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Ein Wunsch wird wahr Fast denkt man es handele sich beim neuen „Twisted Metal“ um ein Reboot, denn allzu viel hat sich an der Geschichte nicht geändert. Verschiedene Schwerverbrecher nehmen an einem tödlichen Autorennen teil, bei dem es darum geht seine Konkurrenz auszuschalten. Hauptgewinn: Ein Wunsch wird erfüllt. Der mordende Clown Sweettooth wünscht sich beispielsweise nichts mehr als eine weitere Chance ein Mädchen umzubringen, die ihm nicht nur entkommen ist sondern außerdem noch verletzt hat. Dabei wird die Geschichte durch eine seltsame Mischung aus realen Videos und Videocomics erzählt, die ein nettes B-Movie-Feeling aufkommen lässt.
Im Storymodus fährt man mit seinem Fahrzeug durch eine Reihe von Missionen, bei denen man fast immer die Aufgabe hat, seine Gegner mit verschiedenen Waffen abzuschießen. Dabei verfügt jedes Fahrzeug über unterschiedliche Spezialwaffen. Ein Gefährt heizt den Gegnern mit einem gewaltigen Flammenwerfer ein, während ein anderes die Gegner mit einem dicken Maschinengewehr ins Visier nimmt.
Steuerungs- und Übersichtschaos Schnell fällt beim Spielen auf, dass die Steuerung heutzutage nicht mehr richtig funktioniert. Orientiert sich die Standardsteuerung an der Originalsteuerung. Anstelle von typischen Gasknöpfen wie der X-Knopf oder Schultertasten, muss man hier mit dem Viereck Gas geben. Auch bei den anderen Steuerungsoptionen ist das Joypad deutlich zu überladen, so dass man häufig das Gefühl hat, nicht genügend Kontrolle über die Action zu haben.
Auch spielerisch hat man häufig nicht allzu viel Kontrolle über das Geschehen auf dem Bildschirm. So werden die Gegner automatisch anvisiert, aber wenn man versucht einen bestimmten Gegner anzugreifen und ein anderes Fahrzeug durch die Sicht fährt, verliert man das Ziel aus dem Visier und kann seine Spezialwaffe nicht effektiv einsetzen. Genauso ist die Einspielerkampagne teilweise sehr unausgewogen konzipiert. Eigentlich sollte es hier ein alle gegen alle geben, aber die KI stürzt sich immer auf den Spieler, wodurch man durch zahlreiche Explosionen hin und her geworfen wird und kaum eine Chance hat zu entkommen.
Online is where the fun is! Interessanter wird das Spiel glücklicherweise online. Hier kann man in verschiedenen Spielmodi gegen andere menschliche Spieler antreten. Und hier ist es auch wo das Spiel sein Potential enfaltet. Durch tolle Onlinekämpfe mit jeder Menge Explosionen kämpft man hier alleine oder in Teams gegen Gegner, die sich nicht automatisch immer nur auf einen Spieler konzentrieren. Wie bei allen anderen Sony-Spielen mit Onlineunterstützung muss man auch für „Twisted Metal“ einen Onlinecode einlösen oder sich die Modi per Download freischalten
Fazit: Zu PlayStation Zeiten habe ich die „Twisted Metal“ Reihe nie gespielt und deswegen hatte ich wohl etwas Einstiegsschwierigkeiten. Besonders die Steuerung und die 90er-Jahre-Probleme beim Anvisieren der Gegner sind heutzutage nicht mehr zeitgemäß und erschweren die erste Freude am Spiel. Sobald ich aber den Onlinemodus gestartet habe, konnte ich den Zauber des Spiels sehen und endlich Spaß an dem Ganzen haben.
Doch selbst online ist „Twisted Metal“ eigentlich ein Relikt der Vergangenheit. Eigentlich handelt es sich hier nämlich nicht um ein modernes „Twisted Metal“ sondern nur um einfach ein neues „Twisted Metal“. Viele neue Fans wird die Serie damit wohl nicht gewinnen, aber alte Fans werden wohl sehr glücklich werden.
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