|
Zu diesem Zwecke übernehmt ihr die Steuerung der namensgebenden Heldin Kameo, die sich anschickt, mit Hilfe ihrer außergewöhnlichen Fähigkeiten ihre Familie und das Königreich aus den Fängen des Trollkönigs Thorn zu befreien. Kameo, die junge Elfe, ist nun die Einzige, die noch zu Hilfe eilen kann, denn ihr Vater gilt als verschollen und ihre Schwester Kalus hat gerade den niederträchtigen Verrat an ihrer Familie begangen. Voller Tatendrang erklimmt sie, samt der in ihr harrenden Elementarkrieger, Thorns Burg um zum finalen Gefecht zu blasen. Doch es komm, wie man es erahnen durfte. Sie überschätzt ihre Stärke & Fähigkeit und wird von Thorn ihrer elementaren Kräfte beraubt.
Geschwächt muss sie sich geschlagen geben und findet sich unverrichteter Dinge zu Hause wieder. Doch was nun? Guter Rat ist teuer …
In dieser katastrophalen Lage stehen ihr fortan die zwiespältig sprechende Hexen-Echse Mysteria und das Buch der Königin Theena, das sogenannte „Omnikron“, mit Rat und Tat zur Seite. Bevor Kameo aber erneut in den Kampf gegen den übermächtigen Thorn ziehen kann, muss sie aber erst wieder in den Besitz ihrer elementaren Fähigkeiten gelangen, dessen Thorn sie beraubt hatte. Diese Fähigkeiten personifizieren sich in den 10 Elementarkriegern, die gegenwärtig von den Schattentrollen in der Schattenwelt gefangen gehalten werden. Ohne diese Elementarkrieger ist ein erneutes Gefecht mit Thorn chancenlos. Also startet Kameo ihre Suche. Sie folgt dem ersten Schattentroll in sein Schattenreich, um Kampfkraut den ersten ihrer Helferlein, wieder freizusetzen.
Was ist so besonderes an den Elementarkriegern? Königin Theena verlieh Kameo die Gabe, sich in Wesen zu verwandeln und sich dessen Fähigkeiten zu Dienste zu machen. Wie die Bezeichnung schon vermuten lässt, bergen diese Krieger sehr viele, teilweise elementare, Eigenarten in sich, die mit ihrer Gestalt in direkter Verbindung stehen.
Im Wesentlichen haben wir es hier mit 5 unterschiedlichen Gattungen zu tun:
-
die Pflanzenkrieger: „Kampfkraut“ und „Beißer“, die im Nahkampf ihrem Namen alle Ehre machen und den Trollen das Fürchten lehren.
-
die Steinkrieger: „General Schaden“, eine Art Gürteltier welches zur rollenden Steinkugel mutiert und sich vorzüglich zum Überwinden von Schluchten eignet, sowie „Trümmerschleuder“, einem Steinhaufen der mit seinen Steinen um sich wirft.
-
die Eiskrieger: „Chilla“, einem großen kräftigen Fellmonster, das Eiswände erklimmen kann und „Blizzard“, der sich in Windeseile über eisige Pisten bewegt.
-
die Wasserkrieger: „Greifer der Tiefe“, gefürchteter Unterwasserexperte und „Flex“, dessen gummiartige Gestalt ihn an manche Empore katapultieren kann.
-
die Feuerkrieger: „Thermit“, eine hochexplosive Ameise und „Feuerdrache“, der nicht nur Lunten zünden kann.
Alle diese Krieger verfügen über Spezialfähigkeiten, die im Verlauf des Spiels für Kameo unverzichtbar werden. Der Spielverlauf ist trotz der riesigen Welt doch relativ linear. Man hat zwar immer die Möglichkeit zu entscheiden, wohin man gehen mag, dennoch ist es angeraten die angezeigte Karte im Auge zu halten, um den nächsten Schachzug des Gegners rechtzeitig parieren zu können. Das „Omnikron“, sowie „Mysteria“ geben euch immer die grobe Richtung vor und weisen euch den Weg zur nächsten Aufgabe. Doch auch am Rande dieses Weges warten kleinere zusätzliche Aufgaben auf euch, bei dem ihr den geschundenen Bewohnern dieser wunderschönen Fantasiewelt hilfreich zur Seite stehen müsst. Löst ihr diese Aufgaben, werdet ihr meist in barer Münze, oder so genannten Elementarfrüchten entlohnt, die ihr zur Auflevelung eurer elementaren Freunde nutzen solltet. Jeder eurer Krieger gewinnt dadurch an Kraft und setzt weitere nützliche Fähigkeiten frei.
