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Darf ich mich vorstellen: Jack Kellar
Jack Kellar, Mitglied einer Terrorzelle namens „Black“, ist der Protagonist des gleichnamigen Action-Spektakels und hat nur ein Ziel: Die erfolgreiche Bekämpfung seines ehemaligen Kollegen, der nun zu den feindlichen Linien übergetreten ist. Dabei sind alle Mittel recht, das heißt, dass sich Herr Kellar nicht scheut, durch halb Russland zu reisen und jede auffindbare Waffe einzusetzen. So startet man mit einer Pistole ausgestattet in einem Raum, irgendwo in der russischen Stadt Veblensk. Damit sich der Spieler nicht so allein fühlt, liegt direkt nach dem Starten eine automatische Schrotflinte vor ihm, mit der man sich durch die nächstgelegene Tür den Weg in die Straßen der Stadt ebnet. Hier zeigt sich das Spiel direkt von seiner Schokoladenseite: Action wohin das Auge reicht. Da sollte nicht lange gezögert werden, sondern das Schrot muss direkt in Richtung Gegner befördert werden. Die Umgebung riecht nach Krieg, zerstörte Fahrzeuge und angeschlagene Gebäude gehören genau so zur Szenerie, wie die mit AK47-Sturmgewehren ausgestatteten Übeltäter, die dem Spieler an die Wäsche wollen. Ein paar zurückgelegte Meter, sowie ein paar eliminierte Gegner später trifft man dann auf Mitglieder der so bezeichneten Black-Zelle, mit dessen Mitgliedern sich der Spieler dann im Team zur Wehr setzen kann. So oder ähnlich sehen viele Missionen in Black aus. Die Ziele sind meist relativ einfach: Zerstöre dies, finde das, befreie den. Je nach Schwierigkeitsgrad muss man neben Primären Zielen, die zum erfolgreichen Abschluss einer jeden Mission zum Pflichtprogramm gehören, auch sekundäre Ziele verfolgen, die allerdings oftmals ähnlich sind. Wenn man die totale Herausforderung mag, kann man den schwersten Schwierigkeitsgrad auswählen um alle Ziele erfüllen zu müssen. Black gleicht einer Urlaubstor durch östliche Gefilde: so sieht man während des Spiels so einiges, was Mütterchen Russland und Konsorten zu bieten haben. Ob Grenzübergang im tiefsten Wald, verlassene Wohnhäuser, Lagerhallen, oder die bereits erwähnten Stadtgebiete wollen vom Spieler infiltriert und bereinigt werden. Dabei ist man mit allen erdenklichen Waffentypen ausgestattet, um eine Spur der Zerstörung zu hinterlassen. Mit von der Partie sind alte Bekannte wie die AK47, M16, MP5, ein Raketenwerfer und einiges mehr. Der Spieler kann aber nicht alle auf einmal tragen, sondern kann ähnlich wie zum Beispiel in Halo maximal zwei Ballermänner mit sich führen. Das bringt einen Hauch von Taktik ins Spiel, denn wenn man auf sich zu stürmende Gegner erst mit dem Snipergewehr anvisieren muss, ist das Ableben des Spielers bereits vorprogrammiert. Überhaupt kann man Black auch etwas taktischer angehen. Auch wenn der Finger immer am Abzug gehalten werden sollte, kann man ja zuerst einmal probieren um den Gegner herumzuschleichen oder ihn möglichst abgelegen zu erwischen. Meistens artet das Spiel dann aber früher oder später wieder in einem Feuergefecht aus, da die KI der Computergegner nicht zu unterschätzen ist und diese den Spieler meistens vorher erspähen.
Das ist der Kracher!
Criterion hat sich was die Optik angeht bereits mit der Burnout Serie Rang und Namen erarbeitet. In puncto Technik spielt Black einen Joker aus: Detaillierte Waffen- und Spielermodelle, grandiose Lichteffekte und wahnsinnige Explosionen schmücken das Bild. Die Entwickler kitzeln, so scheint es, den letzten Rest aus der etwas verstaubten Xbox heraus. Die Umsetzung von Stadt- und Waldlevels wirkt authentisch und auch die bereits erwähnten Effekte, wie zum Beispiel Explosionen und Lichteffekte wirken zwar auffallend, aber dennoch nicht übertrieben. So macht es doppelt Spaß, die Rakete auf das herumstehende Auto abzufeuern, wenn dessen Zerstörung ein Schmankerl fürs Auge ist. Darüber hinaus beherrscht die Engine ein paar schön anzusehende Effekte. Dazu gehört beispielsweise die Berücksichtigung der Focussierung des Auges. So verschwimmt beim Nachladen das restliche Bild, bis auf die Waffe. Auch für die Ohren hat Black einiges zu bieten. Dolby-Digital-Unterstützung sichert das absolute Kino-Feeling für zu Hause. Maschinengewehrsalven und explodierende Fahrzeuge hören sich genau so gut an, wie sie aussehen. Die Schreie der Gegner und des Teams klingen gut und verleihen dem Spielgeschehen dazu noch eine gewisse Spannung und Authentizität. Auch wenn mir persönlich deutsche Untertitel besser gefallen, sind die cinematischen Sequenzen sehr gut synchronisiert. Die Steuerung ist egoshooter-typisch und somit gewohnt gut.
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