Ein Mann auf der Suche nach seiner Tochter…
In „Inversion“ wird die fiktive Stadt Vanguard City von den sogenannten „Lutadoren“ angegriffen und die Menschen werden entweder gnadenlos niedergestreckt oder gefangen genommen. Der Spieler schlüpft dabei in die Rolle des Polizisten Davis Russel, der gemeinsam mit seinem Kollegen Leo Delgado seine Familie vor der Bedrohung retten will. Leider kommt die Hilfe aber für seine Frau zu spät und die beiden Polizisten geraten in Gefangenschaft. Nach dem Ausbruch machen sich beide auf die Suche nach Davis Tochter…
Die Welt auf den Kopf gestellt
Spielerisch haben sich die Entwickler bei „Inversion“ extrem an der „Gears of War“-Reihe bedient, das merkt man schon nach nur wenigen Spielminuten. In der Rolle eines muskelbepackten Helden ballert ihr eine Gegnerwelle nach der anderen nieder, müsst dabei ständig die passende Deckung suchen und könnt eure Gegner auch mit einer blutigen Nahkampfattacke niederstrecken. Das Ganze lässt sich sogar fast 1:1 wie „Gears of War“ steuern, bringt dadurch aber auch den Vorteil mit, dass Actionfans sich sofort heimisch fühlen werden. Man muss dem Titel aber auch lassen, dass die Kämpfe durchaus Spaß machen, weil die Deckung vollständig zerstörbar ist und somit immer für ordentlich Bewegung gesorgt wird. In einem Punkt kann sich „Inversion“ zudem auch spielerisch von seinen Genrekollegen absetzen, denn „Inversion“ kommt mit einigen Gravitationsfeatures daher. So kann der Spieler im wahrsten Sinne die Spielwelt auf den Kopf stellen, mithilfe von Gravlink Gegenstände aufheben (z.B. Autos!) und auf Gegner schleudern oder auch einfach die Gegner aus ihrer Deckung schleudern. Das Problem ist nur, dass dieses Features nicht konsequent eingesetzt wird, weil der Spieler nicht ausreichend viel Freiheit geboten bekommt, um hiermit herumexperimentieren zu können.
Solide Technik
Die Technik von „Inversion“ kann sich im Großen und Ganzen wirklich sehen lassen. Die Havok Engine sorgt für nette Effekte, eine flüssige Darstellung und vor allem für eine zerstörbare Umgebung. Dafür wirken aber auch viele Texturen sehr matschig und die Animationen der Charaktere wirkt teils extrem veraltet. Weniger gibt es dabei in Bezug auf den Sound zu beanstanden. Die Heimkinoanlage wird hier ordentlich beansprucht und die englische Sprachausgabe ist überdurchschnittlich gut gelungen.
Zahlreiche Mehrspieler-Varianten vorhanden
„Inversion“ bietet sowohl einen kooperativen als auch einen kompetitiven Mehrspieler-Modus. Die komplette Kampagne kann online und auch lokal mit einem Freund absolviert werden, während über eine Online- oder Systemlink-Verbindung auch (Team) Deathmatches für bis zu 12 Spieler ermöglicht werden. Das Ganze kann, wie viele andere Aspektes des Spiels auch, als „solide“ bezeichnet werden, kommt aber vollkommen ohne Innovationen daher. Speziell beim kompetitiven Mehrspieler-Modus habe ich so meine Zweifel, ob dieser aufgrund der viel zu kleinen Community von Erfolg gekrönt ist.