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Skihase oder Schneeanzug?
Bevor man sich im Karrieremodus nach einer kurzen Introsequenz, in der man als pink verkleideter Hase mit seinen Freunden die ersten Meter auf dem Snowboard zurücklegt, umsehen kann, muss natürlich erstmal der Snowboarder erstellt werden. Hier sind der Fantasie fast keine Grenzen gesetzt: ob man nun einen übergewichtigen schneemannähnlichen Zeitgenossen oder ein magersüchtiges Top-Model mit bauchfreiem Top gestalten möchte, bleibt allein dem Spieler überlassen.
Auf nach Chile !
Die Story von Amped 3 ist ebenso schräg, wie sie dargestellt wird. Mit Wortwitz und bunten, kasperletheater ähnlich darstellten Zwischensequenzen wird der in fünf Akte geteilte Verlauf des Spiels erklärt. Man startet mit seinen vier Freunden J-Dawg, Hunter, Sebastian und Wienerboy am Northstar Resort, von wo aus man seinen mit lang erspartem Geld verdienten Urlaub nach Chile plant.
Auf dem Weg dort hin wird man jedoch beraubt, was den Urlaub schnell zum echten Chaos macht. Um das Geld zurück zu erlangen und die Diebe zu schnappen, gilt es viele Skiresorts auf der ganzen Welt zu bereisen. Mit dabei sind unter anderem Valle Nevado, Avoriaz, Laax und die Zugspitze. Ein cooles neues Feature ist, dass die Skigebiete bei Amped 3 nahezu frei befahren werden können. So wählt man auf der Übersichtskarte des Resorts einen Ort aus, um sich dann von dort aus den Weg zur nächsten Aufgabe zu bahnen.
Diese Aufgaben beinhalten natürlich zum größten Teil das Fahren und Tricksen mit dem Snowboard. Die Spielmechanik ist simpler geworden, was den einfacheren Einstieg in die Funsport-Serie ermöglicht. Man landet nahezu fast alle Tricks, aber um viele Punkte zu erreichen und die im späteren Verlauf des Spieles angesiedelten Aufgaben erledigen, sollte man natürlich schon etwas Übung einplanen. Für erledigte Challenges bleibt man natürlich nicht unbelohnt, denn neben Fähigkeiten und Tricks verdient man sich noch so genannte Coins, mit denen zum Beispiel weitere offiziell lizenzierte Kleidungsstücke freigeschaltet werden können.
In Amped 3 ist man aber nicht nur mit dem Snowboard unterwegs. Auch andere Gefährte wie zum Beispiel Gummibananen, Schlitten, Rettungsringe oder Snowmobile haben es in das Spiel geschafft. Letzteres ist zum Beispiel für eine schnellere Fortbewegung gut, mit manchen der Vehikel muss man allerdings auch Aufgaben bestehen. 2K Sports hat Amped 3 aber noch einen weiteren tollen Modus gegenüber seinen Vorgängern spendiert: im „Parkbuilder“ kann man sich einen Snowboardpark nach den eigenen Wünschen erstellen. Ob es nun die Rails oder die Halfpipes sind, der Architekt im Spieler wird hier strengstens gefordert. Im Laufe der Story können mit Hilfe der erspielten Coins auch noch weitere Bauelemente zum Gestalten frei gespielt werden.
Die Technik
Technisch gesehen ist Amped 3 leider nicht ganz so innovativ wie mit seinen Zwischensequenzen. Der dritte Teil der Serie verwendet die gleiche Engine wie seine Vorgänger, auch wenn diese natürlich einer Generalüberholung unterzogen wurde. Die Grafik ist zwar hübsch anzusehen, aber richtiges Next-Gen-Feeling kommt weder auf einem HD-Gerät, noch auf einem Standard Fernseher auf. Lediglich die Größe der Skigebiete und die Menge der Nicht-Spieler-Charaktere auf den virtuellen Pisten stechen ins Auge.
Die Soundkulisse von Amped 3 hingegen ist cool. Über 300 Titel gehören zum Soundtrack, der zum größten Teil die Musikrichtungen Hip-Hop, Metal und Rock abdeckt. Auch die Dolby Digital Unterstützung lässt aufhorchen, denn man hört die Sprüche und die Fahrgeräusche der Konkurrenz von überall. Apropos Sprüche: hier hätte die englische Vertonung mit deutschen Untertiteln besser gepasst, um den Wortwitz zu vermitteln. Doch auch die deutsche Synchro schlägt sich positiv.
Multiplayer ?!
Und jetzt kommt der größte Kritikpunkt an Amped 3: Wo ist der vernünftige Multiplayer-Support inklusive Xbox Live? Weder der auf der Verpackung versprochene Coop-Modus hat etwas zu bieten, noch genügen die Bestenlisten als Xbox Live Support. Hier kann man zwar nachsehen, wie gut man ist, aber ein echtes antreten ist nicht möglich. Schade eigentlich.
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