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Vor einigen Jahren konnten die Commandos bereits auf den PC's große Erfolge verbuchen. Das ausgeklügelte und spannende Spielprinzip bescherte dem Spiel – sowie seinen Fortsetzungen – im Laufe der folgenden Jahre eine stetig wachsende Fangemeinde. Dabei galt der Rahmen dieses WWII Szenarios damals schon so gut wie abgedroschen. Jedoch machte insbesondere der hohe taktische Anspruch den großen Erfolg dieses (damals) 2-D-Taktik-Action-Spiels aus, der stets mit vorgerenderten, festen Hintergründen arbeitete. Diesen archaisch anmutenden Elementen zum Trotz wurden Spötter still, nachdem sie die großartige KI erlebt hatten.
Jetzt ist CSF für die Xbox erschienen. Doch wie zu erwarten hat es die Commandos nicht länger in ihrer 2-D-Welt halten können und sie sind in der Welt mit der dritten Dimension angekommen. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob ein Titel aus dieser erfolgreichen Reihe seine Qualität halten kann. Oder sind die ge- bzw. beliebten Elemente der Intergration zum komplett räumlichen zum Opfer gefallen. Was erwartet unsere Commandos in der 3-D-Welt?
Der erste Level beginnt aus der Sicht des Spions und dient zugleich als Tutorium, um die wichtigen Elemente des Spiels kennen zu lernen. Hierbei werden die grundlegenden Tätigkeiten wie Schleichen oder Angreifen aber auch die Benutzung der Waffen und Bedienelemente vorgestellt und gelehrt. Auf diese Weise gelingt der Einstieg in CSF sehr leicht und das eigentliche Spiel kann beginnen.
Neben dem Spion stehen außerdem die „alten Bekannten“ der Green Baret und der Scharfschütze als auswählbare Charaktere zur Verfügung. Die werden auch zwingend benötigt um die insgesamt 14 Level zu meistern. Die Missionen sind allesamt im geschichtlichen Rahmen des 2. Weltkriegs angelegt und führen den Spieler unter anderem nach Frankreich, Russland und Norwegen.
Das Spiel wird in der First Person Perspektive gespielt. Zur Übersicht wird ein Mini-Radar angezeigt, der dem Spieler über Gegner und Missionsziele visuell informiert. Auf diese Art und Weise schleicht der Protagonist dann durch die Geschichte dieses Games.
Mögliche Missionsziele sind z.B. das systematische Gar ausmachen von allerhand Gegnern an unterschiedlichen Orten. Dazu ist ein genretypisches Arsenal an Schießprügeln, Sprengstoff... usw. zu benutzen. Dem Spion ist es außerdem gestattet sich mit „fremden Federn“ zu schmücken. Dazu kann er erledigten Feinden die Uniform Recyceln und sich selbst damit tarnen. Diese Tarnung geht dann auch so lange gut, bis einem ein ranghöherer Offizier o.ä. den Weg kreuzt.
Im Vergleich mit den „alten Commandos“ ist dieses Game sehr viel actionlastiger, als dessen Vorväter. Jedoch führt auch hier ein „wildes-drauflosballern“ nicht zum Erfolg. Die taktischen Elemente werden weiterhin als unverzichtbar geführt. So werden mitunter häufig mehrere Versuche benötigt, um einen bestimmten Abschnitt zu absolvieren. Versuch macht Klug!
Die aus vergangenen Tagen hochgelobte Gegner-KI ist hier nicht mehr auf einem derartig hohen Level anzutreffen. Das ist auch tatsächlich gut so! Durch die 3-D-Portierung ist die Übersichtlichkeit (damals: Draufsicht auf 2-D-Level) längst nicht mehr so vorteilhaft, was sich als eindeutiger taktischer Nachteil beweist. Ich möchte das absichtlich in diesem Zusammenhang erwähnen, um darauf hinzuweisen, dass es den Entwicklern durchaus gelungen ist, bei der Portierung die Stärken und Mankos (2-D zu 3-D) gegeneinander abzuwägen und ein gutes, spannendes Spiel zu entwickeln.
Die Grafik ist gänzlich gut. Die Texturen wirken jedoch teilweise, wenn auch selten, etwas blass. Die Charaktere sind anständig animiert und bewegen sich überwiegend flüssig. An manchen Stellen sind die Animationen allerdings etwas abgehackt!
Der Sound ist ebenfalls als gut anzusehen und auch die Synchro ist gelungen. Die Technik dieses Taktik-Games lässt keine groben Schwächen durchblicken und ist solide gemacht. Insgesamt ist dieses Game in allen Maßen großartig umgesetzt. Deshalb: Empfehlenswert! Weitersagen.
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