Ihr wolltet schon immer mit Hilfe der Macht Gegenstände schweben lassen, packende Lichtschwertkämpfe austragen oder einen Podracer steuern? „Kinect Star Wars“ macht es möglich und wir verraten euch, ob es sich hierbei um ein gelungenes Kinect-Spiel oder sogar ein Fest für Star Wars-Fans handelt ...


Der Weg des Padawan
Eines muss man „Kinect Star Wars“ definitiv lassen: Das Spiel besitzt eine ordentliche Anzahl an völlig verschiedenen Spielmodi. Das Herzstück ist und bleibt jedoch die Kampagne, welche den Namen „Jedi-Vorhersehung“ trägt. Hier könnt ihr euch für einen Padawan entscheiden und verfolgt fortan die Ausbildung zu einem waschechten Jedi-Ritter.  Dabei trifft man auf bekannte Charaktere wie Chewbacca, Yoda oder Mace Windu und bereist verschiedene Planeten wie Coruscant oder Kashykk, den Heimatplaten der Wookies. Während Fahrzeugeinlagen auf dem Speederbike das Ganze immer wieder auflockern, machen die Schwertkämpfe sicherlich den größten Teil dieser Kampagne aus. Während sich unser Protagonist selbstständig nach vorne bewegt, liegt es an uns, die Kämpfe gegen andere Jedis und Droiden auszutragen. Via Kinect kann man ausweichen, blocken, den Gegner wegtreten, die Macht einsetzen, indem man die Hand ausstreckt und natürlich auch das Lichtschwert schwingen. Das Problem hierbei ist, dass Kinect bei hektischen und schnellen Bewegungen sehr schnell überfordert ist und die Bewegungen dann völlig falsch deutet. Stattdessen muss man die Moves immer schön langsam ausführen und dadurch, dass die Kämpfe immer nach dem gleichen Schema ablaufen, wird alles ohnehin irgendwann sehr eintönig. Man muss aber auch erwähnen, dass die Kampagne insgesamt nur vier bis fünf Stunden lang ist und die Zwischensequenzen und Fahrzeugeinlagen alles etwas auflockern. Übrigens: Man kann jeden Spielmodus in „Kinect Star Wars“ zu zweit vor dem Fernseher zocken, im Koop-Modus macht die Kampagne auch deutlich mehr Spaß.

Viele weitere Spielmodi
Neben der genannten Kampagne beinhaltet „Kinect Star Wars“ auch zahlreiche weitere Spielmodi. So kann man hier auch an einer echten Podracer-Weltmeisterschaft teilnehmen und darf sich dabei über viele verschiedene Fahrer und Strecken freuen. Die Steuerung funktioniert hierbei eigentlich ganz gut, ist insgesamt aber etwas zu präzise. Wer gerne das Tanzbein schwingt, darf mit Han Solo, Prinzessin Leia und Co. in „Dance Central“-Manier zu 15 Pop-Songs die Tanzfläche betreten. Bekannte Songs von Christina Aguilera und den Village People wurden dabei an das Universum angepasst. Wenn ihr dagegen eher auf Zerstörung steht, könnt ihr in einem anderen Modus in der Rolle eines Rancors Planeten in Schutt und Asche legen. Hier erinnert die Steuerung an die Kampagne, man darf also auch keine allzu hektischen Bewegungen ausführen. Zu guter Letzt wäre da noch der Duell-Modus, welcher einfach nur Duelle mit bekannten Charakteren ermöglicht und ebenfalls an die Kampagne erinnert. Insgesamt besitzt „Kinect Star Wars“ zwar eine Vielzahl an Spielmodi, welche alle über genügend Umfang verfügen, spielerisch ist das Spiel aber ganz weit von einem Hardcore-Titel entfernt. Dieses Spiel ist leider ganz klar an das jüngere Publikum gerichtet, auch wenn natürlich die ganze Familie hiermit seinen Spaß haben kann. Ein „Jedi Knight“ mit Kinect-Steuerung darf man wirklich nicht erwarten!

Kindgerechte Präsentation
Leider richtet sich „Kinect Star Wars“ auch technisch an das jüngere Publikum, denn statt einer realistischen Optik haben die Entwickler hier einen leichten Comic-Look verwendet, der eher an die Animationsserie „The Clone Wars“ erinnert. Während die Soundeffekte, wie man es von einem „Star Wars“-Produkt auch erwarten würde, super gelungen sind, enttäuschen die deutschen Synchronsprecher auf ganzer Linie. Hierfür wurden nämlich neue Sprecher verwendet, statt auf die bekannten Sprecher aus den Filmen und der Serie zu setzen. Hier kann ich euch nur raten, die englische Originalfassung einzuschalten, welche viel atmosphärischer ist.

Fazit:
Letzten Endes ist „Kinect Star Wars“ leider nicht der erwartete Hardcore-Titel für Kinect geworden. Das Spiel richtet sich sowohl spielerisch, als auch grafisch ganz klar an das jüngere Publikum und wird bei diesem sicherlich auch Anklang finden. Das Spiel beinhaltet mit den Pod-Rennen, den Tanzeinlagen, dem Zerstörungsmodus und auch der Kampagne zwar viele umfangreiche Spielmodi, aber bei mindestens der Hälfe dieser Modi kommt es des Öfteren zu Steuerungsproblemen, weil Kinect schlichtweg überfordert ist. Wer hier ein neues „Jedi Knight“ mit moderner Bewegungsteuerung erwartet hat, wird schwer enttäuscht werden, sind dagegen auch Kinder im Spiel, kann man durchaus über einen Kauf nachdenken.


Bewertung
Gameplay : 70% Sound : 80% Grafik : 82% Steuerung : 70% Multiplayer : 75%
Gesamt-Bewertung


Erstellt am : 16.04.2012      Autor : Oliver Hennig          © EVO-X.DE & XBLIVE.DE
GAME-FACTS
Publisher : Lucas Arts
Entwickler : Microsoft Game Studio
Release : 03.04.2012

Genre : Action
Player : 1-2
USK Einstufung

ab 12 Jahre
Homepage
lucasarts.com
Titel : Kinect Star Wars      Publisher : Lucas Arts      Release : 03.04.2012
Titel : Kinect Star Wars      Publisher : Lucas Arts      Release : 03.04.2012
Titel : Kinect Star Wars      Publisher : Lucas Arts      Release : 03.04.2012
Titel : Kinect Star Wars      Publisher : Lucas Arts      Release : 03.04.2012
Titel : Kinect Star Wars      Publisher : Lucas Arts      Release : 03.04.2012
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Titel : Kinect Star Wars      Publisher : Lucas Arts      Release : 03.04.2012
Titel : Kinect Star Wars      Publisher : Lucas Arts      Release : 03.04.2012
Titel : Kinect Star Wars      Publisher : Lucas Arts      Release : 03.04.2012
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