Die riesige Fantasiewelt rund um Kameo, setzt sich im Wesentlichen aus verschiedenen Arealen zusammen. Zentraler Mittelpunkt dieser Welt ist die hart umkämpfte weitläufige Steppe, über die ihr zu Pferde in alle Bereiche der Welt gelangen könnt. Ihr werdet im Laufe des Spiels durch Gras- & Sumpflandschaften kommen, Wasser- und Eislandschaften werden euren Weg kreuzen, aber auch karge Stein- und vulkanische Massive werdet ihr zu Gesicht bekommen. Der Finale Showdown wird dann über den Wolken stattfinden.
Alle Landschaften sind mit sehr viel Liebe zum Detail kreiert worden, so dass sie fast immer dazu einladen sich jede Kleinigkeit mal genauer anzuschauen. Ihre Bewohner sind stets an die jeweilige Welt angepasst und runden die einzelnen Areale zu einem Gesamtkunstwerk ab. Wären da nicht die bösen Gegner, die euch immer vom Spaziergang abhalten würden.
Apropos Gegner, deren Vielfalt ebenfalls keine Wünsche offen lässt. Trolle gibt es nun wirklich massig in jedem Level. Sie haben unterschiedliche Gestalten und Bewaffnung, sind zum Teil auch in ihren Dimensionen von winzig bis gewaltig und fügen sich ebenso nahtlos in jede der Welten ein. Die Intelligenz der Gegner lässt sich in der Regel als durchaus kalkulierbar beschreiben. Meisten entspricht es eher der Wertigkeit „Masse statt Klasse“. Am Ende eines Levels erwartet einen zumeist ein riesiger Endgegner, dessen wunder Punkt erst einmal gefunden werden muss. Mit der richtigen Taktik und Ausdauer sind das aber durchaus lösbare Aufgaben.
Man könnte mit der Beschreibung der Landschaften und seiner Bewohner bestimmt Bände füllen, aber auch gleichzeitig das Limit dieses Reviews sprengen. Eine Welt in diesem Detailreichtum hat es zuvor noch nie in einem Videospiel gegeben. Wenn man schon alleine die Massenschlachten mit der ungeheuren Fernsicht betrachtet, stockt einem förmlich der Atem. Jetzt wird klar, warum dieses Spiel auf die nächste Generation portiert worden ist. Eine XBOX wäre dem Spiel niemals gerecht geworden.
Eigentlich habe ich selten zuvor ein so stimmiges Game gespielt. Sound, Musik und Steuerung fügen sich ins Gesamtkonzept wunderbar ein. Man ist jeder Zeit Herr der Lage und wird an einem Faden durch die Story geleitet. Der Schwierigkeitsgrad des Spiels ist dabei für jeden Spieler geeignet. Die Quests sind zwar nicht sehr anspruchsvoll, machen aber immer Spaß und verleiten einem zum Weiterspielen. Es gibt eigentlich nur 2 Dinge die mich gestört haben. Das Ende, das nach etwa 15 Stunden Spiel für mich viel zu früh kam und das man den Koop Modus leider nur lokal auf der 360 spielen kann. Ich hätte mir gut vorstellen können, das ganze Epos noch mal via LIVE Support mit einem Freund durchzuzocken.
Fazit: Dieses Spiel ist definitiv was für Kinder, aber es weckt kindlich vergessen geglaubten Erinnerungen in jedem Erwachsenen. Man taucht ab in eine Fantasiewelt der Elfen und Trolle und vergisst vollkommen Zeit und Raum. Diese Game hat es mir angetan und ich kann nur jedem raten, der auch nur ein klein wenig auf solche Geschichten steht, dieses Spiel nicht im Regal stehen zu lassen.
|