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Gib mir eine Kelle und einen Ball
Nach einem kurzen Intro gelangt man auch schon ins übersichtliche Hauptmenü: Dort hat man die Wahl und kann Turniere im Singleplayer bestreiten, sein Können gegen andere Spieler via XBox Live auf die Probe stellen um sich in der Weltrangliste nach oben kämpfen. Um sich allerdings für die vorbenannten Modi fit zu machen sollte man den Tutorial-Modus absolvieren, in dem einem alle Schläge erklärt und beigebracht werden.
Nach nicht einmal 5 Minuten beherrscht man schon kleinere Ballwechsel problemlos. Das grundlegende Gameplay erlernt man sehr schnell, aber man kann ständig seine Spielweise und Spieltaktik verbessern. Angefangen von Returns, Spins, platzierte Schläge, über lockere Schläge bis hin zu Schmetterbällen ist alles im Repertoire abgebildet. Spezielle Schlageigenschaften z.B. bei Spins sind mit farbigen Pfeilen um den Ball herum gekennzeichnet. Je nachdem wie lange man die gewünschte Spintaste gedrückt hält, desto extremer wird der Ball angeschnippelt. Durch viele hintereinander ausgeführte Spins füllt sich die Powerleiste, wobei man seinen Gegner dann mit noch härtere Schmetterbälle malträtieren kann. Dabei senkt sich die Kamera hinter den Spieler und das Spiel verläuft in Zeitlupe, welche unter anderem auch bei Rettungsversuchen einsetzt.
Technischer Leckerbissen
Was den optischen Aspekt angeht, spielt Tischtennis in der oberen Liga. Die Charaktere sind mit sehr viel Liebe zum Detail umgesetzt worden. Sie besitzen realistische Gesichtszüge, ärgern sowie freuen sich und die Kontrahenten schwitzen sogar sichtbar. Was besonders positiv ins auch Auge sticht, sind die authentischen Bewegungen der Spieler. Alle Animationen gehen butterweich ineinander über. Das ist Motion-Capture vom Feinsten. Einziger Kritikpunkt ist die etwas karge Umgebung.
Die Framerate ist immer stabil und die Optik zeichnet sich durch Anti-Aliasing aus, denn die Treppeneffekte sind somit auf ein Minimum reduziert. Spektakuläre Szenen kann man sich nochmals in kurzen Replays anschauen um seine Erfolge nochmals zu feiern
Auch die Physik von TT weiß zu überzeugen. Diese spiegelt sich in einem immer perfekt fliegenden Ball wieder. Andererseits bietet TT eine noch nie da gewesene Kleidungsphysik. Die Bewegungen der Spieler wirken dadurch noch realistischer.
Der Sound sticht mit groovigen und einprägenden Elektrobeats hervor. Bei besonders heißen Ballwechseln schaltet sich Musik hinzu, nie störend, sondern eher unterstützend. Dadurch wird die ohnehin schon hohe Spannung, nochmals aufgewertet.
Wer spielt mit wem warum?
TT ist nie wirklich unfair, nur leider schwankt der Schwierigkeitsgrad mitunter, je nach dem für welchen Charakter man sich entscheidet. Aber selbst der am schwersten wirkende Gegner ist zu schlagen, Übung macht eben den Meister. Selbst nach x-mal verlorenen Matches, zieht es einen wieder an die Konsole, da man immer das Gefühl hat, es doch schaffen zu können.
Der Singleplayer ist zwar etwas zu kurz geraten und hätte vielleicht etwas mehr ausgebaut werden können. Der eigentliche Antrieb das Game immer und immer wieder zu spielen liegt wohl eher darin, sich online zu beweisen oder einen Freund im Versus-Mode zu bezwingen. Matches im Double stehen auf jeden Fall auf der Wunschliste für einen eventuellen 2.Teil.
Spiel, Satz & Sieg
Rockstar hat geschafft das perfekte Gelegenheitsspiel zu kreieren. Anfangs noch belächelt und mit Skepsis betrachtet, beweißt Tischtennis das Rockstar auch ganz anders kann.
Der Genresprung ist gelungen: die Grafik weiß zu begeistern, das Gameplay ist einfach und genial zugleich, der Sound ist passend, was will man mehr? Zumal Tischtennis ein Low-Budget-Spiel ist. Also nehmt die Kelle in die Hand!
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