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No Woman No Cry

„...Der vom Krieg gezeichnete Prinz kehrt mit seiner großen Liebe Kaileena von der Insel der Zeit ins sagenumwobene Babylon zurück. Die lang ersehnte Suche nach einem friedlichen Leben wird schnell zur grausamen Illusion, als er eine zerstörte Heimat sowie ein grausames Königreich vorfindet. Der Prinz wird gefangen genommen und Kaileena bleibt nichts anderes übrig, als den Sand der Zeit zu entfesseln, um ihren Geliebten vor den Klauen des Feindes zu retten. Gejagt und ausgestoßen enthüllt der Prinz ein eigenes düsteres Geheimnis. Die Schlachten vergangener Tage haben ihre Spuren hinterlassen und eine tödliche und dunkle Kraft auferstehen lassen, die langsam von ihm Besitz ergreift....“


Tausend und eine Nacht

Mit einem grandiosen Render-Intro beginnt dieser neueste Teil der POP-Reihe und lässt mich wie gebannt vor der Mattscheibe erstarren. Ein wirklich filmreifer Auftritt. Knisternde Spannung! Und so fulminant dieses Game beginnt – geht der interaktive Teil am Controller für mich auch gleich weiter. So ergreifend kann ein Spiel beginnen!


History

Der Prince of Presia trat des erste Mal 1989 auf dem Apple II in Erscheinung. 1994 folgte die erste Ausgabe für den PC. Damals war POP noch auf eine zweidimensionale Spielwelt beschränkt. Die erste 3d Engine kam dann im Jahr 1999 zum Einsatz – für Windows-PC und die Dreamcast. 2003 erschien das erste POP (Sands of time) für die Xbox. Dieser Titel sorgte für Furore und gewann in kürzester Zeit eine riesige Fangemeinde bei den Gamern. 2004 kam „POP Warrior Whitin“ dazu und setzte den Siegeszug fort. Schließlich veröffentlichte UBI Soft im Dezember 2005 den POP Titel „The Two Thrones“. Doch kann dieser Titel an den Erfolg seiner Vorgänger anschließen oder ist das Thema bereits zu abgedroschen, als dass es sich lohnen würde eine Fortsetzung zu bringen....?


Ein Kämpfer zwei Seelen

Das Spiel wird bekanntermaßen komplett in der Verfolgerperspektive gespielt. So wie wir es von den Vorgängern kennen. Der kleine Prinz wirbelt sich durch die Level und macht so manchem Gegner spektakulär den Gar aus. Akrobatische Einlagen, waghalsige Stunts und physikalisch (zumindest in unserer Welt) unmögliche Bewegungen zählen hierbei zum Repertoire des Protagonisten. Neu ist in diesem Teil ist, dass der Prinz zum dunklen Prinzen werden kann. Dann zählt seine Lebensenergie rückwärts bis er sich zurückverwandelt. In diesem Zustand hat er eine klingenbesetzte Peitsche als Waffe, mit der er seinen Gegnern schwer zusetzen kann und auch Abgründe überwindet. Selbstverständlich spielt in diesem Teil auch der Sand der Zeit eine tragende Rolle. Zwar hat der Prinz im vergangenen Teil die Entstehung verhindert, jedoch hat dieser den Prinz bei der Rückkehr infiziert(?), so dass es zu dieser Persönlichkeitsspaltung kam. Im weiteren Spielverlauf erwarten den namenlosen Prinzen Wagenrennen ala Ben Hur, mächtige Endgegner und eine überragende KI aller Gegener. Stealhpassagen gespickt mit Hüpf- und Klettereinlagen gehören genau so zum Spielablauf, wie die aus den vorigen Teilen bekannten akrobatischen Kampfszenen. Dazu kommt außerdem die Neuerung des so genannten „Speed-Kills“. Hat der Prinz sich hinterrücks an einen Gegner herangeschlichen, kann er diesen „Ruck Zuck“ per Tastendruck endgültig abdanken lassen! Actionreicher und spannender kann es kaum sein.


Guter Prinz - böser Prinz

Die gesamte Präsentation dieses Games ist großartig und zeigt, das dieser Iraner immer noch nicht zum alten Eisen gehört. Die Story – so haarsträubend sie auch ist – hat nach wie vor eine Menge zu bieten. Fulminante Rendermovies und flüssige Animationen machen dieses Game zu einem echten Hingucker. Der Sound bedient sich orientalische Klänge, die wie selbstverständlich super passen! Die Steuerung ist komplex aber erlernbar – jedoch nicht unbedingt für Anfänger dieses interaktiven Zeitvertreibs geeignet. Viel zu schnell endet ein versehentlich falscher Knopfdruck am Controller mit dem plötzlichen Ableben des persischen Thronfolgers. Bei manch tödlicher Falle beweist sich die Steuerung als größter und unbarmherzigster Gegner!


Strong Violence

Für Kinder und sehr sensible Gemüter ist dieses Spiel wahrscheinlich auf Grund der exzessiven Gewaltdarstellung nicht geeignet. Hier fließt jede Menge Pixelblut. Insbesondere Aktionen wie der „Speed-Kill“ könnten durchaus als Gewaltverherrlichung beschrieben werden. Mit einer Vielzahl von Schnittwerkzeugen werden die Gegner auf jede erdenkliche (und auch unerdenkliche!) Weise verstümmelt und aufgeschlitzt bis das der virtuelle Tod eintritt! Na ja – viel hilft viel – müssen sich die Entwickler gedacht haben! Etwas weniger hätte bestimmt auch gereicht.


Fazit

“POP The Two Thrones“ ist ein durchaus gelungenes Game, dass wirklich Spaß macht. Es ist eine gelungene Fortsetzung der Reihe auch für die Xbox. Die Entwickler haben sich wirklich einige Neuerungen einfallen lassen, die dieses Spiel wirklich auch interessant für die Leute machen, die bereits die Vorgänger ihr Eigen nennen.

Glückwunsch: Hierbei ist zu sehen, dass Fortsetzungen nicht unbedingt ein müder Aufguss sein müssen! Hurra! Es geht auch anders.

Der einzig wahre große Kritikpunkt ist der stellenweise frustrierend hohe Schwierigkeitsgrad. Kaum macht man etwas falsch – falscher Button, zu früh abgesprungen oder losgelassen, ist es vorbei mit dem persischen Helden – und Du kannst den ganzen Level neu starten. Dann beginnst Du an der Stelle wieder, an der Du zuletzt vom „Wasser“ getrunken hast...
 Facts
Publisher : UbisoftUSK : 16
Entwickler : UbisoftRelease-Date : 01.12.2005
Global Sound/Bild Steuerung XBOX-Live
Offline Players1
Systemlink
Xbox ExklusivNein
THX Sound
Dolby 5.1ja
TV-Format
Lenkrad
Arcade Stick
Light Gun
Online Multiplayer
Content DownloadsNein
  


Bewertung
Gameplay : 82% Sound : 89% Grafik : 89% Steuerung : 82% Multiplayer : %
Gesamt-Bewertung


Kommentar des Redakteurs
In die Gegenwart interpretiert wäre ich gespannt auf die Story. „The Prince of Iran“! Inhalt: Ölkrise, Atomstreit, außenpolitische Konflikte mit diversen Weltmächten.... Ob das ein gutes Game ergeben würde..?

Erstellt am : 29.12.2005      Autor : Michael Harms          © EVO-X.DE & XBLIVE.DE
PACKSHOT
         
         
         
         
         
         
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