziemlich gut gestalteten) Maps auch die netten Schwerkraftfeatures enthalten. Somit macht das Spiel natürlich auch manchmal richtig viel Spaß, man muss nur über die Lags hinwegsehen. Die Highscoretabelle gewährt einem den nötigen Überblick und neue Maps werden wohl auch bald zum Download bereit stehen. Letztendlich also nur eine durchschnittliche Onlineumsetzung! Da wäre mehr drin gewesen...
Fazit:
Prey ist ein ausgezeichneter Ego-Shooter geworden, der das Genre zwar nicht revolutioniert, dafür aber einige nette Ideen besteuert. Die Präsentation und die Atmosphäre stellen den absoluten Pluspunkt des Spiels dar, aber auch technisch lief hier alles glatt. Lediglich der Multiplayermodus könnte etwas besser sein und ein wenig mehr Umfang hätte dem Spiel auch gut getan. Aber ansonsten kann man nur eine absolute Empfehlung aussprechen. Große Klasse!
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